DROGEN: "Pepper High" â Wenn scharfes Essen "berauschend" wirkt
Pepper High: Wenn scharfes Essen berauschend wirkt | Die Ratgeber (12.03.2023, Video: 4 Min) â Hessischer Rundfunk.
Video-Beschreibung:
Essen Sie gerne scharf? Das soll ja bekanntlich gesund sein. Aber wussten Sie auch, dass scharfes Essen glĂŒcklich machen und sogar "berauschend" auf uns wirken kann? Gemeint ist damit der "Pepper High"-Effekt. Wir sprechen darĂŒber.
Zusammenfassung â Die Wirkung und Beliebtheit von Chili:
Chili, scharfe FrĂŒchte der Gattung 'Paprika' (Capsicum) aus der Familie der 'NachtschattengewĂ€chse' (Solanaceae), werden oft als Symbol fĂŒr SchĂ€rfe angesehen und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit in der KĂŒche. Besonders vegetarische Gerichte profitieren von der SchĂ€rfe der Chilischoten.
Beliebtheit von Chili: Chili in unterschiedlichen Farben, GröĂen und SchĂ€rfegraden werden hĂ€ufig verwendet.
Wirkstoffe: Der Hauptbestandteil, der die SchĂ€rfe verursacht, ist Capsaicin, das sich in den ZellwĂ€nden der Chilischoten befindet. Der schĂ€rfste Teil ist die Plazenta (lat. placenta 'Kuchen', dt. auch Mutterkuchen oder âFruchtkuchenâ).
Schmerzempfinden: SchÀrfe wird als Schmerz wahrgenommen, Àhnlich wie bei einer Verbrennung. Dieser Schmerz aktiviert die Opioid-Rezeptoren, die Signale an das Gehirn senden.
EndorphinausschĂŒttung: Viele Menschen genieĂen den âSchĂ€rfeschmerzâ, weil das Gehirn Endorphine (körpereigene Opioid-Peptide; bzw. Morphin, 'ein vom Körper selbst produziertes Opioid') ausschĂŒttet, die schmerzlindernd wirken. Dieser Effekt wird als âPepper Highâ bezeichnet.
Ursprung der Chili: Die Chili-Pflanze stammt ursprĂŒnglich aus SĂŒdamerika und wird dort seit ĂŒber 3000 Jahren angebaut. Columbus brachte sie nach Spanien, von wo aus sie sich weltweit verbreitete.
Scoville-Skala: Die SchĂ€rfe von Chili wird auf der Scoville-Skala gemessen, die von 0 bis 16 Millionen reicht. Der Scoville-Wert gibt an, wie viel Milliliter Wasser es brĂ€uchte, um die SchĂ€rfe aufzuheben. Eine grĂŒne Chili hat etwa 500 Scoville, wĂ€hrend scharfe SoĂen bis zu 1,6 Millionen erreichen können.
Hilfe bei SchĂ€rfe: Bei ĂŒbermĂ€Ăigem SchĂ€rfeempfinden hilft fettige Nahrung zur Neutralisierung, wĂ€hrend wasserhaltige Mittel die SchĂ€rfe unter UmstĂ€nden verschlimmern können.
Scharfes Essen ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern kann auch die Stimmung heben und Freude bereiten. Es ist jedoch wichtig, die SchÀrfe richtig zu dosieren.
Anmerkungen:
Aufgrund seiner Wirkung auf das körpereigene Opioid-Zentrum von Individuen kann Chili im Prinzip als berauschende, psychoaktive Droge beschrieben werden.
Spanischer Pfeffer (Capsicum annuum), Peperoni, Peperoncini oder Pfefferoni stammen ebenfalls von der Gattung 'Paprika' (Capsicum) ab und können mitunter Drogen-typische Stimmungen wie beim Chili auslösen. Und auch Senf, Rettich oder gĂ€ngiger Pfeffer können wohlmöglich zur AusschĂŒttung von Endorphinen und damit zu Ă€hnlichen Effekten fĂŒhren.
Siehe auch:
Endorphine â Verhaltensweisen, die zur AusschĂŒttung von Endorphinen fĂŒhren | Zitat: "Verzehr scharfer GewĂŒrze (sogenanntes Pepper high, etwa bei Chili (Capsaicinoide), Senf, Rettichen oder Pfeffer" â Drogen-Wiki (Fandom).
NachtschattengewĂ€chse â Tropanalkaloide: Die psychoaktiven Wirkprinzipien (22.10.2018 â Schamanenpflanzen & Schamanismus) | Zitat: "Ebenfalls ein Alkaloid ist das in Capsicum-Arten vorkommende Capsaicin, das den Chilis ihre SchĂ€rfe verleiht und sich pharmakodynamisch durch eine Freisetzung euphorisierender und schmerzlindernder Neuropeptide auszeichnet" â Hanf Magazin.
Klone:
Pepper High: Wenn scharfes Essen berauschend wirkt | Die Ratgeber (Video: 4 Min) â Hessischer Rundfunk â Reddit.
Erstellt am: 18. Jul. 2026, Bearbeitet: 18. Jul. 2026.
Stichworte: Drogen, Droge, Psychoaktiv; Chili, Peperoni, Paprika, Pfeffer; Pepper-High, Rausch, Rauschwirkung, Scharf, SchÀrfe; Opioide, Morphin.









