Schluss mit giftigen Handelsabkommen zwischen der EU und lateinamerikanischen LĂ€ndern - Das EU-Mercosur-Handelsabkommen muss gestoppt werden - JETZT!
Wir, die unterzeichnenden Organisationen aus Lateinamerika und der EU, lehnen das ââEU-Mercosur Handelsabkommen ab. Wir fordern die politischen EntscheidungstrĂ€ger*innen auf beiden Seiten des Atlantiks auf, diesen toxischen Deal endlich zu stoppen.
Das Abkommen wird ohne jegliche öffentliche Beteiligung und Kontrolle hinter verschlossenen TĂŒren verhandelt. Sogar die EuropĂ€ische Ombudsfrau hat die mangelnde Transparenz der EuropĂ€ischen Kommission kritisiert. Nun erwĂ€gt die Kommission, den Abstimmungsprozess durch das sogenannte âSplittingâ des Abkommens zu Ă€ndern, um die Vetos einzelner EU-LĂ€nder zu umgehen. Hunderte von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Parlamentarierinnen haben dieses Manöver als Angriff auf demokratische Prozesse verurteilt. Schlimmer noch: Die am meisten betroffenen Gruppen - Arbeiterinnen, Kleinbauern und -bĂ€uerinnen, indigene Gemeinschaften und Frauen - wurden von den Verhandlungen ausgeschlossen, obwohl sie am stĂ€rksten unter den Folgen des Abkommens leiden werden.
Ein giftiges Abkommen fĂŒr Menschen und den Planeten
Dieses Abkommen wird das Ungleichgewicht zwischen dem globalen SĂŒden und dem globalen Norden weiter verschĂ€rfen und neokoloniale Handelsstrukturen aufrechterhalten. Es fördert zerstörerische landwirtschaftliche Modelle, die Kleinbauern und -bĂ€uerinnen und indigene Gemeinschaften verdrĂ€ngen, wĂ€hrend der Export von giftigen Agrochemikalien, selbst solchen, die in der EU verboten sind, vorangetrieben wird. Diese nicht nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken, einschlieĂlich der industriellen Viehzucht, bedrohen die ErnĂ€hrungssouverĂ€nitĂ€t und das Tierwohl in beiden Regionen.
Arbeiter*innen in den Mercosur-LĂ€ndern werden von Arbeitslosigkeit und verschlechterten Arbeitsbedingungen betroffen sein. Frauen werden in diesem Zusammenhang noch mehr verlieren, da sie am stĂ€rksten von der Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen, die durch das Abkommen vorangetrieben werden, betroffen sind. Studien zeigen, dass das Abkommen ernsthafte wirtschaftliche Risiken fĂŒr die LĂ€nder des Mercosur birgt, wo es die Ungleichheit weiter vertiefen und die nachhaltige Entwicklung und (Re-)Industrialisierung behindern wĂŒrde.
Auch die Umwelt wird leiden. Kein Zusatzprotokoll oder Anhang kann die langfristigen SchÀden, die dieses Abkommen verursachen wird, mindern; es handelt sich nur um Greenwashing. Das EU-Mercosur-Abkommen wird die Entwaldung beschleunigen, die Klimakrise verschÀrfen und unsere Regionen weiter von Klimagerechtigkeit entfernen.
Kein Abkommen mit rechtsextremen, die Klimakrise leugnenden PrÀsidenten
Dieses Abkommen wird mit Regierungen verhandelt, die in Argentinien und Paraguay von Leugnern der Klimakrise gefĂŒhrt werden, wĂ€hrend UrwĂ€lder als Folge der massiven Abholzung fĂŒr die Agrarindustrie brennen und Brasilien von beispiellosen DĂŒrren heimgesucht wird.
In Argentinien hat der selbsternannte Anarcho-Kapitalist Javier Milei, ein aktives Mitglied der globalen extremen Rechten, das Land ins Elend gestĂŒrzt. Die Armut ist auf ein beispielloses Niveau gestiegen und grundlegende Rechte werden mit FĂŒĂen getreten. Soziale Proteste werden gewaltsam unterdrĂŒckt, wĂ€hrend mehr als 60% der argentinischen Kinder nicht ausreichend zu essen haben und wesentliche Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheitsversorgung abgebaut werden. Die Kombination von Mileis katastrophaler Politik und diesem veralteten Handelsabkommen ist ein Rezept fĂŒr die Katastrophe.
