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Akku leer, Smartphone vergessen, kein Netz: Nomophobie ist die Panik davor, ohne sein Handy zu sein. Was man tun kann.
No Mo(bile) Pho(ne) - Phobia
Handysucht
https://www.focus.de/regional/hamburg/hamburg-kinder-demo-auf-st-pauli-emil-7-sagt-handys-den-kampf-an_id_9474341.html
https://www.mopo.de/hamburg/kinder-demo-auf-st--pauli-emil--7--sagt-handys-den-kampf-an-31150804
https://www.mopo.de/hamburg/-flugmodus-an--ich-bin-dran---emils-kinder-demo-gegen-den-handykosum-31236160
https://www.mopo.de/hamburg/demo-in-hamburg-emil-sagt-den-handys-den-kampf-an-31236272?originalReferrer=https://www.qwant.com
Emil sagt Handies den Kampf an ! Â
Emil (7) aus Eppendorf ist genervt davon, daĂ Erwachsene stĂ€ndig aufs Handy schauen. Nun organisiert er eine Kinder-Demo dagegen.                  Â
Samstag, 25.08.2018, 12:04 Â Â Â Â Â Â
Der kleine Emil liebt seine Eltern ĂŒber alles. Nur eins nervt den SiebenjĂ€hrigen sehr: daĂ Papa stĂ€ndig auf sein Smartphone guckt. Deshalb hat der SchĂŒler aus Eppendorf nun eine Demo organisiert. Das Motto: âSpielt mit MIR ! Nicht mit euren Handys.â
Die Polizei hat die Kinder-Demo durch St. Pauli bereits genehmigt. Am 8. September ab 11 Uhr zieht Emil mit seinen Freunden und gleichgesinnten Mini-Demokratie-Einsteigern von der GrĂŒnflĂ€che zwischen MarktstraĂe und ĂlmĂŒhle ĂŒber den Neuen Kamp, das Schulterblatt und die EimsbĂŒtteler Chaussee bis zum Spielplatz am Lindenpark.
âIch will am Anfang eine Rede haltenâ, hat Emil sich vorgenommen. Das hat er von seiner Tante gelernt. Die hatte im Mai auf der ersten Demo, die Emil jemals besucht hat, zum Megafon gegriffen. Was das fĂŒr eine Demo war, weiĂ Emil nicht mehr so genau: âIch glaube gegen Nazisâ, sagt er verschmitzt. Gelernt hat Emil dort auf jeden Fall, daĂ man etwas bewegen kann.
Als er kurze Zeit nach der Demo mit seinem Vater U-Bahn fuhr, fiel ihm auf, daĂ alle erwachsenen Passagiere auf ihr Handy starrten â auch sein Papa. âIch habâ ihn etwas gefragt, aber er hat gar nicht reagiertâ, empört sich Emil.
Zu Hause fragte er seine Mutter: âKann ich auch eine Demo machen, daĂ die Leute nicht so viel auf ihr Handy gucken?â Die Eltern, beide Ărzte, freuten sich ĂŒber das Engagement des Sohnes und halfen ihm dabei, die Demo anzumelden â auch wenn sie selbst damit irgendwie in den Fokus der Kritik geraten.
âWir sind keine ,Smombiesââ, sagt Mutter Lisa Rustige und meint Leute, die ihren Blick gar nicht mehr abwenden können vom Smartphone. âAber wir checken mehrmals tĂ€glich berufliche E-Mails, WhatsApp, Facebook und lesen âSpiegel Onlineâ. FĂŒr Emil ist das zu viel. Das ist nun mal seine Wahrnehmung.â Und die nehmen die Eltern ernst.
âHandys stören mein Leben!â
âHandys stören mein Leben!â, schimpft Emil. âDauernd ruft jemand an, egal ob wir gerade essen oder spielen. Ich finde, die Erwachsenen könnten auch auflegen und spĂ€ter zurĂŒckrufen. Oder abends Nachrichten verschicken, wenn wir schlafen!â
Ohne es zu ahnen, trifft der SiebenjĂ€hrige mit seiner Kritik einen Nerv unserer Zeit. Nicht nur viele Kinder, denen die Zuwendung ihrer Eltern fehlt, wĂŒrden ihm beipflichten. Auch Psychologen oder KinderĂ€rzte warnen, daĂ die Kleinen mit hormonellem Stress reagieren, wenn ihre Eltern nicht auf ihren Blickkontakt reagieren. Kinder fĂŒhlen sich dadurch miĂachtet und reagieren mit Wut. Die Folge können VerhaltensauffĂ€lligkeiten und HyperaktivitĂ€t sein.
