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Feierabend bei der Hitze, Klamotten ab morgen oder so bei E-Bay
Wenn die Mittagsfrau durch die Weizenfelder geht
30. Juli 2026, 13:35 Uhr. 35 Grad. Es gibt Menschen, die behaupten, das sei perfektes Sommerwetter. Diese Menschen arbeiten in der Regel in klimatisierten Büros, fahren ihren SUV vom Carport bis zum Supermarkt und finden Weizenfelder vor allem deshalb schön, weil sie auf Instagram so hübsch aussehen. Wer dagegen schon einmal zur Mittagszeit auf einem Mähdrescher gesessen hat, entwickelt eine etwas differenziertere Meinung. Da flimmert die Luft über dem Feld, der Boden strahlt die Hitze zurück, als hätte jemand beschlossen, ganz Norddeutschland in einen Pizzaofen zu verwandeln, und selbst die Krähen wirken, als würden sie überlegen, ob Fliegen heute wirklich notwendig ist. Zum Glück hat der John Deere eine klimatisierte Kabine. Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal einer Klimaanlage danken würde, aber bei 35 Grad entwickelt man eine erstaunlich innige Beziehung zu kalter Luft. Trotzdem gibt es irgendwann den Moment, an dem man den letzten Anhänger vom Feld holt und sich eingestehen muss, dass der gesunde Menschenverstand heute die Ernteleitung übernimmt. Früher brauchte es dafür keine Wetter App, keine Hitzewarnung und auch keinen Experten im Fernsehen. Damals genügte ein einziger Satz: Die Mittagsfrau geht durch die Weizenfelder. Ich mag diese alte Sage. Nicht weil ich glaube, dass tatsächlich eine weiß gekleidete Frau zwischen den Ähren auf unvernünftige Landwirte wartet, sondern weil unsere Vorfahren ein bemerkenswertes Talent hatten, vernünftige Regeln in gute Geschichten zu verpacken. Sie wussten, dass Menschen in großer Hitze Fehler machen. Man trinkt zu wenig, wird unkonzentriert und hält sich plötzlich für unverwundbar. Das ist auf einem Mähdrescher mit mehreren hundert PS ungefähr so klug wie der Versuch, einen Bullen am Schwanz festzuhalten, um ihm die Richtung zu erklären. Also erfand man keine Dienstanweisung, sondern die Mittagsfrau. Wer ihr begegnete, hatte entweder Pech oder war schlicht zu lange in der Sonne geblieben. Das Ergebnis war in beiden Fällen dasselbe: Beim nächsten Mal machte man rechtzeitig Pause. Genau das haben wir heute auch getan. Der letzte Anhänger steht auf dem Hof, die Lohnarbeiter sitzen im Schatten, ich genieße meinen Milchkaffee und der Weizen wird auch heute Nachmittag noch dort stehen, wo er seit Wochen steht. Die Mittagsfrau darf also in aller Ruhe ihre Runde drehen. Und vielleicht steckt in dieser uralten Sage mehr landwirtschaftliche Weisheit als in mancher modernen Broschüre über Hitzeschutz. Denn eines hat sich seit Jahrhunderten nicht geändert: Kein Hektar Weizen ist es wert, dafür seine Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Manchmal ist die vernünftigste Entscheidung die einfachste. Den Motor abstellen, in den Schatten gehen und der Mittagsfrau das Feld überlassen.
Bild des Tages: Offenbach im Frühsommer
Eine neue Studie der Cornell University, an welcher auch das PIK beteiligt war, vergleicht verschiedene Ernährungssysteme miteinander und zeigt auf, dass bereits der Wandel hin zur Planetary Health Diet enormes Potential bietet, welches von einem pflanzlichen Ernährungssystem natürlich noch deutlich übertroffen werden würde! 👍😎🌱
Vegconomist dazu: "Eine globale Ernährungswende hin zu einem gesünderen, nachhaltigeren Speiseplan bis 2050 würde die Landwirtschaft weltweit grundlegend verändern, den Viehbestand verringern und den Flächenverbrauch senken, so eine neue Studie in der Fachzeitschrift Nature.