Geopolitik lÀsst sich nicht mit neokolonialen Handelsabkommen lösen
Politiker*innen, die dieses Abkommen fordern, um den Einfluss Chinas in der Mercosur-Region auszugleichen, sind in einer neoliberalen Freihandelsideologie gefangen, die Konzernprofite ĂŒber das Wohl der Menschen und des Planeten stellt. Die StĂ€rkung der gegenseitigen Beziehungen, die zweifellos notwendig ist, erfordert SolidaritĂ€t, Gerechtigkeit, Kooperation, Nachhaltigkeit und Demokratie â nicht die Vertiefung der Handelsasymmetrien. Dies gilt nicht nur fĂŒr das EU-Mercosur-Abkommen, sondern auch fĂŒr die âmodernisiertenâ Abkommen zwischen der EU und Mexiko sowie der EU und Chile, die gleichermaĂen problematisch sind.
Die Lösung ist klar:
Die politischen EntscheidungstrĂ€ger*innen auf beiden Seiten des Atlantiks mĂŒssen ihre Verpflichtungen in den Bereichen Menschenrechte, Soziales und Klima einhalten und diese toxischen Handelsverhandlungen sofort beenden.
Gerechter Handel ist möglich â auf der Grundlage von SolidaritĂ€t, Demokratie, gegenseitiger Zusammenarbeit und Gleichheit!
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Helmut Selinger stellt in seinem Artikel "Was aus dem Kohlenstoff-Bankrott reicher LĂ€nder folgt" auf Telepolis fest, dass die reichen IndustrielĂ€nder ihre ihnen zustehnenden CO2 Emissionen schon lĂ€ngst aufgebraucht haben. Denn wieviel CO2 ein Land erzeugt lĂ€sst sich sehr zuverlĂ€ssig feststellen und wird auch fĂŒr alle Staaten öffentlich publiziert.
WĂŒrde man das globale CO2-Rest-Budget ab 1990 gerecht auf alle LĂ€nder aufteilen, so ergeben sich leicht Mehr- und Minderverbraucher, die dann ihren Mehrverbrauch durch Zahlungen an die Minderverbraucher auszugleichen hĂ€tten.
Wie die VCD Zeitschrift fairkehr in ihrer letzten Ausgabe feststellte, liegt der "Erdverbrauchstag" fĂŒr Deutschland inzwischen bei Anfang Mai, d.h. Deutschland verbraucht im Jahr 2,9-mal so viel, wie eigentlich verfĂŒgbar ist. Dieser Diebstahl muss den anderen Staaten ersetzt werden.
ZurĂŒck zur Betrachtung von Helmut Selinger, der "nur" die CO2-Erzeugung betrachtet. Danach wurde der CO2-Anteil
fĂŒr die USA bereits im Jahr 1999 komplett aufgebraucht!
fĂŒr Deutschland bereits im Jahr 2005 komplett aufgebraucht!
fĂŒr China das CO2-Rest-Budget seit 1990 im Jahr 2023 aufgebraucht sein.
fĂŒr Indien das CO2-Rest-Budget seit 1990 erst im Jahr 2084 aufgebraucht sein.
Fazit: Wir leben auf Kosten anderer auf der Welt und wollen nicht dafĂŒr aufkommen!
Bei dieser Betrachtung ist die tagtÀgliche Gaseinsparungsdiskussion und die "Alternative" des Kohle-Verbrennens ein Treppenwitz der Geschichte. Eine Lösung kann sich nur in den bei den Klimakonferenzen immer wieder diskutierten und dann verschobenen CO2-Ausgleichszahlungen liegen. Nur ökonomischer Druck kann die Industriestaaten zum Handeln zwingen.
Diese versuchen den Preis und vor allem das Inkrafttreten solcher Zahlungen nach hinten zu schieben und vergessen dabei, dass jede Verzögerung ungleich höhere Kosten durch DĂŒrre, Feuer, Starkregen und andere "Wetterereignisse" erzeugt. Telepolis zĂ€hlt die diskutierten Preisvorstellungen so auf:
Das Umweltbundesamt (UBA) z.B. empfiehlt, Schadenskosten von 195 Euro pro Tonne CO2 (in Preisen von 2020) anzusetzen.
