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Sonderermittlungen mit Adam
BVerfG gegen Zensurversuch
BVerfG: Verletzung der Rundfunkfreiheit
Die Verletzung der Rundfunkfreiheit durch die Behinderung der Arbeit eines Journalisten war der schwerwiegendste Vorwurf, den das BVerfG den Ermittlungsbehörden im Fall "Indymedia" machte. Auch die Durchsuchungen von 5 Wohnungen im Zuge der Ermittlungen inklusive der Beschlagnahme von 200 Datenträgern war unrechtmäßig.
Worum geht es?
2017 war die Internetplattform "linksunten.indymedia" durch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wegen des Aufrufs zu Straftaten verboten worden. Das BVerfG hatte dieses Verbot 2023 bestätigt. Trotzdem hatten Menschen im April 2020 die Webseite als Archiv erneut ins Web gestellt und der Journalist hatte in einem seiner Artikel auf diese Seite verlinkt.
Das Vorgehen gegen den Journalisten war laut BVerfG Urteil eine Verletzung der Rundfunkfreiheit nach Art. 5 Abs. 1 S. 2 Grundgesetz (GG).
Das Landgericht (LG) Karlsruhe gab den fĂĽnf Beschuldigten mit Beschluss vom 30. Dezember 2025 Recht (Az. 5 Qs 6/23) recht, dass die DurchsuchungsbeschlĂĽsse des Amtsgerichts rechtswidrig waren.
Außerdem bezweifelt das Gericht, dass allein die Veröffentlichung eines Archiv als eine Fortexistenz der verbotenen Vereinigung zu werten sei (Verstoß gegen die Rechtsschutzgarantie aus Art. 19 Abs. 4 GG. ).
Die geringe Schwere der möglichen Straftat rechtfertige in keinem Fall den gravierenden Eingriff in das Eigentumsrecht, wie eine Beschlagnahme von Smartphone oder Laptop.
Die Verfahren sind damit endgültig rechtskräftig für die Beklagten ausgegangen.
Mehr dazu bei https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/lg-karlsruhe-5qs623-linksunten-indymedia-durchsuchungen-unverhaeltnismaessig-anfangsverdacht
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3Mw Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9410-20260117-bverfg-gegen-zensurversuch.html
Tod in Wacken – Heike Denzau
Klappentext: Drei Männer werden innerhalb kurzer Zeit getötet. Außer der Todesart scheint es keinen Zusammenhang zwischen ihnen zu geben. Bis sich herausstellt, dass die drei eines verband: ihre Begeisterung für Heavy Metal. Oberkommissarin Lyn Harms kann das nächste potenzielle Opfer ausfindig machen und ermittelt im Getümmel des Open Air Festivals in Wacken. Ein Wettkampf gegen die Zeit beginnt, denn der Killer ist nah … Rezension: Ist es denn wirklich schon Oktober? Es scheint mir als wäre es gestern gewesen, dass mir dieser Roman in die Finger fiel und ich ihn auf Wacken das erste Mal aufschlug. Gut, ich habe dort nur die ersten 50 Seiten geschafft, da es doch zu viel anderes gab und auch die Heimfahrt sich nicht zum Lesen eignete, aber im Nachgang war es einfach herrlich. Ein spannender Krimi und wunderbare Erinnerungen an ein paar herrliche Tage – was will man mehr? Heike Denzau beschreibt diese kleine friedliche Dörfchen, dass einmal im Jahr von Besucher bevölkert wird ganz toll. Ja, sie sehen oft wild aus – wollen aber wirklich nur spielen, und mitten in diesem Getummel von zehntausenden treibt sich vermutlich ein Mörder rum. Zumindest ist Wacken das einzige, was zwei der drei Opfer direkt miteinander verbindet. Oberkommissarin Lyn Harms ist eine typische Skeptikerin, die mit dieser Musik so gar nichts am Hut hat. Sie kann die Faszination nicht nachvollziehen und belächelt ihren Kollegen Thilo, der sich für das Festival Urlaub genommen hat und nun durch die Morde um selbigen fürchtet. Es klingt ja ein bisschen herzlos und egoistisch