ich arbeite (noch, aber nicht mehr lange und das ist gut) fßr ein Üffentlich-rechtliches format, das vll angestaubt und voyeuristisch ist, aber gleichzeitig auch jahrelang fßr eine weitung des blicks und horizonts stand. ein kern des formats war immer auch, menschen mit lebensentwßrfen oder auch identitäten eine bßhne fßr ihre perspektive und geschichte zu geben, die man vielleicht auf den ersten blick vorschnell in schubladen stecken wßrde um bei näherem hinhÜren dann deren menschlichkeit und das, was uns alle verbindet, in ihnen zu erkennen.
seit geraumer zeit merken wir, dass unsere zuschauenden sich immer häufiger weigern, ihre herzen zu Üffnen, wenn jemand andere entscheidungen fällt oder verhaltensweisen an den tag legt als man selbst. stattdessen wird verurteilt und abgelehnt, wenn es unbequem wird fßr den eigenen sehr engen moralischen kompass. das gilt vor allem fßr sexualität, vorstellungen von partnerschaft, die an die eigenen selbstgebauten pseudo-moralischen gefängnisse erinnern. und es gilt auch häufig fßr frauen, die sich aus einengenden rollenbildern lÜsen und sich nehmen was sie begehren...auch was gerechtigkeit oder ihren platz in ihrer gemeinschaft angeht.
ich habe keine pointe. nur, dass es mich traurig macht. umso wichtiger sind solche formate natßrlich (wenn sie nicht zum voyeuristisch geprägten wÜchentlichen abwärtsvergleichritual werden).
ich frage mich ob empathie/mitgefĂźhl bei manchen menschen einfach aufgebraucht ist (aus ihrer sicht).furchtbar.