Im Report der High-level-Commission on Carbon Pricing unter der Leitung von Nikolas Stern und Josef Stiglitz wird ein CO2-Preis von 50 bis 100 Dollar pro Tonne genannt.
Der Klimaökonom am Potsdam-Institut fĂŒr Klimafolgenforschung Otmar Edenhofer schĂ€tzt, dass der CO2-Preis ungefĂ€hr drei bis vier Mal so hoch sein mĂŒsste â d.h. 130 bis 350 Euro pro Tonne â, um das ambitioniertere Klimaziel von 1,5 Grad zu erreichen.
Selbst wenn man die "gĂŒnstigen" CO2 Preisvorstellungen von EU und USA annimmt, so hĂ€tten die USA eine akkumulierte Klimaschuld von bisher insgesamt circa sieben Billionen Dollar angehĂ€uft und mĂŒssten jĂ€hrlich ungefĂ€hr 270 Milliarden Dollar in den Klimafond fĂŒr die Minderverbraucher einzahlen.
Dann sollten die Vereinten Nationen (UN) langsam ihre Schuldeneintreiber losschicken ...
Mehr dazu bei https://www.heise.de/tp/features/Was-aus-dem-Kohlenstoff-Bankrott-reicher-Laender-folgt-7191334.html
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3oP
Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/8094-20220728-deutschland-ist-seit-2005-co2-insolvent.htm
#EU #Indien #Freihandel: Was #Europa davon hat
Zölle, MĂ€rkte, Strategie - wie der neue Handelsdeal mit Indien Europas Wirtschaft verĂ€ndern könnte â verstĂ€ndlich erklĂ€rt.
Die US-Regierung strebt an, ein neues globales Handelsnetzwerk aufzubauen. Dabei nimmt sie keine RĂŒcksicht auf VerbĂŒndete. Ein Gastbeitrag.
[...]
In weniger als einem Jahr hat die Trump-Regierung eine mehrschichtige Zollbarriere errichtet, die den durchschnittlichen US-Zollsatz auf rund 18 Prozent erhöht â den höchsten Stand seit ĂŒber einem Jahrhundert â und dem globalen Freihandelssystem einen schweren Schlag versetzt hat.
Im Vergleich zu frĂŒheren Zollpolitiken betont die jĂŒngste Runde von Zollerhöhungen insbesondere das Ziel der âWietderbelebung der amerikanischen Fertigungsindustrieâ. Im Pharmasektor beispielsweise werden die USA Zölle von bis zu 100 Prozent auf alle importierten Marken- oder patentierten Arzneimittel erheben, wĂ€hrend auslĂ€ndische Unternehmen, die âProduktionsstĂ€tten in den USA errichtenâ, davon ausgenommen sind.
Diese Zollstruktur geht ĂŒber die traditionelle protektionistische Logik hinaus. Anstatt die Importkosten zu erhöhen, um inlĂ€ndische Produkte wettbewerbsfĂ€higer zu machen, stellt die Trump-Regierung auslĂ€ndische Unternehmen vor die Wahl: Sie können entweder eine Fabrik in den USA bauen oder 100 Prozent Zölle zahlen. Damit greift Trump direkt in die globalen Investitionsentscheidungen multinationaler Unternehmen ein und manipuliert sie, um Kapital und ArbeitsplĂ€tze zurĂŒck in die USA zu holen.
Washington sendet eine klare Botschaft an alle Hightech- und strategischen Industrien: Der kĂŒnftige Zugang zum US-Markt wird weitgehend davon abhĂ€ngen, ob sie ProduktionsstĂ€tten im Land errichten.
Aus theoretischer Sicht weist die Zollpolitik der Trump-Regierung inhĂ€rente WidersprĂŒche auf. Nach Ansicht der US-Regierung trĂ€gt die Anhebung der Zölle dazu bei, schĂ€dliche Handelsdefizite abzubauen, die US-Produktion wiederzubeleben, die RĂŒckfĂŒhrung von Investitionen zu fördern, âunfairenâ AuĂenhandelspraktiken entgegenzuwirken, Hebelwirkung in Handelsverhandlungen zu erzielen und die Einnahmen des Bundes zu erhöhen, um Einkommensteuersenkungen zu finanzieren.
