Und nun: Elba.
Der Mond scheint über mir, der Gin Tonic steht neben mir, das Handy liegt in meinen Händen vor mir. Klingt entspannt, ist es auch. Aber dorthin war es auch in diesem Urlaub ein langer Weg.
Der Kurze ist inzwischen 4,5 Jahre alt, die Große 7,5 Jahre-man könnte meinen, dass mir so langsam klar ist, was Urlaub mit Kindern bedeutet. Ist es prinzipiell auch: Gute Vorbereitung ist alles. Ein ausgeklügeltes System von Freunden mit möglichst gleichaltrigen Kindern verbunden mit einem gesunden Anteil an Privatsphäre das A und O. Ein Ort, an dem man die Kinder laufen lassen kann und dennoch nicht Out-of-Space ist, sehr angenehm. Das alles, ist hier auf dem Campingplatz in Elba gegeben.
Und dennoch: Es hat nun 5 Tage gedauert, dass der Gin und ich uns hier entspannt vor dem Zelt treffen konnten. Denn (und das habe ich neulich zufällig gelesen und kopiere es hier schamlos): Urlaub ist auf die Kinder an einem anderen Ort aufpassen. Denn nur weil gleichaltrige Kinder dabei sind, heißt das nicht automatisch, dass die eigenen Kinder non-stop mit ihnen spielen wollen. Nur, weil das Meer vor der Tür liegt und von der Mutter vergöttert wird, heißt das nicht, dass der Kurze das zum ersten Mal gesehene Meer gut findet. Und nur, weil man im Urlaub ist, heißt nicht, dass alle plötzlich super mega krass entspannt und easy going sind. Mag bei anderen klappen, bei uns nicht.
Aber nun, nach 5 Tagen und schon zweimal früher geplanter Rückfahrt, weil ja alles noch stressiger ist als in der alltäglichen Routine zu Hause, und vielen Gesprächen mit den anderen Eltern auf dem SUP und zwischen Sandburgen, kommt es langsam-das Urlaubsfeeling. Nun haben wir noch 7 Tage um es zu genießen, um richtig zu urlauben und ja, auch um uns einfach in einer anderen Umgebung total zu zoffen. Aber hey, wenigstens scheint die Sonne. Und Gebrüll untermalt mit Meeresrauschen hat auch fast schon wieder was melodisches.
Daher: Danke Elba. Für den Mond über mir an einem sternenklaren Himmel, den Gin neben mir und dem Handy vor mir, um entspannt einem Hobby nachzugehen, was ich all zu lange nicht betrieben habe.


















