Warum Drogen illegal bleiben mĂŒssen
Zu aller erst sei einmal darauf hingewiesen, dass der GroĂteil aller Drogen legal sind. Definiert man Drogen nach ihrer IllegalitĂ€t, ĂŒbersieht man die pharmakologischen Tatsachen, wie beispielsweiĂe das englische Wort âdrugâ, die französische Herkunft des Begriffs (âgetrocknete Pflanzeâ) und die historische Verwendung (LegalitĂ€t und LegitimitĂ€t) vieler der heute verbotenen Drogen. Das Wort Droge selbst ist ein zukunftsabhĂ€ngiger Begriff. Er dissoziiert völlig in der zukĂŒnftigen Kultur und neigt heute dazu, mehr âassoziativâ als âdefinitivâ zu sein. Und so wie der Ausdruck Droge ein Werkzeug ist, welches jeder auf seine Weise gebraucht, um unterschiedlichen Arbeiten nachzugehen, ist die sogenannte IllegalitĂ€t ein Mittel, etwas âZu-beschreibendesâ zu besprechen. Ohne uns allzu sehr der populĂ€ren Paranoia hinzugeben, Politiker missbrauchten Sprache, was in Wirklichkeit ein Hilfeschrei nach Aufmerksamkeit ist, insbesondere in der Form selbst politisch zu sein zu wollen, wollen wir einmal versuchen, die Politik in ein geheimnisvolles Licht zu rĂŒcken. Wer weiĂ, ob âillegale Drogenâ nicht bestimmte Drogen propagieren? Wer sagt, IllegalitĂ€t sei dazu da, zu verbieten und zu kriminalisieren, was im Prinzip harmlos ist? WĂ€re es nicht ebenso möglich, dass es sich bei dieser IllegalitĂ€t um eine Art Training zum zweischneidigen Menschen handelt? Die Regierung und der Staat sind schlieĂlich Erde. Was solche irdische Exekutive auch bedeutet, sie trĂ€gt einen irdischen Sinn, weil sie wie alles Irdische stirbt. Abgesehen von schlechtem Karma, sind viele Polizeigeschichten demnach weltliche Gerechtigkeit. Nur worin lag die Schuld? Vielleicht ersetzt die DrogenillegalitĂ€t einen Bereich des Lebens, der zutiefst unethisch ist, aber nicht verurteilt werden kann. Man sollte sich diese Fragen auf der Zunge zergehen lassen, denn es ist nicht vollstĂ€ndig klar, welche Schuld gesĂŒhnt wird, wenn man ein Kilogramm HanfblĂŒten besitzt. OberflĂ€chlich erscheint natĂŒrlich die wirtschaftliche Schuld einleuchtend. Da der Dealer aber ebenso Steuern zahlen könnte, bleibt dieser Punkt, was die eigentliche Schuld angeht, offen. Am Ende â und das will dieser Text vor allem deutlich machen â könnte die IllegalitĂ€t von Drogen im Grunde Verrat und Identifikation bestrafen. Angesichts anderer Strafen, also die eigentlichen Ursachen des schlechten Karmas, sowie die Schuld, offensichtlich die Identifikation mit Arzneistoffen zu propagieren, dĂŒrfte es wahrscheinlich sein, dass wir praktisch mit Drogen-VerstoĂ eine âlegaleâ Unsittlichkeit ahnden. Zum Leid aller Beteiligten, wissen manche Polizisten nicht, wann diese Strafe eingesetzt werden muss. Die aller wenigsten haben keine Drogen bei sich oder zu Hause, weshalb eine IllegalitĂ€t wie diese kafkaesk ist. Legal wĂ€ren demnach nur eine kleine und fromme Gruppe, der ein Leben wie im Ponyhof vergönnt ist. Gewiss braucht man keine Drogen, aber sie vielfĂ€ltig zu besitzen macht die WĂŒrze revolutionĂ€rer Leben aus. Eine Polizei oder ein Rechtsstaat handeln Ă€uĂerst suizidal und heuchlerisch, wenn sie abgesehen vom Geld, wegen Substanzen aktiv werden. Sollten EinsĂ€tze nicht nur zur AufklĂ€rung stattfinden, versagen sie sich jegliche GlaubwĂŒrdigkeit und machen Vergebung fĂ€llig, denn es ist bislang nicht dokumentiert, wie das Individuum die meisten illegalen Drogen fĂŒr sich nutzbar macht. Neben legalen Drogen und den Lebensmitteln die uns umgeben wĂ€re es eine Farce des Polizisten, ĂŒberheblich so zu argumentieren, dass illegale Drogen die einzigen feindseligen Sachen unserer Kultur sind. Ihre Bekanntheit beweist eher das Gegenteil von Fremdheit. Wir sterben weit eher an anderen Sachen, die das System uns vorsetzt. In der WidersprĂŒchlichkeit der Thematik sticht als friedliche Lösung jene Betrachtung hervor, das Konzept der Polizei trainiert uns, illegale Drogen geheim zu halten. Das Geheimnis, nicht der Verrat, steht hier im Vordergrund. Drogen sollen illegal bleiben, damit sie geheim bleiben und Besitzer Menschen sind, die ein solches Geheimnis fĂŒr sich behalten können.



















