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“Coca-Cola betreibt mit Geldspritzen fĂĽr Forschungseinrichtungen und Sportprojekte einen millionenschweren Ablasshandel. Die CharitĂ© lässt sich vor den Werbekarren des Konzerns spannen und präsentiert Coca-Cola damit als Teil der Lösung statt als Teil des Problems – damit muss Schluss sein!” – Oliver Huizinga, Experte fĂĽr Lebensmittelmarketing bei foodwatch, zu dem millionenschweren Sponsoring von Coca-Cola fĂĽr die Berliner CharitĂ© im Bereich Herzkrankheiten.Â
Ich glaube, die Gefahren von TTIP werden in Deutschland nicht übertrieben, sie werden unterschätzt. Der Nutzen für den Handel wäre nicht wirklich groß, der Schaden für Verbraucherschutz und Demokratie aber schon.
Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz in der Wirtschaftswoche
„Wenn die Etikettierung eines Lebensmittels und die Art und Weise, in der sie erfolgt, insgesamt den Eindruck entstehen lassen, dass das Lebensmittel eine Zutat enthält, die tatsächlich nicht vorhanden ist, ist eine Etikettierung geeignet, den Käufer über die Eigenschaften des Lebensmittels irrezuführen.“ – Bundesgerichtshof, am 2. Dezember 2015 im Urteil gegen das Unternehmen Teekanne.
Die Lebensmittelindustrie hat nun eine billige Ausrede weniger: Seit Jahren täuscht sie die Verbraucher mit irreführender Werbung und redet sich damit heraus, dass die lieben Kunden ja nur das Zutatenverzeichnis lesen müssten, um sich über den tatsächlichen Inhalt des Produkts zu informieren. Selbst schuld, wer der Werbung glaubt und nicht stets bei jedem Einkauf auch das Kleingedruckte auf der Rückseite studiert? Dieser Zahn wurde der Lebensmittelindustrie nun höchstrichterlich gezogen. Das war überfällig. Viele Produkte sind noch im Handel, die vorne mit großen Früchten locken, diese aber gar nicht oder nur in homöopathischen Dosen enthalten. Nach dem BGH-Urteil müssen die Hersteller jetzt massenhaft Etiketten retuschieren oder Rezepturen überarbeiten.
Lena Blanken, Expertin fĂĽr Lebensmittelkennzeichnung von foodwatch, am 2. Dezember zum Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in dem Verfahren um einen FrĂĽchtetee des Herstellers Teekanne.

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„Und jährlich grĂĽĂźt das Murmeltier: Jahr fĂĽr Jahr wird bei den amtlichen Kontrollen etwa jeder vierte Lebensmittelbetrieb beanstandet – ohne dass sich an dieser traurigen Quote irgendetwas verbessert. Mehr Kontrollen und mehr Kontrolleure werden an den verheerenden Hygienezuständen in der deutschen Lebensmittelwirtschaft nichts ändern. Die einzige Möglichkeit, die seit Jahren gleich hohe Beanstandungsquote endlich zu senken, ist die Veröffentlichung sämtlicher Kontrollergebnisse. Egal ob Schul-Cafeteria oder BĂĽro-Kantine, Imbissbude oder Sternerestaurant, Metzgerei oder Supermarkt – Verbraucher haben ein Recht zu wissen, wer sauber arbeitet und wer nicht. Solange Verbraucher nicht erfahren, wer die Gammelfleisch-Händler und Schmuddel-Wirte sind, fehlt fĂĽr die Betriebe schlicht der Anreiz, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten.“Â
Luise Molling von foodwatch zu den heute im Jahresbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichten Statistiken der amtlichen Lebensmittelkontrollen.
„Das Problem ist seit Jahren bekannt. Die Menschen mĂĽssen endlich vor diesen Gesundheitsgefahren geschĂĽtzt werden – das geht am besten auf EU-Ebene. Die Bundesregierung verschweigt aber, dass sie dieselben Regelungen auf nationaler Ebene treffen kann, solange die EU nicht tätig wird. Minister Christian Schmidt hat einen echten Erklärungsnotstand, wenn er das Problem bestätigt, aber die Lösung verweigert.“Â
Luise Molling von foodwatch am 19.11.2015 zur Reaktion der Bundesregierung auf die foodwatch-Veröffentlichung zu Mineralölrückständen in Lebensmitteln.
Kellogg's mutet Kindern und Erwachsenen erhebliche Gesundheitsgefahren durch krebserregende und erbgutverändernde Mineralölbestandteile zu. Statt konsequent solche Substanzen aus den Produkten herauszuhalten, verschanzt sich das Unternehmen hinter fehlenden gesetzlichen Vorgaben. Wenn selbst ein führender Markenhersteller nicht aus eigenem Antrieb dem Gesundheitsschutz die höchste Priorität einräumt, zeigt dies: Wir brauchen dringend gesetzliche Vorgaben, um das Problem der Mineralölrückstände endlich zu lösen.
Luise Molling, foodwatch-Campaignerin am 09. November 2015.
„Jahrelang kauften Verbraucher arglos bei Müller-Brot ein – weil die Kontrollbehörden nicht über die ekeligen Zustände informierten. Verbraucher haben ein Recht zu wissen, wer sauber arbeitet und wer nicht.
Egal ob Großbäckerei oder kleiner Laden um die Ecke, egal ob Imbissbude, Metzgerei oder Bürokantine: Die Ergebnisse aller Lebensmittelkontrollen müssen veröffentlicht werden!
Solange Verbraucher nicht erfahren, wer die Ekel-Bäcker und Schmuddel-Wirte sind, fehlt für die Betriebe schlicht der Anreiz, sich an die gesetzlichen Vorgaben zu halten und der nächste Skandal à la Müller-Brot ist nur eine Frage der Zeit.“
– Andreas Winkler, foodwatch-Pressesprecher, am 4. November 2015 zum Prozessauftakt gegen drei Ex-Manager von „Müller-Brot“ knapp vier Jahre nach dem Skandal um Hygienemängel bei der Großbäckerei.
Wir müssen gesundes Leben leichter machen. Dazu gehört eine verständliche Lebensmittel-Kennzeichnung, etwa mit Hilfe einer Ampel
Thomas Danne, Chefarzt am hannoverschen Kinder- und Jugendkrankenhaus Auf der Bult zur Nachrichtenagentur dpa

