4 Grßnde fßr eine vegane und vegetarische Ernährung bzw. fßr einen verringerten Fleischkonsum
Mit einem Anteil von fast 40 Prozent sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch Todesursache Nummer eins ins Deutschland. Vor allem der Verzehr von rotem Fleisch erhĂśht des Herzinfarktrisiko erheblich. Ăbergewicht und eine schlechte Ernährung verstärken nicht nur das Risiko fĂźr Herzkrankheiten, sondern auch fĂźr Bluthochdruck, Schlaganfälle und Diabetes 2. Eine gesunde Ernährung kann als die wichtige präventive MaĂnahme neben anderen Komponenten (kaum Alkohol, nicht Rauchen, mehr Bewegung, viel Gesang & Musik) dieses Risiko drastisch und frei von Nebenwirkungen senken. Das Essen sollte mĂśglichst natĂźrlich und wenig verarbeitet sein. Viel GemĂźse, vor allem regionale GemĂźsesorten, hochwertige Ăle, zuckerarmes Obst, Vollkorn, Fisch, Algen, fettarme Milchprodukte, frische Kräuter und Wildkräuter sind von zentraler Bedeutung fĂźr eine gesunde Ernährung. Das Selbermachen des Essens steht im Vordergrund eines herzgesunden Lebensstils. Denn Fertigprodukte bzw. stark verarbeitete Produkte tragen nachweislich zur Arterienverkalkung bei. Fisch und Fleisch kĂśnnen in MaĂen konsumiert grundsätzlich wertvolle Lebensmittel sein, dennoch wird der Ăźberwiegende Teil nicht nachhaltig produziert. Daher ist es ratsam, bei dem Kauf auf Umweltsiegel und Bio-Qualität zu achten. AuĂerdem sollten Fisch und Fleisch nur an ein oder hĂśchstens zwei Tagen in der Woche gegessen werden. Eine Ăźberwiegend vegane oder vegetarische Ernährung wird aus medizinischer Sicht empfohlen.
(Die Ernährungsdocs, âStarkes Herz. Die besten Ernährungsstrategien bei Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, Arteriosklerose und Co., mit Ăźber 70 Rezeptenâ)
Tierschutz fängt im Alltag und insbesondere auf unseren Tellern an oder Tierliebe beginnt beim Essen und jede vegane Mahlzeit ist konkreter Tierschutz. Dem Tierleid von landwirtschaftlich genutzten Tieren wie Hßhnern, Schweinen und Rindern kann man am besten etwas entgegensetzen, wenn das Essen ganz ohne tierische Inhaltsstoffe auskommt. Tierische Erzeugnisse durch pflanzliche Inhaltsstoffe zu ersetzen, ist fßr viele Menschen eine MÜglichkeit, etwas zu bewegen und aktiv gegen das Leid der Tiere in den Ställen vorzugehen. Die Konsumenten sind der Nahrungsmittelindustrie nicht hilflos ausgeliefert, denn sie kÜnnen mittels einer ßberwiegend pflanzlichen Ernährungsweise Tierleid verringern. Ein veganer oder vegetarischer Lebensstil hat nicht nur direkte oder indirekte Auswirkungen auf Tiere, sondern auch auf andere Menschen, die Umwelt, das Klima, die globalen Ressourcen und die gesamte biologische Vielfalt.
(Deutscher Tierschutzbund, âTierschutz genieĂen - 80 vegane Rezepte von engagierten KĂśchinnen und KĂśchen mit Herzâ, âTierschutz genieĂen - Das Backbuchâ)
In Deutschland ist die Ernährung fĂźr ein FĂźnftel aller klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Durch ein bewusstes Konsumverhalten kann der Verbraucher an vielen Stellen dazu beitragen, CO2 einzusparen. Vornehmlich die industrielle Fleischproduktion setzt klimaschädliche Gase frei, fĂźhrt zur Waldrodungen, Pestizideinsätzen und Biodiversitätsverlusten. Je mehr Wälder fĂźr Futtermittel von Tieren gerodet werden, desto mehr schrumpfen die Lebensräume der Wildtiere. Futtermittelproduzenten (z.B. Sojaanbau in Brasilien) gehĂśren zu den grĂśĂten Anwendern von Pestiziden â zum Schaden von Grundwasser und Biodiversität. Die fĂźnf grĂśĂten Fleisch- und Milchkonzerne emittieren genauso viel klimaschädliche Gase wie Exxon, der grĂśĂte Ălmulti der Welt. 940 kg beträgt in Bezug auf die Ernährungsweise eines Menschen die durchschnittliche CO2-Bilanz eines Veganers. Die eines Vegetariers liegt bei 1.160 kg und die eines Fleischessers bei 1.760 kg. Veganer und Vegetarier sparen nachweislich Treibhausgase ein und schonen mittels ihrer Ernährung das Klima - vorausgesetzt es werden hauptsächlich saisonale Lebensmittel und Bio-Produkte aus der Region verwendet.
Kreative, interessante und neue Kombinationen von GemĂźse, Obst, GewĂźrzen und anderen Zutaten versprechen einzigartige Geschmackserlebnisse.
(Bundeszentrum fßr Ernährung, www.bzfe.de, Der Fleischatlas - Daten und Fakten ßber Tiere als Nahrungsmittel, Deutsche Umwelthilfe, www.duh.de, Umweltbundesamt)
Gibt es eine Strategie zur Senkung des Fleischkonsums?