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Weitere Anmerkung zu meinen Post "Keine Freiheit als die Liebe"
Heyy,
hab ernsthaft vergessen die beiden in Portraits zu erwähnen..WIe konnte ich nur!
GUCKT SIE EUCH AUCH BEISAMMEN AN!! In all den Bildern.. Seht sie euch an:
Wie sie sich angucken??? Und das ist zu Beginn derer Freundschaft. GUCKT EUCH SCHILLERN AN??!!! Junge is er geblendet..
Und während die so süß sich angucken... halten die noch Händchen???
HALLOOOOOHOOOOOOOOOOOOOOOO?!
Sie gucken sich immer so verträumt an...
Oder so stolz auf den anderen 💖
Oder das hier! Einer meiner Lieblingsbilder. Sieht normal aus...?
EHEM..... Goethe?? Warum....- Der Künstler dahinter muss sich ja was überlegt haben. Ich meine so viel Platzmangel gabs nd damit Goethes Fuß... Schillers Bein berühren muss... 🤔
Sie gucken sich immer so liebevoll an! 💕
Ich schwöre sie passen so gut zsm....
ARGHHHHHHHHHHH aber Goethes Gesichtsausdruck beim Anblick von Schillers Schädel.... Wie das für ewig verewigt ist... :(
GUCKT ES EUCH AN!!!! Er sieht so so so leer und depremiert aus... 💔
ACHJA!!
Fast vergessen...
Liebe so legendär weil wie kann es sein, dass einer der ersten Bilder die ich sehe, wenn ich "Goethe und Schiller" google, DAS HIER ist....
WAS IST DAS???!!?!? Ich schwöre das kommt an einer unangemeldeten Googlesuche raus... Zufall?
Aber ja was soll ich schon dazu sagen.. Sie sind tatsächlich ein süßes Dichterpaar... ❤️
practicing radical acceptance about the fact that I'm always gonna be weird and awkward and a little difficult to be around. it's okayyyy to be weird as hell
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practicing radical acceptance about the fact that I'm always gonna be weird and awkward and a little difficult to be around. it's okayyyy to be weird as hell
i DO believe that a good writer can make mischaracterization work. oh there's a character who doesn't normally cry? figure it out!! dissect the character. make the situation cryable for them. make that character cry ugly tears even if it goes against their very nature. YOU CAN MAKE IT WORK!!!
Peter Barfuß? Vielleicht dann die Szene ausm Buch mit der Verfolgungsjagd im Dunkeln?
Ok also da schauen sie definitiv von außen rein ins Museum, welches geschlossen ist (selber Boden wie im nächsten Bild.)
Ich Liebs das die Anzüge der drei die jeweilige Farbe haben!!! Bob ist das rote Fragezeichen Agenda auf die 1 lol
Den Schaustellraum fürs Feuer des Mondes in ein Spiegelkabinett zu verwandeln ist definitiv ne decision… gibt aber wahrscheinlich spannende visuals dann später!
Peter Barfuß? Vielleicht dann die Szene ausm Buch mit der Verfolgungsjagd im Dunkeln?
Ok also da schauen sie definitiv von außen rein ins Museum, welches geschlossen ist (selber Boden wie im nächsten Bild.)
Ich Liebs das die Anzüge der drei die jeweilige Farbe haben!!! Bob ist das rote Fragezeichen Agenda auf die 1 lol
Den Schaustellraum fürs Feuer des Mondes in ein Spiegelkabinett zu verwandeln ist definitiv ne decision… gibt aber wahrscheinlich spannende visuals dann später!
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Okay no I need to talk about the book version of Howl's Moving Castle. I love the movie but the book has such a different vibe and you, yes you, should read it.
Movie Howl is a soulful and quiet. Book Howl is a drama queen and Causing Problems and has a long string of jilted exes and couldn't shut up if you paid him.
Sophie and Howl drive each other up the wall at the beginning and it's really funny. Sophie and Howl are (despite themselves) very much in love by the end and they still drive each other up the wall and it's even funnier.
In the movie, Howl has been ordered by the king to participate in The War, and Howl is avoiding it because he is a brave conscientious objector. In the book, Howl has been ordered by the king to rescue his lost brother from the Witch of the Wastes, and Howl is avoiding it by any means necessary because he is a cowardly weasel who wants to stay as far from the Witch as possible.