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„Obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist, enthalten noch immer zahlreiche Lebensmittel gefährliche Mineralölbestandteile – der gesundheitliche Verbraucherschutz versagt hier auf der ganzen Linie. Die Lebensmittelhersteller handeln offenbar nur auf Druck. Deshalb müssen Bundesregierung und EU endlich aktiv werden. Ein Fokus muss dabei auf die Verpackungen gelegt werden: So umweltfreundlich das Recycling von Altpapier auch ist, als Lebensmittelverpackung kann daraus ein echtes Gesundheitsrisiko werden.“ – Luise Molling, foodwatch-Campaignerin am 27.10.2015
I do not take my mandate from the European people.
Cecilia Malmström zu den öffentlichen Protesten gegen TTIP gegenüber dem Independent am 13. Oktober 2015
Ich sehe mich nicht nur als Ernährungs- und Landwirtschaftsminister, sondern auch als Tierwohlminister. Das heißt konkret: Ich will Deutschland zum Trendsetter in Sachen Tierwohl machen.
Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt in einem Statement vom 2. Oktober 2015 anlässlich des Welttierschutztages.
”Ich kann nicht erkennen, dass hinter den vermeintlichen Millionen von Klick-Aktivisten sich wirkliche Bürgerinteressen verbergen, die auch informiert sind. (...) Ich stelle die demokratische Legitimation von Campact, Attac, foodwatch und allen anderen Mitgliedern dieser Empörungsindustrie in Frage.“
Joachim Pfeiffer, Bundestagsabgeordneter von CDU/CSU am 1. Oktober 2015 in seiner Rede bei der Debatte zum TTIP-Freihandelsabkommen.
“Die Quengelkassen, die sogenannten, sind im Grunde der Ort an dem Eltern selber überprüfen können, wie selber sie zu einer Erziehungsleistung fähig sind, denn sie müssen lernen, die Kinder, dass es einen sogenannten Bedürfnisaufschub gibt. Nicht alles was man haben will kann man auch kriegen. Und es gibt keinen besseren Ort den Kindern das beizubringen als genau an dieser Stelle. Denn die Eltern müssen nur ein einziges Wort sagen, nämlich nein.”
Christoph Minhoff, Cheflobbyist der deutschen Lebensmittelwirtschaft, am 9. September 2015 in der ARD-Sendung “Plusminus”

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Zucker macht nicht krank. Zucker ist nicht ungesund.
Die Wirtschaftliche Vereinigung Zucker (WZV) am 8. September 2015 in einer Presseerklärung.
Die Beeinflussung von sehr jungen Konsumenten durch manipulatives Marketing trägt zur Fehlernährung und somit zu Diabetes und Fettleibigkeit bei. Für uns Marketer ist die Studie von Foodwatch beschämend. Sie offenbart, dass ein Teil unserer Berufsgruppe unmoralisch handelt und gezielt ungesunde Lebensmittel mit Werbetricks an Kinder vermarktet
Dr. Hieronymus Sturm, Leiter des berufsbegleitenden Fernstudiengangs „Master Sales and Marketing“ bei WINGS, dem Fernstudienzentrum der Hochschule Wismar zur foodwatch-Studie über Marketing für Kinderlebensmittel.