Vorsicht, ich versuche nicht, eine weibliche Schreibweise zu schaffen, sondern in die Schreibweise einfließen zu lassen, was bisher immer verboten gewesen ist, nämlich Wirkungen von Weiblichkeit. [...] Solange man vorgibt, daß die Schreibweise nicht die sexuelle Differenz zur Geltung bringt, betrachtet man sie als einen bloßen vorgefertigten Gegenstand. Von dem Augenblick an, wo Sie zugeben, daß sie durch den ganzen Körper hindurch geht, sind Sie gezwungen anzuerkennen, daß sie eine Triebökonomie, Weisen von Verausgabung und Lustempfinden einschreibt, die ganz und gar different sind.
Hélène Cixous: “Wenn ich nicht schreibe, ist es, als wäre ich tot”. In: Die unendliche Zirkulation des Begehrens - Weiblichkeit in der Schrift. Aus dem Französischen übersetzt von Eva Meyer und Jutta Kranz. Berlin 1977, S. 8f.