Ebenso warnen ganze Berufsgruppen, die fĂŒr die Sicherheit der Kleinsten zustĂ€ndig sind â von Bademeistern bis zu Verkehrspolizisten â immer wieder vor der erhöhten Unfallgefahr durch Handy-Ablenkung. Im Juli muĂten drei Kinder in Hamburger SchwimmbĂ€dern reanimiert werden, weil die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hatten.
Neun von zehn Aufsichtspersonen sind abgelenkt
Eine österreichische Studie belegt: Seit 2008 haben sich die UnfĂ€lle auf SpielplĂ€tzen verdoppelt, bei Kindern unter fĂŒnf Jahren sogar verdreifacht. DaĂ der Grund auch Smartphones sind, liegt nahe: Neun von zehn Aufsichtspersonen sind auf dem Spielplatz abgelenkt, meist durch Handy-AktivitĂ€ten. Der Kreis Pinneberg hat deshalb eine Kampagne mit Plakaten gestartet, auf denen ein Vater mit Handy neben seinem schaukelnden Sohn zu sehen ist. Der Aufdruck: âHeute schon mit Ihrem Kind gespielt?â
Deshalb hofft Emil auf viele Teilnehmer fĂŒr seine Demo. âIch fĂ€ndâs schön, wenn 200 kĂ€men. Oder mehrâ, sagt er. Seine Mutter hat die Einladung zur Demo auf emilgehtaufdiestrasse.de veröffentlicht â ausgerechnet bei Facebook. âAnders geht es wohl nichtâ, sagt Emil ein wenig zerknirscht.
Dieser Artikel wurde verfaĂt von Nina Gessner
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https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
Zombie-Apokalypse !!!
(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
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Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit
In "Lebensphilosophie"
Allein in Komastadt
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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Das "Handy" ist deutlich ĂŒberbewertet
Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, auĂer telefonieren. Allein das Wort "Handy" da kriege ich so'n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsĂ€chsischen Sprachvergewaltigung. Das heiĂt Cellphone oder Mobilephone, ihrâŠ
In "Leben"
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit
In "Lebensphilosophie"
Allein in Komastadt
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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"Phubbing" oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
In "Internet"
Das "Handy" ist deutlich ĂŒberbewertet
Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, auĂer telefonieren. Allein das Wort "Handy" da kriege ich so'n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsĂ€chsischen Sprachvergewaltigung. Das heiĂt Cellphone oder Mobilephone, ihrâŠ
In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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In "Lebensphilosophie"
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Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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In "Leben"
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
Ăhnliche BeitrĂ€ge
Die Zombisierung der Menschheit
In "Lebensphilosophie"
Allein in Komastadt
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
Verwandte BeitrÀge:
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Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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"Phubbing" oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
In "Internet"
Das "Handy" ist deutlich ĂŒberbewertet
Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, auĂer telefonieren. Allein das Wort "Handy" da kriege ich so'n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsĂ€chsischen Sprachvergewaltigung. Das heiĂt Cellphone oder Mobilephone, ihrâŠ
In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit
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Allein in Komastadt
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
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Die Zombisierung der Menschheit
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Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
In "Internet"
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
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https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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"Phubbing" oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
In "Internet"
Das "Handy" ist deutlich ĂŒberbewertet
Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, auĂer telefonieren. Allein das Wort "Handy" da kriege ich so'n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsĂ€chsischen Sprachvergewaltigung. Das heiĂt Cellphone oder Mobilephone, ihrâŠ
In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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Die Zombisierung der Menschheit
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In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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In "Leben"
https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/04/21/allein-in-komastadt/#more-19032
Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
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Die Zombisierung der Menschheit
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Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein ProblemâŠ
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Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
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Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
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I forgot my phone
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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"Phubbing" oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
In "Internet"
Das "Handy" ist deutlich ĂŒberbewertet
Das Handy ist das Vielzwecktaschenmesser des 21.Jahrhunderts. Von den Vertreibern wird es als eierlegende Wollmilchsau angepriesen. Man kann fast alles damit machen, nur nichts richtig gut, auĂer telefonieren. Allein das Wort "Handy" da kriege ich so'n Hals! Wieder so ein Produkt der angelsĂ€chsischen Sprachvergewaltigung. Das heiĂt Cellphone oder Mobilephone, ihrâŠ
In "Leben"
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2013/12/15/phubbing-oder-warum-die-smartphone-manie-den-menschen-um-drei-evolutionsschritte-zuruckwirft/
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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In "Internet"
Lebst Du noch oder bist Du schon ein Smartphone-Zombie?
