31.07.26
Ich habe das Gefühl, sie hat Probleme. Essprobleme. Schon lange.
Ich weiß, das hört sich jetzt bescheuert an, aber ich habe das Gefühl. Was sie so macht, kommt mir einfach so unheimlich bekannt vor: die Ticks und Tricks, um hier und da so viel wie möglich zu sparen, die Art, über Essen zu reden, und die Kompensation.
Und das bereitet mir Angst.
Ich erkenne mich selber, die Krankheit bei ihr.
Aber was mir noch mehr Angst bereitet, ist die Tatsache, dass sie aktuell wieder isst. Jemand, der so fokussiert auf Essen und Körper ist, entscheidet sich nicht mal eben für drei Tage, den Schalter umzulegen und zu pausieren.
Ich will mir nicht vorstellen, wie sie das alles kompensiert.
Und das Schlimmste: Ich kann ihr nicht helfen.
Sie darauf anzusprechen, wird sie nur noch mehr in ihrem Verhalten bestärken. Das wird als Kompliment aufgefasst.
Und das bereitet mir am meisten Angst.
