Diese Logik wird jedoch von den etablierten Wirtschaftsforschungsinstituten nicht geteilt. Die wichtigsten westlichen Wirtschaftsinstitute sind sich einig, dass die Zollpolitik der US-Regierung das BIP-Wachstum sowohl in den USA als auch weltweit erheblich beeintrĂ€chtigen wird. Diese Zölle wirken im Wesentlichen wie Steuern fĂŒr amerikanische Verbraucher und Unternehmen, treiben die Inflation im Inland in die Höhe, verringern das BIP-Wachstum und senken die realen Haushaltseinkommen. Die Vorteile fĂŒr die Fertigungsindustrie werden durch die hohen wirtschaftlichen Kosten aufgewogen.
[...]
Noch interessanter ist die Frage, wer tatsĂ€chlich von solch hohen US-Zöllen profitieren wĂŒrde.
WĂ€hrend die Trump-Regierung behauptet, die Interessen der Amerikaner mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu vertreten, wirken Zölle wie Verbrauchssteuern â sie werden letztlich von den Importeuren bezahlt und ĂŒber höhere Preise an die Verbraucher weitergegeben. Haushalte mit niedrigem Einkommen geben einen gröĂeren Teil ihres Einkommens fĂŒr lebensnotwendige GĂŒter aus, von denen viele importiert werden. Gleichzeitig hat die Trump-Regierung die Zolleinnahmen ausdrĂŒcklich mit Einkommensteuersenkungen verknĂŒpft, von denen in erster Linie Haushalte mit hohem Einkommen und Unternehmen profitieren â also diejenigen, die den gröĂten Anteil an der Einkommensteuer leisten.
Diese kombinierten MaĂnahmen schaffen einen fiskalischen Transfermechanismus: Die wirtschaftliche Belastung durch Zölle trifft einkommensschwache Gruppen unverhĂ€ltnismĂ€Ăig stark, wĂ€hrend Steuererleichterungen gröĂtenteils den Wohlhabenden zugutekommen.
Anstatt gemeinsam ĂŒber die Welthandelsorganisation (WTO) gegen die USA vorzugehen, haben die LĂ€nder individuelle âĂberlebensstrategienâ entwickelt, um ihre eigenen Volkswirtschaften angesichts der Verhandlungstaktiken der USA zu schĂŒtzen. Dieser Ansatz des âTeile und herrscheâ hat den Zusammenhalt der VerbĂŒndeten und ihre kollektive Verhandlungsmacht effektiv geschwĂ€cht.
Innerhalb der Regierungsphilosophie und des politischen Systems der Trump-Administration hat die wirtschaftliche Sicherheit ihrer VerbĂŒndeten keine PrioritĂ€t. Wenn es die Innenpolitik erfordert, können selbst die engsten VerbĂŒndeten zu Verhandlungsmasse werden.
Die Handelsstrategie der USA schafft eine neue geopolitische RealitĂ€t. Das nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene westliche BĂŒndnissystem unter FĂŒhrung der USA, das auf âideologischer Konsistenzâ beruhte, nĂ€hert sich seinem Ende. Kernpfeiler wie die transatlantischen Beziehungen, die besonderen Beziehungen zwischen den USA und GroĂbritannien und das BĂŒndnis zwischen den USA und Japan sind bereits erodiert. Eine neue Form des amerikanischen Isolationismus entwickelt sich zum dominierenden auĂenpolitischen Prinzip der Trump-Regierung â ein unumkehrbarer Trend innerhalb des westlichen Blocks.
EU SĂŒdamerika Mercosur: Gute GeschĂ€fte fĂŒr Gauchos, Gourmets
EU SĂŒdamerika Mercosur: Europa und SĂŒdamerika wollen zusammenrĂŒcken. Das Mercosur-Abkommen soll dafĂŒr die Weichen stellen. Auch gegen Widerstand. Landwirte fĂŒrchten allerdings purzelnde Preise und unterschiedliche Sozialstandards. Ăber die Schwierigkeiten mit einem spektakulĂ€ren Pakt.