In "Internet"
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
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https://tomswochenschau.wordpress.com/2014/11/19/die-zombisierung-der-menschheit/
Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
19. November 2014
von
tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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(un)tragbare Arbeits-Entwertungs-GerÀtchen und digitaler Autismus.
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
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21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
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Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft â TOMS WELLENLĂNGE
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15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
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tom
Die Zombisierung der Menschheit
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
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Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
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Die Zombisierung der Menschheit â TOMS WELLENLĂNGE
Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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Allein in Komastadt â TOMS WELLENLĂNGE
Science Fiction (?) Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte.tomswochenschau.wordpress.com
TOMS WELLENLĂNGE ~
21. April 2013
von
tom
Allein in Komastadt
Science Fiction (?)
Zweimal falsch abgebogen, dann die Orientierung verloren, schlieĂlich hoffnungslos verlaufen. Ich, allein, fern von zu Hause, wo mein vergessenes Handy lag. Ich, der die Beschaulichkeit lĂ€ndlicher Idylle liebte, in der fremden hektischen GroĂstadt, mitten auf einem riesigen Platz, der vermutlich das Zentrum darstellte. Das sollte kein Problem sein, da waren ja so viele Menschen, die ich nach dem Weg fragen konnte. Hilfesuchend sah ich mich um. Die nette junge Dame dort könnte ich fragen. Als ich mich nĂ€herte, um mich von ihr auf den richtigen Pfad leiten zu lassen, sah ich dass sie durch ihre Ohrhörer akustisch von ihrer Umwelt entkoppelt war. Ich wechselte die Richtung, blickte mich um. âDer junge Mann, der da drĂŒben bequem auf der Bank im Schatten eines Hagebuttenbeerbaumes herumlĂŒmmelte, könnte mir vielleicht den Weg weisenâ dachte ich.
Doch er war extrem vertieft in seinem Smartphone. Die Höflichkeit gebot es mir ihn nicht aus seiner Welt zu reiĂen. Um aus seiner Sicht angemessen mit ihm zu interagieren, mĂŒsste ich vermutlich erst herausfinden in welchem sozialen Netzwerk er ârumhing, damit ich  ihn dann dort kontaktieren konnte. Eine Bank weiter saĂ ein vernetzter, ebenfalls vom kĂŒhlenden Schatten des Hagebuttebeerbaums profitierender, HaiwaiihemdtrĂ€ger, der sich via Videotelefonie den Coolnessfaktor seiner hippen Sonnenbrille bestĂ€tigen lieĂ. Vielleicht konnte mir der feine Herr im Anzug, der gerade an mir vorĂŒber ging, helfen? Nein, der unterhielt sich gerade mit seinem Headset, es klang geschĂ€ftlich und wichtig, da wollte ich keinesfalls stören. AuĂerdem verriet mir seine Schrittfrequenz, dass er sich nicht aufhalten lieĂ. Ein Paketzusteller eilte quer ĂŒber den groĂen Platz. Unter seinem rechten Arm klemmte ein Paket, mit links tippte er beim Laufen die Zustelladresse in sein Board, wĂ€hrenddessen sprach er in ein unsichtbares Mikrophon.  Als er die Kommunikation mit dem  Teilnehmer am anderen Ende einstellte, versuchte ich die Gunst der Sekunde zu nutzen, wenn sich hier einer auskennt, dann er. Auf einmal beschleunigte er maximal, rannte davon, wie auf der Flucht, wahrscheinlich hatte ihm die Stimme aus dem Off zu noch mehr Tempo gemahnt. Die Zustelltermine drĂŒckten. Ein paar Meter weiter schrie jemand wild gestikulierend sein Mobiltelefon an. Dort drĂŒben am Brunnen saĂ eine junge Frau, aalte sich in der Sonne, spielte vertrĂ€umt mit ihren Haaren, wĂ€hrend sie gedanklich in ihrem eBook versunken war. Ich irrlichterte weiter ĂŒber die planierte Betonsteppe.