In the movie, the Witch cursed Sophie because she was jealous about Howl speaking to Sophie for five minutes. In the book, the Witch cursed Sophie because Sophie had been doing surprisingly powerful magic for years without knowing it and it was actually starting to cut into the Witch's plans. (Sophie does not discover any of this until nearly the end of the book, but the reader can start to pick it up much earlier and the way Sophie's magic works is pretty darn cool.)
In the movie, there's a rumor that Howl eats the hearts of maidens, but this is implied to be nothing but nasty fearmongering. In the book, there's a rumor that Howl eats the hearts of maidens because Howl started the rumor so people would stop asking him to do wizard junk all the time.
The book lightly parodies a couple of tropes from Western fairy tales. In particular Sophie has internalized that, as the eldest of three sisters, her "destiny" is to fail so that her younger sisters will look cooler when they succeed, which is why she's so resigned to the hat shop at the beginning. (Sidebar: Sophie's sisters come up much more in the book and they're great.) There's also a really funny bit where Sophie attempts to operate a pair of seven-league boots.
In the movie, the fourth and final location that the magic door connects to is some sort of black void / mindscape / time portal dealy. In the book the fourth location is Wales, in the UK, on Earth, so that Howl can visit his family, because from Howl's perspective this is an isekai story.
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Eine Idee zu Wespe die zumindest als snippet geschrieben werden wollte. Ich mach das gerade im Zug fertig also alle Fehler sind Features
„Bienert?“ Schalavsky platzte in das Büro mit etwas, das Wespe als seinen irritiert- grummeligen Gesichtsausdruck kategorisieren konnte. Besser als der wütend-grummelige Ausdruck, aber schlechter als der neutral-grummelige Ausdruck, den Schalavsky nur in bester Laune zur Schau trug. Vor allem wusste Wespe nicht, was er jetzt eigentlich gemacht hatte. Er hatte ihm weder den Kaffee gestohlen, noch etwas freches gesagt. Sogar sein Outfit war eines seiner üblichen, über das sich Schalavsky schon zu oft beschwert hatte, um noch eine Miene zu verziehen. „Warum werden Sie zu spezifisch zu einem Einsatz gerufen?“
Wespe runzelte verblüfft die Stirn: „Woher soll ich das wissen? Ich wusste nicht mal, dass ich gerufen wurde.“
„Vielleicht sagt Ihnen diese Adresse was.“ Schalavsky legte einen Zettel auf Wespes Tisch. Er las die Adresse und sein Herz sank auf diese spezielle Art, wenn man schlechte Nachrichten bekam. „...ach fuck.“
Schalavsky verschränkte die Arme: „Wie wäre es mit einer Erklärung? Was geht hier ab? Man kann sich nicht einfach einen Polizisten aussuchen.“
„Man kann, wenn man derartig reich ist.“, murmelte Wespe resigniert und stand auf.
„Sie kennen sie also.“, stellte Schalavsky fest.
Wespe griff nach seiner Jacke und murmelte viel zu schnell: „Dasistdashauptanwesenmeinerfamilie.
Schalavsky griff nach seinem Arm und stoppte ihn: „Was?“
Wespe seufzte und sagte langsamer: „Das ist... das Hauptanwesen... meiner Familie.“
Schalavsky glaubte sich verhört zu haben: „Ihrer Familie?“
„Jep. Ich fahr dann mal.“
Schalavsky ließ es zwar zu, dass Wespe sich losmachte, aber er war nicht einverstanden: „Sie sollten da nicht arbeiten, wenn sie persönlich involviert sind.“
Wespe lachte bitter auf: „Glauben Sie mir, dass die ein Nein nicht akzeptieren werden.“
Schalavsky sah die deutlichen Anzeichen von Stress und Angst vor dem Ungewissen in Wespe und entschied: „...ich komme mit Ihnen.“
Wespe blickte ihn nur suchend an und als er überzeugt war, dass Schalavsky es ernst meinte sagte: „Fein. Da Sie mich eh nicht leiden können, wird es dadurch auch nicht mehr schlimmer.“
Schalavsky wusste nicht was er von Wespes Aussage halten sollte, aber als sie dann im nobelsten Villenviertel vor einem Prachtbunker standen, der wahrscheinlich ebenso teuer wie hässlich war, ahnte er, dass ihm noch etliche Puzzelteile fehlte.