Von Wolf Achim Wiegand
EU SĂŒdamerika Mercosur â Fotos: KI â Publiziert in FORUM â DasâŠ
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WirtschaftsÂliberale sind in Wahrheit WirtschaftsÂautoritĂ€re
Jacobin-Podcast vom 10.11.2024 von Thomas Zimmermann
https://jacobinpodcast.podigee.io/1011-freiheit-herrschaft-wirtschaft-liberalismus
sind die EU Staaten weiterhin entschlossen das "Frei"-handelsabkommen Mercosur mit den Staaten SĂŒdamerikas abzuschlieĂen. Doch das Abkommen wird die Klimakrise weiter anheizen und das Abkommen gefĂ€hrdet auĂerdem die Menschenrechte in SĂŒdamerika.
Diese Ansicht wird nicht nur von Umweltorganisationen geteilt, sondern jetzt auch durch eine offizielle Stellungnahme der Vereinten Nationen gestĂŒtzt. Im Ergebnis fordert der UN-Menschenrechtsausschuss, das Abkommen grundlegend auf den PrĂŒfstand zu stellen.
Das Umweltinstitut MĂŒnchen e.V. stellt dazu fest:
Das ist ein wichtiger Erfolg im Kampf gegen das zerstörerische Abkommen und hilft, den nötigen Druck auf die verhandelnden Staaten aufzubauen. Dieser Druck ist wichtiger denn je, denn im Dezember wird der brasilianische PrÀsident Lula da Silva in Berlin zu Besuch sein, und beide Seiten erhoffen sich nennenswerte Fortschritte oder sogar den Abschluss der Verhandlungen.
Das EU-Mercosur-Abkommen wĂŒrde ĂŒber 780 Millionen Menschen betreffen und wĂ€re die gröĂte Freihandelszone, die die EU je geschaffen hat. Problematisch daran ist, dass das Abkommen angesichts der heutigen Krisen völlig aus der Zeit gefallen ist: Es wĂŒrde die Produktion von Billigfleisch fördern, zu mehr Handel mit Pestiziden fĂŒhren und Landkonflikte und Vertreibung in SĂŒdamerika verursachen.
In unserem Report zeigen wir auf, wie das Abkommengegen die Rechte auf Selbstbestimmung (Art. 1), Arbeit (Art. 6), gerechte und gĂŒnstige Arbeitsbedingungen (Art. 7) sowie Nahrung (Art. 11) und Gesundheit (Art. 12) des internationalen Pakts ĂŒber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte verstöĂt.
Aufgrund auch des Reports des Umweltinstituts bei der Anhörung im zustÀndigen Ausschuss der UN in Genf veröffentlichte der Ausschuss am 16. September seinen Abschlussbericht und forderte
Eine systematische FolgenabschÀtzung zu den möglichen Auswirkungen von Freihandelsabkommen, insbesondere des Assoziierungsabkommens zwischen der EuropÀischen Union und dem Mercosur, auf die Menschenrechte.
Die Haftbarmachung staatlicher und privater Unternehmen, die gegen die Menschenrechte verstoĂen.
Alle notwendigen MaĂnahmen zu ergreifen, um die Entwaldung zu stoppen, die Umwelt zu schĂŒtzen und die Umweltzerstörung entsprechend zu bekĂ€mpfen.
MaĂnahmen zum Schutz des Trinkwassers vor PestizidrĂŒckstĂ€nden und fĂŒr die Erschwinglichkeit von sauberem Trinkwasser.
Die Durchsetzung des Verbots bestimmter Pestizide, insbesondere derjenigen, die in anderen Regionen der Welt verboten sind, und einschlieĂlich der Pestizide auf Glyphosatbasis, die von der Internationalen Agentur fĂŒr Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestuft werden.
Diese Position der Vereinten Nationen wertet das Umweltinstitut als einen riesigen Erfolg im Kampf gegen das Freihandelsabkommen.
Mehr dazu bei https://umweltinstitut.org/welt-und-handel/meldungen/erfolg-vor-den-vereinten-nationen-ausschuss-fordert-ueberpruefung-von-mercosur-abkommen/
und https://www.telepolis.de/features/Globales-Wasserchaos-Alarmierende-Prognosen-angesichts-Erderhitzung-9337855.html
und https://www.telepolis.de/features/Duerre-in-Spanien-Europas-Obst-und-Gemuesegarten-vertrocknet-9338070.html
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3wQ
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