Die Maus Hope – Predigt
Liebe – Mission impossible
Oder? Oder ist richtig!!!
Teil 2
Kennt Ihr das auch, Ihr kommt in eine Situation und alles ist so ganz anders als Ihr sie Euch vorgestellt habt?
Vielleicht ein Umzug oder ein neuer Job, Ausbildung oder Studium, Urlaub oder Freizeitangebote?
Ihr habt Euch sehr darauf gefreut, einen Neuanfang zu starten oder tolle gemeinsame Erfahrungen zu machen, neue Freunde kennenzulernen usw.
Aber plötzlich sieht alles ganz anders aus!
Wart Ihr darauf vorbereitet? Hattet Ihr Euren Koffer auch für Schwierigkeiten gepackt?
Was hattet Ihr alles in Euren Koffer?
Jetzt geht einmal davon aus, Euer wichtigster Koffer (Handgepäck) hat nur Platz für 7 Sachen.
Also, wie sieht Euer Koffer aus, was würdet Ihr hineintun?
Ihr habt die Geschichte von der kleinen Maus Hope gehört.
Erinnert Ihr Euch, was sie in ihrem Koffer hatte?
Das Wichtigste für sie waren ihre Flügel, die ihr Sicherheit geben sollten, damit sie schnell aus unliebsamen Situationen entschwinden könnte.
Aber was hat sie dabei vergessen?
Erinnert Ihr Euch an die Warnung ihres Großvaters? Genau, sie lösen sich auf.
Was könnten diese Flügel für Euch sein, die Euch Sicherheit geben?
Die sich aber auf dem Weg Eurer Mission auflösen könnten?
Zum Beispiel Handys, mit denen man jederzeit anrufen kann?
Menschen, die Euch Halt geben, aber nicht immer da sein können?
Euer starkes Selbstbewusstsein, das allerdings auf einer langen Reise schwinden kann…? Geld, Kreditkarten, die Euch gestohlen werden könnten auf einer langen Reise?
Und plötzlich ist Euer Sicherheitsnetz weg. Niemand erreichbar. Das Geld gestohlen. Sämtliche Kommunikation lahmgelegt.
Panik?
Was könnt Ihr tun?
Habt Ihr beim Packen auf Warnungen gehört?
Tja, und jetzt? Was kann Euch helfen? Wer kann Euch helfen?
Die Maus Hope hatte ihr Kuscheltier.
Habt Ihr zufällig auch ein Kuscheltier eingepackt?
Habt Ihr überhaupt noch ein Kuscheltier? Hatte es einen Namen? Wie hieß es?
Was ist ein Kuscheltier für Kinder?
Trösten sie Kinder und schenken Geborgenheit?
Hören die zu? Haben Kuscheltiere überhaupt eine Seele?
Wenn Ihr ein Kind fragen würdet, aber vielleicht auch einige Erwachsene, würden sie wohl ganz klar antworten: Auf jeden Fall haben Kuscheltiere eine Seele, spenden Trost, hören zu. Dann fühle ich mich nicht mehr so alleine.
Habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, dass Kuscheltiere für Kinder vielleicht eine Verbindung zu Gott herstellen, weil sie immer da sind, selbst wenn sie schlafen?
Selbst wenn wir Erwachsenen, die Eltern gerade nicht da sind?
Das Kuscheltier ist da, es ist gegenwärtig. Für das Kind gerade allgegenwärtig.
Es gibt Halt und Trost.
Und dadurch kann Gott uns auch Halt und Trost geben. Manchmal durch ein Kuscheltier.
Manchmal brauchen wir ein Kuscheltier, um den Mut nicht zu verlieren.
Das wir dann ganz eng an uns pressen können, wenn wir Angst haben oder Trost brauchen.
Manchmal reicht aber auch nur eine kleine Erinnerung oder der Name.
Der Maus Hope hat dieses Kuscheltier auf jeden Fall weitergeholfen.
Hope hat allerdings noch etwas Weiteres in ihrem Koffer: Das Buch des Mutes.
Und wenn man dieses Buch aufschlägt, rieseln Sternchen daraus.
Ist das nicht eine schöne Vorstellung? Glitzernde Sterne kommen aus einem Buch und umgeben Euch? Und sprechen mit Euch?