Das Tor wurde automatisch geöffnet und als sie die lange Auffahrt hinauf gefahren waren und vor dem Eingang parkten, hatte ein Herr im Anzug bereits die Türen geöffnet und stand würdevoll im Eingang. Als Wespe aber ausstieg, verlor er plötzlich die würdevolle Haltung und eilte die Stufen hinunter.
„Junger Herr Kasimir.“, sagte und streckte die Hände nach Wespe aus. „Es freut mich so Sie zu sehen.“
„Hektor.“, lächelte Wespe verlegen und seine Anspannung verlor sich ein bisschen. „Es ist auch schön dich zu sehen.“
„Geht es Ihnen gut? Essen Sie auch immer genug?“
Wespe schmunzelte: „Ja Hektor, es geht mir gut. Weißt du, warum man uns hierher beordert hat?“
Hektor schüttelte schnell den Kopf: „Ich wusste nicht mal, dass Sie kommen. Aber ich denke, es hat mit Ihrer Großmutter zu tun.“
Wespe runzelte die Stirn: „Was ist mit Oma?“
„Es tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen, dass sie in den frühen Morgenstunden verstorben ist.“, sagte Hektor mit sanften Gesichtsausdruck.
Wespe atmet erschrocken ein. Schalavsky trat dichter an seine Seite und legte eine Hand auf seinen Rücken: „Bienert? Wollen Sie-?“
„Schon gut, schon gut.“, unterbrach Wespe. „Danke, dass Du mich vorgewarnt hast Hektor.“
„Es ist nicht ganz klar, was geschehen ist.“, sagte Hektor vorsichtig. „Sie war außerhalb ihres Bettes und... Nun vielleicht ist sie nur gestürzt.“
Schalavsky runzelte die Stirn: „Ich werde mir das ansehen.“ Er wollte Bienert anbieten sich das zu ersparen oder zu seiner Familie zu gehen. Aber Bienert trat bereits auf die Eingangstreppe zu. Schalavsky hatte das Gefühl, er würde er in ein Museum laufen oder einen Designerladen, den man ohne das entsprechende Budget nicht mal betreten dürfe. Alles hieran schrie nach Geld und Reichtum (und wie Schalavsky fand ziemlich schlechten Geschmack). Wespe bewegte sich zielsicher durch die Eingangshalle. Er kannte offensichtlich den Weg und bis auf ein zwei Blicke zu Seite nahm er sich auch nicht die Zeit alles zu betrachten. Er schien auch zu wissen, wo er in diesem großen Haus hin musste. Hektor folgte ihnen beflissen ohne eine Richtung vorgeben zu müssen. Wespe fand seine Oma. Sie lag in einem Fleck aus getrocknetem Blut. Offensichtlich hatte jemand versucht, sie wegzubewegen und es dann aufgegeben. Das Blut stammte aus einer Kopfwunde. Die alte Dame war in einen seidenen Schlafanzug gekleidet und hatte ihre weißen Haare zu einem Zopf geflochten.
Wespe presste eine Hand vor den Mund und kniff die Augen zu.
Schalavsky legte ihm eine Hand auf die Schulter. Er sprach leise zu ihm: „Bienert, ich kann das hier übernehmen.“
Wespe sah ihn an und schüttelte den Kopf: „Nein. Das kann ich Ihnen nicht antun. Ich muss mich nur sammeln, bevor ich meiner Familie unter die Augen trete.“
Schalavsky empfand diese Aussage etwas seltsam, aber manchmal war es schwer, die professionelle Fassade im Anblick von engen Freunden und Familie aufrecht zu erhalten. Aber Wespe wirkte angespannt und ängstlich.
Wespe riss sich in den nächsten zwei Minuten so sehr zusammen, dass ihm nicht mehr anzusehen war, dass er im gleichen Raum mit der Leiche seiner Großmutter stand.
„Wo finde ich die anderen?“, fragte Wespe.
„In der Lounge.“, sagte Hektor hilfreich.
Wespe nickte und schritt voran. Schalavsky folgte ihm bis in einem Raum, der ähnlich farblos wie der Rest des Hauses ausgestattet war und dessen Möbel ihn daran zweifeln ließen, ob sie für Menschen designt worden waren.
