Juhu dachte ich erklärs kurz für alle, dies nicht verstehen:
FLINTA = Frauen, Lesben, Intergeschlechtlich, Nonbinär, Trans, Agender (if anyone says Ally i will throw hands). Wieso ist Lesbe dabei? Für Sichtbarkeit, vor allem historisch wurden viele "Flinta" Räume von Lesben geschaffen und weil Lesbe mehr als eine Sexualität sein kann: eine Geschlechtsidentität, eine politische Identität, Ausrichtung von Lebensstil und so weiter und so fort. Und es gibt ja auch ganz viele nonbinäre und trans lesben, like yours truly. Aber Ich belasse mal mein intro to queer studies hierbei :)
In der Theorie ist das Akronym toll, weils ja "alle ausser cis Männer" einschliesst. Und ich will keiner Person diese Räume absprechen. Wenn sie euch gut tun und ihr euch wohl fühlt - super, freut mich von Herzen für euch. Ich will aber in diesem Post auf die Kritik eingehen:
1. Die Absenz von cis Männern bedeutet nicht gleich, dass Räume sicherer sind. Besonders für mehrfachmarginaliserte Personen (queere BIPoC, Personen mit Migrationserfahrungen, Menschen mit Behinderungen, ...). Oder ein anderes Beispiel: terfs sind ja als "flintas" immernoch willkommen. Ist das dann ein safer space für trans* Menschen?
2. Die Definition "alle ausser cis Männer" führt automatisch zu einem gender policing. Denn bei solchen Events werden nicht alle beim Eingang gefragt "äh sorry bist du ein cis Mann oder nicht". Das heisst, das Ausschlusskriterium wird dann das Aussehen. Geil für alle, die "wie ein cis Mann aussehen" (was auch immer das heissen soll) ohne dass sie es sind. Das betrifft zB (vereinfacht gesagt): nichtbinäre und transfeminine Personen, die nicht medizinisch Transitionieren, nichtbinäre und transmaskuline Personen bei denen das Gegenteil der Fall ist und natürlich auch teils intergeschlechtliche Personen. Das heisst alle, die nicht "vage feminin" aussehen müssen sich extra outen, um zu safer spaces Zugang zu erhalten obwohl sie eh schon aus so vielen Räumen ausgeschlossen werden. Hackts eigentlich?
3. Es werden auch cis Männer ausgeschlossen, die genau so einen safer space brauchen könnten/würden. Queere Männer, rassifizierte Männer, disabled Männer, ....
Ich denke, wer anderes kanns sicher besser im Worte fassen und ich habe sicher auch noch Kritikpunkte und Perspektiven vergessen. Ich spreche nur von Konversation, die ich darüber hatte und von meiner eigenen Erfahrung. Ich finde die Motivation dahinter gut, wies aber in der Realität ist halt nicht so. Es fühlt sich einfach wie Bioessentialismus mit nem woken Makeover an.