Eine auffĂ€llig geschminkte Mittvierzigerin mit hohen roten Stöckelschuhen schritt durch mein Blickfeld. âEntschuldigen Sie bitte, wo geht es nachâŠâ Sie ignorierte mich völlig. Lag es daran, dass ihre Glamourkopfhörer sie gerĂ€uschmĂ€Ăig von der AuĂenwelt abschotteten oder an ihrer SelbstgefĂ€lligkeit? Vermutlich beides. Der abenteuerlich  gekleidete Typ mit 72-Stunden-Bart und langen Haaren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, der sich beim Gehen ĂŒber so etwas wie ein NavigationsgerĂ€t beugte, gerade noch im letzten Moment einem Passanten ausweichen konnte, kam wie gerufen. Er war gerade zu prĂ€destiniert mir die Richtung zu zeigen. âHallo Sie, wie komme ich nachâŠâ âKeine Zeit, Mann, sehen Sie nicht, dass ich geocache?â wies er mich unfreundlich zurĂŒck. Ich wandte mich enttĂ€uscht ab. Verzagt versuchte ich Blickkontakt zu erhaschen. Vergeblich. Die meisten, die an mir vorĂŒber gingen, nahmen eine gebĂŒckte Körperhaltung ein, die an jene Zeit erinnerte, die drei menschliche Evolutionsschritte zurĂŒckliegt, und starrten auf ihr Smartphone. Trafen sich doch mal Blicke, sah ich nur glasige Augen, die durch mich hindurch sahen. Abwesende Gesichter, die an mir vorbei schwebten. Hilfreiche Hinweisschilder suchte man hier vergeblich. Diese Stadt entsprach dem Zeitgeist der Moderne.
Vor dem StraĂencafe gegenĂŒber hockten legere Leute unter den Sonnenschirmen ĂŒber ihre Laptops oder Netbooks gebeugt, andere streichelten ihre Tablet- und Smartphone-Touchsreens. Den Facebook-Status aktuallisieren, Tweets âraushauen, ein schnell geknipstes Foto vom schönen Wetter nach Instagram hochladen. Das PĂ€rchen rechts am Tisch hatte sich offenbar nichts mehr zu sagen. Beide besprachen stattdessen ihre Mobiltelefone, redeten mit irgendjemanden irgendwo, aber nicht miteinander. Ich drehte mich langsam im Kreis. In meinem Kopf rotierten die Gedanken. Dieser riesige Platz, ein Hotspot der WLan-Affinen und Mobilnetz-AbhĂ€ngigen, die ihre Befindlichkeiten mit körperlich Abwesenden teilten. Diese moderne GroĂstadt, vermutlich jede moderne GroĂstadt, schien in der digitalen Neuzeit lediglich aus zwei verschiedenen Sorten Menschen zu bestehen: Aus elektronischen Autisten und Kommunikationsjunkies, wo jeder stĂ€ndig mit jedem kommuniziert, nur niemand mit dem Menschen in seiner rĂ€umlichen Umgebung. Unverbindliche Interaktion auf Distanz ohne physische NĂ€he. Wohin soll das noch fĂŒhren? Werden Menschen kĂŒnftig nicht mal mehr einander berĂŒhren? Werden wir zu isolierten Individuen deren einzige zĂ€rtliche BerĂŒhrungen die der OberflĂ€che ihrer EingabegerĂ€te mit kratzfesten Gorillaglas sind? Virtuelles Seelenpetting auf der Timeline? Elektrofick als armseliges  Surrogat fĂŒr realen Sex?  Ist der elektrifizierte Humanoide gar vom Aussterben bedroht?