Im Raum waren fünf Personen anwesend. Die drei Erwachsenen standen von ihren Sitzplätzen auf, als sie den Raum betraten, die beiden Teenager blieben in ihren Sesseln sitzen.
„Ah Rembold, du bist endlich eingetroffen.“, sagte die Frau mit einem strengen Blick. Sie trug einen Hosenanzug und High Heels, was sie bestimmt sehr erfolgreich im Job machte, aber in ihrem eigenen Zuhause wie eine Verkleidung und damit verdächtig wirkte.
„Guten Tag, Mama.“, sagte Bienert trocken. Schalavsky sah überrascht die Frau an, um zu sehen, ob er Ähnlichkeiten in ihr zu seinem Kollegen erkennen konnte. Stattdessen fand er ein missbilligendes Zucken der Mundwinkel, dass ihm eine sehr schlechte Vorahnung bereitete.
„Sohn.“, sagte nun auch einer der beiden anwesenden Männer. Er sah ähnlich streng aus wie die Frau und trug einen so teuren Anzug, dass Schalavsky noch nicht mal den Namen der Firma aussprechen konnte, ohne bankrott zu gehen.
„Papa.“, sagte Bienert trocken und ging dann auf Angriff. „Habt ihr mich nur informieren wollen, oder habt ihr mich in meiner Funktion als Polizist gerufen?“
„Als Polizist natürlich.“, sagte die Mutter. Weil es natürlich undenkbar war, den eigenen Sohn vom Tod seiner Großmutter zu benachrichtigen.
Der zweite Mann stand nun auf und fragte mit einem Nicken zu Schalavsky: „Wer ist das?“
Wespe drehte sich halb zu Schalavsky um und sagte zu ihm: „Oh, tschuldigung.“ Wespe deutete zu den Teenagern, die schüchtern nickten: „Das sind Ottilie und Konrad, meine Geschwister und das sind Erdmute von Zauderstein und Edelbert der Vierte von Zauderstein, meine Eltern. Und das ist Wenzel von Zauderstein, mein Onkel.“ Erst danach wandte er sich an seine Familie: „Das ist Kommissar Schalavsky.“
„Warum hast du ihn mitgebracht?“, fragte Onkel Wenzel.
„Ihr habt nach mir verlangt und wir sind ein Team.“, sagte Wespe stumpf.
Wenzel machte ein auffälliges Geräusch, aber es war Erdmute, die erklärte, was sie wollten: „Wir wollen das in kleinem Kreis halten und keine unnötigen Personen einmischen.“
Schalavsky verstand, dass sie Wespe nur gerufen hatten, um seinen Einfluss zu nutzen.
Wespe runzelte die Stirn: „Ich kann mich nicht involvieren, wenn die Todesursache ungeklärt ist.“
Schalavsky stellte überrascht fest, dass Bienert doch einen Sinn für die Dienstordnung zu haben schien. Wenn auch nur dann, wenn es ihm genehm war.
„Dann kannst du auch wieder gehen.“, sagte Edelbert. „Du hattest einmal die Chance nützlich zu sein, und nicht mal das bekommst du hin, du wertloses-“
Schalavsky räusperte sich laut: „Ich würde Ihnen dringend davon abraten, meinen Kollegen zu beleidigen, sonst lasse ich Sie wegen Beamtenbeleidigung belangen. Darüber hinaus handelt mein Kollege vollkommen korrekt und vorbildlich, weswegen ich die Ermittlungen übernehmen werde. Bitte halten Sie sich zur Verfügung.“ Er sah zu seinem Kollegen und sagte sanfter: „Bienert, ich würde Sie gerne zuerst befragen.“
Wespe nickte und folgte Schalavsky aus dem Raum. Wespe steuerte einen Raum an, der aussah wie ein Arbeitszimmer, das zu selten genutzt wurde.
„Ich habe Fragen.“, sagte Schalavsky. Bienert nickte und ließ sich auf der Tischkante des metallenen Monstrums, dass den Schreibtisch bildete, nieder.