Können Bücher manchmal zu einem sprechen? Können Bücher Euch wieder aufbauen? Können Bücher Euer Leben verändern? Gerade, wenn Ihr in Not oder Ausnahmesituationen seid?
Können Bücher vielleicht Erinnerungen wachrufen, wie man sich verhalten kann?
Mir fallen sofort mehrere Bücher ein. Euch auch?
Was wäre mit Abenteuerbüchern? Die Euch erinnern, ein Held zu sein?
Oder Märchenbücher, die Euch helfen, Situationen und Menschen besser einzuschätzen?
Fantasybücher, die Euch daran erinnern können, mit Außergewöhnlichem und Übernatürlichem zu rechnen?
Und dann die Bibel, für mich das wichtigste Buch.
Irgendwie hat die Bibel doch von allen Büchern etwas: Abenteuer, Schurken, Weisheit, Lebensweisheiten und Übernatürliches, nämlich Gott, Jesus und den Heiligen Geist.
Und Gott lässt Sternchen rieseln. Er spricht Euch Hilfe zu, schenkt Euch immer wieder Mut, versichert Euch seiner Liebe.
All das könnt Ihr in der Bibel finden und Euch daraus einen Gürtel basteln, der Euch daran erinnern soll.
Und manchmal können andere Bücher das ebenfalls. Manchmal kann Gott auch die anderen Bücher nutzen, um zu Euch zu sprechen, die Euch daran erinnern, wer Ihr seid oder wer Ihr sein könntet.
Na, wie sieht Euer Koffer inzwischen aus? Würdet Ihr etwas umpacken?
Aber schauen wir weiter.
Hope packte noch den Duft des Vertrauens ein.
Kennt Ihr das, wenn Ihr nach Hause kommt, und es riecht so vertraut? Und Ihr verbindet diesen Geruch vielleicht mit angenehmen und liebevollen Erinnerungen?
Mit dem Wissen, dass Ihr geliebt seid?
Und dann fühlt man sich gar nicht mehr so alleine?
Kennt Ihr das, wenn Ihr viele Jahre nicht mehr irgendwo ward, wo Ihr Euch super wohl gefühlt habt (muss ja nicht das Zuhause sein) und Ihr kehrt zurück und es riecht immer noch genauso?
Und eine warme Briese der Erinnerung durchströmt Euch?
Da wird man wieder geerdet, oder soll ich sagen: gehimmelt. Und man fasst wieder Mut.
Tja, aber wie packe ich den Duft des Vertrauens ein? Das bleibt Eurer Fantasie überlassen. Aber vielleicht doch ein kleiner Tipp: Ein Kleidungsstück eines vertrauten Menschen oder ein Parfüm.
Bei Tieren oder auch Kindern funktioniert so etwas. Wieso nicht auch bei uns Erwachsenen?
So, jetzt habt Ihr Mut gefasst, seid vorbereitet, kommt an Eure neue Arbeitsstelle, Urlaub oder sonst was an und werdet direkt von einem grantigen Artgenossen, den Ihr trefft, angeblafft. Manchmal sind es auch mehrere hintereinander oder auf einmal.
Wie reagiert Ihr?
Blafft Ihr zurück?
Oder bleibt Ihr freundlich und liebevoll?
Kann Freundlichkeit in so einer Situation etwas ändern? Kann Liebe bei Menschen etwas verändern? Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Welche Erfahrungen habt Ihr bei anderen gemacht, welche Erfahrung habt Ihr bei Euch selbst gemacht?
Haben wir vielleicht Angst, Liebe anzunehmen?
Weil es etwas in uns auslöst, Gefühle auslöst, die wir mit aller Macht versuchen zu unterdrücken?
Trauer?
Angst?
Vielleicht sogar Angst, verletzt zu werden, wenn wir jemanden erneut in unser Herz lassen?
Weil wir Schmerz erfahren haben von einem geliebten Menschen, dem wir vertraut haben?
Ja, das ist gar nicht so einfach, dann da noch einmal Liebe hereinzulassen.
Aber das ist genau das, was Jesus von uns möchte.
Dass wir unsere Herzen erneut öffnen. Liebe hineinlassen. Liebe erfahren.