Ich war verloren. Allein in Komastadt. An jedem Mast hing eine Ăberwachungskamera. Die Beobachter wussten wo ich war, nur ich nicht. Unbehagen in der Fremde. Plötzlich ein Lichtblick. Die Ă€ltere Dame, geschĂ€tzt um die siebzig, die gemĂ€chlich des Weges entlang tippelte, war meine Rettung. Endlich mal jemand, der nicht der Generation âHightech quasselnâ angehörte, endlich mal jemand, der nicht verkabelt, vernetzt und ferngesteuert war, endlich eine Person, die noch mit der nĂ€heren Umgebung unmittelbar in direktem Kontakt stand, also ansprechbar war. Endlich! Erleichtert ging ich auf sie zu. âEntschuldigen, Sie bitte, wo geht es hier zumâŠ.â Sie schrie mich an, so laut, dass ich zusammenzuckte. âJunger Mann, ich kann sie nicht hören, ich habe leider mein HörgerĂ€t zu Hause vergessen! Tut mir Leid.â Mir tat es auch Leid. Verdammt Leid sogar. Das war der Moment in dem ich mich einsamer fĂŒhlte als Robinson Crusoe und das an einem Freitag,âŠ
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Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte ...tomswochenschau.wordpress.com
15. Dezember 2013
von
tom
âPhubbingâ oder: Warum die Smartphone-Manie den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckwirft
Smartphone-Nutzer haben keine Kontaktprobleme. Wenn sie sich in ihrer typisch gebeugten Gangart durch den öffentlichen Raum bewegen, dabei auf ihr Display starren, bekommen sie regelmĂ€Ăig Vollkontakt mit Schilder- Laternen- und Ampelmasten. Derartige Kollisionen mit der RealitĂ€t sind nur ein kurzer schmerzhafter Wachmacher, bald darauf nehmen sie wieder ihre geduckte weltabgewandte Körperhaltung ein, tauchen erneut ab in ihre virtuelle Koma-Welt und ignorieren die Menschen in ihrer rĂ€umlichen Umgebung. Der Gebrauch des modernen High-End-Mobiltelefons hat bei vielen lĂ€ngst ein AusmaĂ weit jenseits dessen, was ich noch halbwegs als sinnvoll erachte. Das betrifft vor allem die jĂŒngere Generation.
Jahrtausende hat der Mensch fĂŒr den aufrechten Gang gebraucht. Die Smartphones schaffen es, diese Entwicklung innerhalb weniger Jahre umzukehren und den Menschen um drei Evolutionsschritte zurĂŒckzuwerfen, wie dieses Bild verdeutlicht:
Hinzu kommt das regressive Sozialverhalten, durch âPhubbingâ. Der Begriff âPhubbingâ ergibt sich aus der Mixtur der Wörter âPhoneâ und âSnubbingâ was so viel heiĂt wie âJemanden vor den Kopf stoĂenâ. Genau das tun Phonejunkies, die sich andauernd mit ihren Handys beschĂ€ftigen, anstatt sich mit den Menschen in ihrer Gesellschaft zu unterhalten. Letztens die jungen Leute im Cafe: Kaum saĂen sie zwei Minuten und schon hatte jeder sein Wischofon in der Hand. Das wĂ€re fĂŒr mich der Zeitpunkt gewesen, die Runde zu verlassen. Menschliches Miteinander stelle ich mir anders vor, da braucht es nicht diese Kommunikationsprothesen. Attraktive Frauen lassen sich auch immer seltener anlĂ€cheln, weil sie kaum noch von ihren Smartphones aufsehen. Unbestritten sind die hochmodernen Taschen-Computer nĂŒtzliche Begleiter, ich selbst besitze einen, jedoch bin ich der Meinung dass der exzessive Gebrauch, der den Namen eines Syndroms verdient, das MobilgerĂ€t zu einem Vollidioten-Phone macht und das Fortschreiten der digitalen Demenz begĂŒnstigt.
SĂŒddeutsche: Leute, die auf Handys starren
FAZ: Smartphones, Abschied vom aufrechten Gang
Stopp Phubbing
Kurzgeschichte: Allein in Komastadt
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19. November 2014
von
tom
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch ZombiesÂź. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die LaternenpfĂ€hle gepolstert, weil sie stĂ€ndig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese MaĂnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschrĂ€nkten HirnaktivitĂ€t und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen. Wissenschaftler haben lĂ€ngst eine der Hauptursachen fĂŒr die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es istâŠ
âŠdas Smartphone!
Die Frage, die die Wissenschaft nun umtreibt ist, ab wann wird Mensch zum Smartphone-Zombie. Ein Bonner Forscherteam fand heraus, dass sich 17-23jĂ€hrige durchschnittlich drei Stunden tĂ€glich mit ihrem Smartphone beschĂ€ftigen. Bei diesen Probanden dĂŒrfte die Metamorphose vom Mensch zum Smartphone-Zombie vollstĂ€ndig abgeschlossen sein. Da sehe ich nur Heilungschancen durch knallharten kalten Entzug. 3 Monate Funkloch. Mindestens.
Wie grauenhaft es ist, wenn  Mensch allein unter Smartphone-Zombies ist, zeigt das folgende Video:
I forgot my phone
https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8
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Ăberall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch StĂ€dte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlĂ€gigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten KopfschuĂ erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den StraĂenverkehr unsicher machen, fĂŒr gröĂtenteils harmlos ...tomswochenschau.wordpress.com
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