„Was ist mit den Namen?“
„Ich benutzte nur noch meinen dritten Vornamen und habe jung geheiratet.“, sagte Wespe
Schalavsky glaubte sich verhört zu haben: „Moment, Sie sind verheiratet?“
Wespe schüttelte den Kopf: „War verheiratet, jetzt sind wir geschieden… Ich hab seinen Nachnamen behalten.“
Schalavsky vermerkte das als gedanklich unter Informationen, denen er später nachgehen musste. Es war gerade wirklich nicht wichtig herauszufinden, wer dieser Mann war, den Wespe geheiratet hatte, auch wenn es ihn interessierte.
„Warum sind die da drin so…“
„Bitchig?“, schlug Wespe vor. Er verschränkte die Arme vor der Brust: „Können wir das später klären? Wir kommen halt nicht gut miteinander aus und ich hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihnen.“
„Okay.“, sagte Schalavsky. „Glauben Sie, irgendjemand hätte einen Grund, Ihre Großmutter zu töten?“
Wespe verzog den Mund: „Bestimmt. Sie haben gesehen, wie die sich darin verhalten, wenn sie gerade einen Verlust erlitten haben. Was meinen Sie, wie die drauf sind, wenn sie sich unantastbar fühlen?“
Schalavsky nickte: „Ich rufe die Kollegen und wir werden das untersuchen lassen. Bienert, wenn das hier zu viel ist… Möchten Sie gehen?“
Wespe schüttelte den Kopf: „Nein, ich möchte helfen… Ich weiß, ich sollte nicht. Ich werde Ihren ausnahmslos Anweisungen folgen.“
„Das wäre ja mal was ganz neues.“, rutschte es Schalavsky raus, bevor er es verhindern konnte. Aber Wespe nahm keinen Anstoß daran. Ernsthaft beteuerte: „Ich verspreche es.“
Schalavsky nickte: „Schon gut. Wir versuchen aber, es nicht an die große Glocke zu hängen.“
Die Kollegen von der Spurensicherung kamen und untersuchten alles. Wespes Großmutter wurde abtransportiert und würde auch untersucht werden.
Schalavsky kam in das Vergnügen die gesamte Familie befragen zu können. Er stellte schnell fest, dass es von Vorteil war, wenn Wespe dabei war, vor allem wenn er sich in den Rücken der Befragten stellte und immer mal wieder leicht den Kopf schüttelte, wenn er eine Lüge erkannte. Schalavsky stellte in diesen Gesprächen fest, dass er die gesamte Familie nicht besonders leiden konnte und beschloss die gesamten Angelegenheiten haarklein durchzugehen, um zu schauen, ob sie irgendwelche Leichen im Keller hatten, auch wenn sich Großmutters Tod als natürlich herausstellte.
Die beiden Teenager durfte er nicht befragen, weil sich ihre Eltern lautstark dagegen aussprachen. Allerdings waren sie gerade dabei, das Haus zu verlassen, als die beiden Teenager sie abfingen und in das Arbeitszimmer zogen, dass sie bisher für ihre Besprechungen verwendet hatten.
Ottilie und Konrad stürmten zu Wespe und warfen sich in seine Arme. Er fing seine Geschwister ab und presste sie dicht an sich. Schalavsky nickte ihm zu und verließ den Raum, um ihnen Privatsphäre zu geben, und auch jeden anderen davon abzuhalten zu stören.
Als er und Bienert später wieder im Auto saßen, war sein Kollege ungewöhnlich ruhig. Natürlich hatte er auch gerade einen Verlust erlitten, aber die Stimmung in der Familie war so seltsam, dass bei Schalavsky alle Alarmglocken schrillten. Also fragte er als sie gerade an einer roten Ampel standen: „Sind sie okay?“
Bienert nickte kurz: „Klar.“
„Sie sind ungewöhnlich still. Normalerweise krieg ich Sie gar nicht dazu, auch mal nur fünf Minuten still zu sein.“, versuchte Schalavsky mehr aus ihm herauszulocken.
Wespe schnaubte missbilligend: „Man spricht ja nicht jeden Tag mit der Familie, die einen verstoßen hat, oder?“
Schalavsky müsste schon wirklich sehr dumm sein, um nicht so etwas in der Art vermutet zu haben: „Was ist passiert?“
Bienert Stimme nahm eine ätzende Färbung an, die sonst vollkommen unbekannt war: „Sie kennen mich doch. Ich kann mich nicht anständig kleiden oder so benehmen, wie es von mir erwartet wird. Meine Familie hat irgendwann die Reißleine gezogen.“
Schalavsky machte ein nachdenkliches Geräusch.