von Thilo, aber ich kann ihn verstehen. Dieses Festival ist etwas Besonderes. Heike Denzau schafft es, diese besondere Atmosphäre in ihrem Krimi einzufangen und in krassen Kontrast zur Schwere des Verbrechens zu stellen. Man könnte es schon fast als Kontrapunkt bezeichnen. Sie schreibt sehr humorvoll und einfühlsam. Man kann sich in jede der Figuren und ihre Beweggründe hineinversetzen. Es ist sehr logisch aber nicht vorhersagbar aufgebaut. Oft finde ich die intensive Beschreibung der Umgebung etwas langatmig in Krimis, aber hier ist es genau die richtige Dosis – genauso viel wie nötig um die Szenerie zu verstehen, und nicht mehr. Es war ein Zufall, der mir das Buch in die Hände gespielt hat, aber es hat Lust auf mehr gemacht. Mir gefällt der humorvolle Stil von Frau Denzau und ich werde gewiss noch einige ihrer Bücher lesen. Bei diesem könnte ich mir sogar eine Filmversion gut vorstellen. Liegt wahrscheinlich daran, dass vor meinem inneren Auge genau das geschehen ist. Titel: Tod in WackenAutor: Denzau, HeikeBand: 3ISBN: 978-3-95451-064-1Verlag: Emons VerlagPreis: 12,00 €Erscheinungsdatum: März 2013 Bei unseren Partnern bestellen: Bei Osiander.de bestellen. Bei Genialokal.de bestellen. Bei Buch24.de bestellen. Bei Thalia.de bestellen. Die Buchhandlung Freiheitsplatz.de unterstützen! Die Büchergilde FFM unterstützen! Read the full article
Telefonmitschnitte wurden "ĂĽbersehen"
Ermittlungen bringen neue Tatsachen ans Licht
Eigentlich ist es nur der Initiative der Familie und der Unterstützer von Oury Jalloh zu verdanken, dass vielleicht doch noch Licht ins Dunkel um die Vorgänge am Mittag des 7. Januar 2005 im Dessauer Polizeirevier kommt. Damals verbrannte der Asylbewerber gefesselt im Polizeigewahrsam. Wir haben mehrfach über die - ebenfalls mehrfach - eingestellten Ermittlungen berichtet.
Nun wurde durch Recherchen der Unterstützer zusammen mit FragdenStaat.de bekannt, dass es in den Minuten vor der Brandmeldung 2 Telefongespräche gab, die mitgeschnitten wurden aber nicht Bestandteil der Ermittlungsakten waren und deshalb auch nicht in den Gerichtsverhandlungen gewürdigt werden konnten.
Was können die Gespräche belegen?
Ein „Plätschern“ sei aus der Zelle zu hören gewesen. Angeblich hätte sich das Opfer selbst mit einem Feuerzeug angezündet, das nicht gefunden wurde. Die Gutachten zum Brand weisen jedoch eindeutig auf Brandbeschleuniger hin.
Dienstgruppenleiter S. habe wegen „lauter Rufe“ und „Rasselgeräusche“ die Lautstärke der Gegensprechanlage heruntergedreht. Dies geschah während des Telefongesprächs um 11:55h, der Brand wurde um 12:05 registriert.
Obwohl die Telefongespräche in den mündlichen Aussagen vor Gericht erwähnt wurden, wurde nicht ermittelt, dass die Gespräche aufgezeichnet und als Tonmittschnitte vorliegen. Die taz schreibt dazu: "Für die Ermittlungen seien diese Mitschnitte „nicht relevant“ gewesen, es sei deshalb keine Abschrift erstellt worden, behauptete der Staatsanwalt Konrad damals im Landtag."
Jallohs Bruder Saliou Diallo legte nach jedem negativen Urteil bei der nächsthöheren Instanz Beschwerde ein. Nachdem auch das Bundesverfassungsgericht nicht auf seine Argumente einging, reichte er Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ein. Diese wurde wegen eines Formfehlers jedoch abgelehnt. Doch Mord verjährt nicht ...
Mehr dazu bei https://taz.de/Neue-Enthuellungen-im-Fall-Oury-Jalloh/!6090902/ und alle unsere Artikel zu Oury Jalloh https://www.aktion-freiheitstattangst.org/cgi-bin/searchartl.pl?suche=Jalloh&sel=meta
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