A city traffic engineer credits the success to lower speed limits and smarter design.
Helsinki ist eine Großstadt mit etwa 640.000 Einwohnern. Trotzdem gab es im Jahr 2024 nicht einen einzigen Verkehrstoten - dank einer guten Verkehrsplanung.

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NT by ucreutz Via Flickr: 7511
Ein aufmerksamer Passant erkannte den medizinischen Notfall der Fahrerin, befreite sie umgehend und leistete Erste Hilfe.
Ansichtskarte
90 Jahre Straßenbahn Frankfurt (Oder) Neubaustrecke Neuberesinchen zwischen den Haltestellen Leninallee und Wintergarten
Reichenbach (Vogtl): BILD UND HEIMAT REICHENBACH (VOGTL) Verlag für Ansichtskarten und Kalender (A 1/B 75/88 Z So 1573/14 K)
Foto: Reichenbach, Plauen
1988
"chaos" | Munich December 2021

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“vorbeigefahren” / “passed by” / Rome / Italy / julialametta
18. Oktober 2021 (Wiedervorlage 2041)
Ja, jetzt ist das langweilig: Das Auto als bestimmendes Merkmal im öffentlichen Raum
Im Techniktagebuch-Chat diskutieren wir über ein Foto aus dem London von 1975, das auf Twitter die Runde macht, und stellen fest: Aus dem Alltags-Straßenbild von heute, 2021, gibt es viel zu wenig Bilder, die spätere Generationen mit ihrem Straßenbild vergleichen können. Vor allem, was das bestimmende Merkmal des öffentlichen Raums in dieser Zeit angeht: Das Auto (nur eher zufällig entdeckt man auf Fotos aus den 1960-er Jahren, wie wenig Kraftfahrzeuge damals in den Straßen standen).
Auch hier gilt natürlich das Techniktagebuch-Motto: Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in 20 Jahren! Deshalb ein schneller Blick auf die Straße – am besten im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Denn dieser Großstadtbezirk bündelt (mir scheint, exemplarisch bundesweit) den aktuellen Streit um die Nutzung des öffentlichen Raumes: Hier leben viele Menschen auf engem Raum, und um so schärfer stellt sich die Frage, wie viel Platz dem Auto nach Jahrzehnten der Priorisierung gerade in belebten Stadtquartieren noch zugestanden werden soll, wie viel Platz nehmen künftig Fußgänger und Radfahrer für sich in Anspruch? Außerdem wird dieser Berliner Bezirk seit Jahren von einer Verwaltung unter Führung der Grünen regiert. Und im westlichen Teil, also in Kreuzberg, läuft der umstrittene Versuch, den motorisierten Individualverkehr zu Gunsten vor allem des Fahrradverkehrs zurückzudrängen.
Noch etwas kommt hinzu: Autos nehmen, gerade in den Innenstädten, nicht nur Straßen zum Fahren in Anspruch, sondern ebenso Stellfläche. Und das eben um so mehr, je dichter die Besiedlung ist.
Ein kurzer Spaziergang durch Kreuzberg von der Graefestraße als östlichstem Punkt bis zum Mehringdamm weiter westlich, hier auf der Karte nachzuvollziehen – jeder Marker steht für eine Fotoposition:
Zunächst die Graefestraße, südlicher Teil, mit Blick in Richtung Süden zur Hasenheide:
Die Fichtestraße, wie die Graefestraße eine ruhige Wohnstraße:
Und, als Beispiel für die von der Bezirksverwaltung angestrebte Veränderung, die Körtestraße: Die wurde nicht nur zur Fahrradstraße erklärt. Als diese Umwidmung schlicht ignoriert (und einmal fast die Bezirksbürgermeisterin von einem Auto umgefahren) wurde, platzierte die Verwaltung einfach einen - versenkbaren - Poller in der Mitte der Körtestraße.
Noch deutlicher sichtbar sind die Veränderungen in der Bergmannstraße. In deren ruhigerem östlichen Teil, gesäumt von Friedhöfen, wurde kurzerhand bisheriger Parkraum für Kraftfahrzeuge zum Parkraum für Fahrräder umgebaut.
(Dass diese so genannten Kreuzberger Bügel vor einem Schulgebäude alle leer stehen, liegt schlicht daran, dass zum Zeitpunkt der Aufnahme Herbstferien in Berlin waren).
Die Alternative zum Auto soll übrigens, wie in vielen Großstädten, nicht allein das Fahrrad sein...
Noch ein bisschen weiter ging die Verwaltung im westlichen Teil der Bergmannstraße – nach Jahren des (nicht billigen) Rumprobierens mit verschiedenen Formen von Verkehrsberuhigung und Beschränkung des Autoverkehrs. Derzeit aktuell: Ein Teil der Bergmannstraße ist sauber aufgeteilt. Neben den Fußwegen auf beiden Seiten eine zweispurige Verkehrsführung für Radfahrer und eine Spur, als Einbahnstraße, für den Kraftfahrzeugverkehr.
Langfristig, so die Ankündigung, soll der Autoverkehr ganz aus diesem Teil der Bergmannstraße verbannt werden. Was tatsächlich in den nächsten Jahren passiert, ist natürlich allein eine politische Frage.
Und am Ende dieser (von Gegnern gern als Bullerbü-Zone geschmähten) Verkehrsberuhigung: Der ganz normale Berliner Straßenverkehr auf dem Mehringdamm.
Wir schauen uns das in, na sagen wir zehn Jahren noch mal an. Aber auf jeden Fall 2041.
(Alle Lichtbilder v.Verf., und weil mir Fotos hier oft unscharf erscheinen, gibt es sie auch auf Flickr. Karte: OpenStreetMap)
(Thomas Wiegold)
ÖBB, S45, Wien-Hernals