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Da komme ich nach längerer krankheitsbedingter Abwesenheit zur Arbeit und plane im Kopf schon, was ich alles zu erledigen habe und setze mich in das neue Büro zu einer ebenso neuen Kollegin, die an diesem Tag aber nicht da war. Plötzlich fällt mir auf, dass sie sich meine kompletten persönlichen Sachen angeeignet hat. „ Wie kann sie es nur wagen?“
„ Warum hat niemand für mich darauf geachtet?“
„ Warum hast du deine Sachen auch nicht weggepackt?“
„ Selbst schuld, geschieht dir eh recht, wenn du so behandelt wirst“.
„ Ich kann ihr doch MEINE Sachen nicht wegnehmen!“
„ Ich schäme mich so, sie darum zu bitten!“
„ Warum bin ich überhaupt wieder zur Arbeit gekommen, ich schaffe das doch eh nicht.“
Das Ende vom Lied war, ich schrieb eine E-Mail, in der ich mich krankmeldete, und flüchtete.
Am nächsten Tag ging ich wieder ins Büro, starrte auf den gegenüberliegenden Schreibtisch, aber in mir blieb alles ruhig, nach 24 Stunden „ Bedenkzeit“ konnte ich wieder klarer denken und mir fiel selbst auf, wie sehr ich überreagiert hatte. Allerdings traute ich mich immer noch nicht, meine Kollegin zu bitten, mir meine Sachen zurück zu geben.
Ein Gespräch half mir dann etwas aus dem Dilemma. Ich sprach in der folgenden Woche die Kollegin auf meine Sachen an. Die meinte dann allerdings, sie würde die so toll finden und ob sie mir die nicht bezahlen und behalten könnte.
„ Ach, ich will da kein Geld für, behalte sie mal, so wichtig sind sie mir auch nicht“. Ich wundere und ärgere mich heute noch darüber.