Seine Liebe erfahren, um heile zu werden und dann diese Liebe weitergeben zu können.
Ist das eine Mission impossible?
Vielleicht, aber vielleicht auch nicht.
Für Jesus ist es nicht unmöglich.
Er kennt unendlich viele Wege, irgendwie unser Herz zu erreichen. Und er ist extrem geduldig. Glaubt mir, da spreche ich aus Erfahrung. Bei mir musste er sich doch Einiges einfallen lassen, damit ich ihm und den Menschen mein Herz wieder öffne.
Und ich war bestimmt eine harte Nuss. Aber er hat es geschafft.
Warum sollte er es bei Euch nicht auch schaffen?
Übrigens, auch bei Hope hat es funktioniert. Der alte Griesgram, das Murmeltier, wurde von der Liebe, die sie mit sich führte, überwältigt und dann angesteckt. Die Maus Hope übergab ihm ein Kästchen mit einem Schlüssel. Das waren die beiden letzten Teile in ihrem Koffer.
Und was war da drin? Und warum dieser Schlüssel?
Es gibt doch diese Frage: Was ist der Schlüssel zum Glück? Was fehlt Euch, um glücklich zu sein?
Reichtum?
Macht und Ansehen?
Oder Kontrolle?
Ruhm und Ehre?
Das Streben nach Schneller, Höher, Besser, Weiter?
Privilegien usw.?
Ja, all das könnte uns unser Leben ein Stück weit erleichtern. Das will ich überhaupt nicht leugnen. Aber ist das der Schlüssel zum Glück?
Oder ist es doch etwas anderes?
Was ist, wenn das alles wegfällt, plötzlich und unerwartet? Durch Naturkatastrophen, Kriege, Schicksalsschläge?
Was ist, wenn all diese Dinge, die ich aufgelistet habe, die Euer Leben vielleicht bisher ausgemacht haben, plötzlich wegfallen? Was bleibt Euch dann? Nichts, wenn Ihr Pech habt.
Also nochmals die Frage: Was ist der Schlüssel zum Glück?
Vielleicht die Erkenntnis, - die Erkenntnis, dass wir Liebe in unserem Leben brauchen.
Die Liebe Gottes, die uns auffängt, wenn wir fallen oder alles verlieren.
Die Erkenntnis, dass wir all die Liebe brauchen, die er für uns bereithält, wenn wir unsere Herzen wieder öffnen, öffnen für ihn!
Kann das vielleicht der Schlüssel zum Glück sein?
Ein Schlüssel zu unserem Herzen? Um Liebe hereinzulassen, erfüllt zu werden von dieser Liebe und wieder heil zu werden? Neue und andere Ziele zu haben. Diese überfließende Liebe zu teilen, wie die kleine Maus Hope und das Murmeltier Hannibal sie geteilt haben. Das Leben auf eine ganz andere Art und Weise wieder zu leben.
Einen neuen Blickwinkel zu bekommen, vielleicht einmal anders zu schauen, zu sehen, was Ihr vorher vielleicht nie gesehen habt.
Die Not Eures Gegenübers zu sehen und zu verstehen, und dementsprechend zu handeln.
Habt Ihr Liebe in Eurem Herzen? Seht Ihr die Notlage des Anderen, Eures Gegenübers? Egal, ob Ihr reich oder arm seid, ob Ihr Einfluss habt oder nicht. Seht Ihr Euren Nächsten und handelt in Liebe, teilt Euren Reichtum, teilt Eure Unterstützung, schenkt Hoffnung, Zuversicht und Liebe?
Wenn das so ist, dann hat das einen Dominoeffekt. Denn Liebe ist das Einzige, was sich vermehrt, wenn man es teilt. Diesen Spruch kennt Ihr doch alle bestimmt.
Und dann ist die Mission Liebe nicht mehr Mission impossible, sondern plötzlich Mission possible. Dann hat die Dunkelheit verloren, weil Jesus sich breit macht, weil Gott sich breit macht. Denn wir haben ja im letzten Podcast gesagt: Da wo das Licht ist, wo die Liebe ist, da ist Gott und da muss die Dunkelheit weichen.










