Eine Freundin, die die gestrigen Sätze (insb. zu T. Cook und den 378 Mio. $ Jahreseinkommen) las, fragte m*ich daraufhin mit einem Lächeln: "Bist wohl neidisch?" Was sollte *ich darauf erwidern? Es ist schwierig, weil der Vorwurf des Neids, ist ja ein böser. Seit dem die katholische Kirche in ihren Katechismus auch die 7 TodSünden aufgenommen hat, sind die einzelnen Punkte ja quasi "Totschlag-Argumente" für jede aufkommende Diskussion über Gerechtigkeits-Fragen. Und die Invidia (Neid, Missgunst, Eifersucht) ist ja auch noch eine schwerwiegende Sünde! So habe *ich also geantwortet: "Neid? Der «Glaube», dass der Hinweis auf solche masslosen Exzesse und ebensolche Ungleich-Verteilungen Neid sei, und somit eine verachtenswerte TodSünde ist, ist - meine *ich - eine der [Haupt]Gründe, warum nichts daran geändert wird; und z.B. hier in EU hunderttausende Menschen ohne Obdach sind u.s.w.u.s.f. Du bist also in 'guter' Gesellschaft, derer, die eine Änderung dieser Wettkampf- und Sieger-Einstellung des Menschen und seiner Kleinst- und Grösst-Gruppen, ablehnen." Sie war nicht (mehr) amüsiert! Ich bin nicht neidisch, *ich bin entsetzt über die unfassbaren [Miss-] Zustände in us-amerikanischen Städten, über die Greultaten der Mittel- und Südamerikanischen Drogenbanden, über die ungeheure Bereicherung und Korruption in afrikanischen UnRechts-Staaten, die fehlende Willkommens-Kultur auch in EU und über "Arbeitlose" auch in D, über ... Und das Alles, weil wir Menschen von Natur aus in einem beständigen und harten Wettbewerbs- und Konkurrenz-Kampf Szenario und Glauben erLeben, ohne daran etwas ändern zu wollen (denn können tun wir, siehe unten). Der permanente Neidvorwurf bei Hinweisen auf teils schon absurde Unterschiede in ErLebens-Umständen in wenigen Metern Abstand, zeigt das täglich. Statt in Zusammenarbeits-Gesellschaften zu erLeben, €r£€¡den wir uns in Konkurrenz-Zuständen und ebensolchen Gruppen und Gross-Gesellschaften. Die natürliche Grundform sozialer EinzelWesen - und auch deren Gruppen - ist die gegenseitige Konkurrenz. Bis zur Auslöschung. Das ist unser Handlungs-Hintergrund. Vollkommen Natürlich! Vergessen Sie jeglichen Vorwurf, der ist da nicht enthalten. Das haben wir Menschen nicht ausgesucht, das ist uns mitgegeben worden, als tatsächliche Grund-Annahme. Wir sind einander im ÜberLebenskampf verbunden. Die Zusammenarbeit reicht nie über die Notwendigkeit hinaus. Das können Sie an vielen Beispielen beobachten. Infrastruktur, Wohnen, Bildung, Pflege, ... Fast alle sozialen Massnahnen sind immer nur im Mindestmass vorhanden, darein wird jeweils immer nur das notwendigste an Mensch und Ausstattung gesteckt. Und sobald es irgendwie geht, werden diese (sozialen) Bereiche sofort gekürzt. Die Rechtfertigungen für Kürzungen sprengen "natürlich" jede Begrenzung. Es ist also - zumindest für m*ich - klar, dass wir konkurrentisch geprägt sind; und unsere Lust auf Zusammenarbeit und ein ausgleichendes MitEinander nie über die blosse Notwendigkeit zum persönlichen Überleben und der FortSexung der Spezies (nicht des Selbst, wie die meisten fälschlicherartig annehmen) hinaus reicht. Bisher war das einigermassen erfolgreich. Ist es inzwischen gefährlich? Sie beantworten das bitte im Selbst. Wenn ja, könnten wir doch einen kleinen Entwicklungs-Schritt weiter gehen; und zum Beispiel von diesem natürlichen kreatürlichen [Überlebens-] Kampf-Verhalten, zu einem mehr ausgleichenden, etwas friedlicheren und auch erLebensverlängernden und verspielteren MitEinander weitergehen. Die Erkenntnisse, Maschinen und die Technik, die wir dazu bräuchten, hätten wir schon, was noch dazu fehlt entwickeln wir dazu. Aber *ich weiss auch, dass *ich da an Barrieren stosse und auf deren Abwehr-Massnahmen (eine davon sind die oben erwähnten sogenannten TodSünden, andere, auch die Glaubens-Richtungen oder die Ideologien und vieles mehr), von denen *ich noch kaum eine blasse Ahnung bin.