Gralsbewegung
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Die Gralsbewegung ist eine freie, überkonfessionelle Gesinnungsgemeinschaft. Sie hat ihren Ursprung im Jahre 1927, als sich zahlreiche Menschen zusammenschlossen und sich gemeinsam um ein Leben im Sinne des Werkes “Im Lichte der Wahrheit - Gralsbotschaft” von Abd-ru-shin bemühten. In der Gralsbewegung streben die Menschen nach einer Lebensgestaltung, entsprechend des im Werk beschriebenen Schöpfungswissens. Diese freien Zusammenschlüsse bilden letztlich die Grundlage, um gemeinsam Andachten abzuhalten, die regelmäßig an Sonn- und Feiertagen für versiegelte Bekenner, aber auch für Interessierte veranstaltet wurden. Neben den Andachten zählen zu den zentralen Anliegen der Gralsbewegung in Deutschland unter anderem auch die Förderung von Vortragsveranstaltungen, Gesprächsabenden, Lesungen, Kinder- und Jugendveranstaltungen, Seminaren, Konzerten und Kunstausstellungen. Insbesondere dienen diese Veranstaltungen dazu, über das ideelle Gedankengut der Gralsbotschaft zu informieren und persönliche Gedanken auszutauschen. Abd-ru-shin beabsichtigte zu keiner Zeit eine neue Kirche oder Religion zu gründen, sondern richtet sich mit seiner Botschaft an jeden einzelnen Menschen. Nach seinem Verständnis muss jeder Mensch selbst durch sein eigenes Bemühen zu der notwendigen Erkenntnis gelangen. Ebenso ist die Gralsbewegung keine rechtliche Organisation, sondern ein Oberbegriff für die verschiedensten Bestrebungen im Zusammenhang mit der Gralsbotschaft. Zentrale Aufgabe der Gralsbewegung ist es, das Wissen der Gralsbotschaft zu überbringen und es in allen Lebensbereichen umzusetzen. Abd-ru-shin lehnte es stets ab, sich selbst als Teil der Bewegung oder gar als ihr Leiter anzusehen. Dies tat er aus der Überzeugung, nur auf diese Weise in jeglicher Hinsicht frei bleiben zu können. Das organisatorische Gerüst der Gralsbewegung bilden die Gralskreise, von denen es in Deutschland mittlerweile 25 gibt. Für die Personen in den Gralskreisen dient Abd-ru-shins Werk “Im Lichte der Wahrheit” als zentrale Lebensgrundlage. Die Aufgaben der Gralsbewegung zu koordinieren und zu erfüllen, obliegt dabei den jeweiligen Leitern der Gralskreise. Getragen werden die Gralskreise durch freiwillige Spenden und das Engagement ihrer zugehörigen Menschen. Die Gralsbotschaft ist ein überkonfessionelles Werk, das sich an die Einzelperson richtet, um ihr einen Weg zur Gottes-, Welt- und Selbsterkenntnis zu weisen. Bekennt sich jemand zur Gralsbotschaft, wird dies als eine persönliche Entscheidung angesehen und führt nicht zu einer automatischen Bindung an die Gralsbewegung. Ebenso wird nicht nach einer etwaigen Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft gefragt, noch ergeben sich für die Menschen in den Gralskreisen Rechte oder Pflichten. Heute leben in Deutschland über 3.000 versiegelte Bekenner der Gralsbotschaft, wobei der Leser- und Förderkreis allerdings noch erheblich größer ist. Auch auf internationaler Ebene gibt es eine Gralsbewegung, bei der es sich ebenfalls um eine freie, überkonfessionelle Gesinnungsgemeinschaft handelt.