Die von der Cornell University geleitete Publikation, an der auch das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das Agricultural Model Intercomparison and Improvement Project mitwirkten, zeigt Chancen und Herausforderungen einer solchen Transformation des globalen Ernährungssystems auf. Sie macht zugleich deutlich: Eine proaktive Agrar- und Ernährungspolitik ist nötig, um diesen Wandel aktiv und sozioökonomisch fair zu gestalten.
Beherzte Schritte hin zu einem weltweit gesünderen und nachhaltigeren Ernährungssystem sind dringend notwendig. Der letzte Bericht der EAT-Lancet-Kommission (2025) zeigt, dass jedes Jahr rund 15 Millionen vorzeitige Todesfälle bei Erwachsenen vermieden werden könnten, würde man weltweit eine gesunde und flexible Planetary Health Diet einführen.(...)
So würden die Netto-CO₂-Emissionen aus landwirtschaftlich bedingten Landnutzungsänderungen im Transformationsszenario bis 2050 im Vergleich zum Business-as-usual-Szenario um 76 % sinken. Zugleich würden die direkten Methan- und Lachgas-Emissionen aus der landwirtschaftlichen Produktion um ein Drittel zurückgehen.
„Die Chancen für Umwelt und Gesundheit sind enorm. Gleichzeitig erfordert der Umgang mit den strukturellen Herausforderungen im Agrarsektor eine kohärente Ernährungs- und Agrarpolitik sowie einen Dialog, der alle relevanten Akteure einschließt“, sagt PIK-Wissenschaftlerin Felicitas Beier, ebenfalls Co-Autorin der Studie."
Quellen: ➡ LINK 1 ➡ LINK 2
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Israel: mutige Menschen, die ihrem Gastgeberland vertrauen.
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Mosa Meat war bekanntlich der erste Hersteller, der einen Burger aus Kulturfleisch entwickelt hat. Im letzten Jahr beantragte das niederländische Startup dann die Zulassung seines ersten Produktes (kultiviertes Fett als Zutat für Hybridfleisch) für die EU. Leider sind die Genehmigungsprozesse bei uns sehr aufwändig und langwierig, weshalb Mosa Meat jetzt vorrangig auf internationale Märkte setzen will...
Vegconomist dazu: "Das niederländische Unternehmen für kultiviertes Fleisch Mosa Meat hat eine rückzahlbare Entwicklungskapitalhilfe in Höhe von 875.000 € (...) erhalten. Die Finanzierung ist für die Marktvalidierung, den Aufbau von Produktions- und Lieferkettenpartnerschaften sowie für regulatorische Zulassungsverfahren in Singapur, dem Vereinigten Königreich, Kanada, Australien, Neuseeland und den USA bestimmt.
Der kommerzielle Vertrieb von kultiviertem Fleisch innerhalb der EU erfordert eine Zulassung gemäß der Novel Foods-Verordnung, ein Verfahren, das bis zu sechs Jahre dauern kann. Mehrere andere Länder, darunter Singapur, haben bereits Zulassungsverfahren für kultivierte Produkte eingeführt, wodurch Unternehmen schneller auf den Markt kommen können. Auch das Vereinigte Königreich und die USA werden (...) genannt.
Jeroen Plag, Chief Investment Officer bei Invest International, beschrieb die Herausforderung, vor der Mosa Meat steht, eher als eine Frage des Marktzugangs denn der technischen Machbarkeit. „Mosa Meat hat bereits bewiesen, dass seine Technologie funktioniert. Wir wissen inzwischen, dass kultiviertes Fleisch hergestellt werden kann; nun muss das Unternehmen Zugang zu internationalen Märkten gewinnen, sich im regulatorischen Umfeld zurechtfinden, die Verbraucher erreichen und die Produktion hochfahren“, sagte er."
Quellen: ➡ LINK 1 ➡ LINK 2 ➡ LINK 3
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