Sitz allein daheim, guck immer zu ins Handy rein.
Ob bei Regen oder Sonnenschein, lieg im Bett, kalt wie Stein.
Ich warte darauf, dass eine Nachricht erscheint im Verlauf.
Egal ob gut oder mies, ist es deine, bin ich im Paradies.
Überhand nimmt die Angst vor Verlust, jegliche Info ermittelt, voller Frust.
Erledigt die Eifersucht den Rest, blinder Hass und Verstand zersetzt.
Je mehr ich recherchier, hab´ ich fremde Weiber im Visier.
Vergleiche Daten, Orte, alles endet in Wiederworte.
Falscher Alarm und mein Verhalten erfüllt mich mit Scham.
Treibe dich fort, so haben Ängste und Sucht das Herz gechlort.
Ausgeblichen und verwaschen, folgt es nur noch Maschen.
Der wiederkehrende Teufelskreis, das Letzte stück Herz zerreißt.
Geh nicht, urteile nicht, bleib, ich brauche Zeit, nicht den Streit, ein kaputtes Weib, süchtig nach deiner Anwesenheit.
Benommen und versonnen , nichts war ausgesponnen, lieg´ wieder in deinem Arm, vorbei der Wahn und nicht mehr einsam.
Immer Heimatlos, mein Leben ein tobender Ozean, doch du bist mein Floß.
Sicher vor Sturm und Gefahr, der Himmel klar.
Vertreibe Unwetter in mir und bleib auf ewig hier, gib acht bevor ich erfrier.