„Ich habe ja fast erwartet, dass Sie sich gut mit denen verstehen. Dann hätten sie alle gemeinsam mich für meine Lebensentscheidungen zusammenstauchen können.“, fauchte Wespe bösartig.
Schalavsky lenkte den Wagen in eine Parklücke und schaltete den Motor aus: „Bienert.“
Bienert hatte die Augen konzentriert geschlossen und seine Kieferpartie war zum Zerreißen angespannt: „Entschuldigen Sie, ich sollte Sie nicht mit denen in einen Topf werfen. Sie haben mich nicht wegen meiner Sexualität angegriffen. Noch nicht.“
Schalavsky legte eine Hand auf Wespes geballte Faust: „Bie- Wespe, tut mir leid dass Sie sowas mitmachen mussten.“
Wespe machte ein ersticktes überraschtes Geräusch.
„Kein Kind sollte die Unterstützung seiner Familie verlieren wegen etwas auf das man keinen Einfluss hat.“, sagte Schalavsky und sah wie sich Bienert Gesicht verzog als er mit aller Macht versuchte die Tränen zurück zu halten.
„Wollen Sie mir erzählen, was los ist?“, fragte Schalavsky.
Es folgte ein paar Minuten nichts, außer dass ab und zu sich still eine Träne durchkämpfte und Wespe sie schnell wegwischte. Dann kam sehr leise die Erklärung: „Ich war immer anders… aber als Teenager hatte ich es satt, mich immer perfekt zu präsentieren und hab was Neues ausprobiert. Von da an habe ich ständig mit meinen Eltern gestritten. Das hat sich über Jahre hingezogen und dann haben sie rausgefunden, dass ich nicht nur Freundinnen hatte. Ab da… sie haben das nicht akzeptiert. Eines Abends bin ich mit meinem Vater richtig aneinander gerasselt und habe ihm gesagt, dass ich mich nicht ändern werde und er nichts dagegen machen konnte. Er hat mich verprügelt und dann rausgeschmissen.“
Schalavsky verstärkte den Druck auf Wespes Hand aber blieb still.
„Ich hatte nicht viele Chancen wohin und bin zu meinem damaligen Freund. Ich war gerade achtzehn, er einundzwanzig und er schlug vor, dass wir heiraten sollten. Wir wussten beide, dass es nichts für immer war, aber so konnte ich meinen Namen ändern und konnte bei ihm Leben ohne dass noch mehr Fragen aufkamen.“
„Wie lange waren sie verheiratet?“
„Drei Jahre.“, sagte Wespe. „Dann war meine Ausbildung und Studium vorbei und er hatte sein Referendariat abgeschlossen und wir wollten verschiedene Dinge vom Leben. Naja seit dem hatte ich keinen Kontakt mehr zur Familie. Meinen Geschwistern ist es strengstens verboten, mit mir Kontakt aufzunehmen und ich will sie nicht in Probleme bringen, aber ich möchte auch, dass ich ihnen im Notfall ein sicherer Harfen sein kann.“
„Das ist sehr nett von Ihnen.“, sagte Schalavsky aufrichtig. „Okay, was brauchen Sie? Essen? Ablenkung? Was würde Ihnen helfen?”
Wespe sah ihn sprachlos an.
Am nächsten Tag und damit wesentlich schneller, als Schalavsky erwartet hatte, teilte ihm Bienert mit, dass er von Hektor erfahren hatte, dass die Familie unbedingt das Testament eröffnen wollte.
Schalavsky musste nicht mehr hören, um zu wissen, dass Bienert dabei sein wollte, aber nicht von seiner Familie direkt informiert wurde.
„Kommen Sie, wir hören uns das an.“, sagte Schalavsky entschieden.
Schalavsky gab sich alle Mühe als erster der Familie unter die Augen zu treten und mit jeder Faser seines Körpers auszustrahlen, dass sie genau hierher gehörten.
Er hörte zwar dennoch die Beschwerden der einzelnen Familienmitglieder, aber keiner versuchte sie rauszuschmeißen.
Schalavsky und Wespe standen hinten im Raum, während die Familie dem Notar gegenüber saß. Der Herr, Johannes Endinger, versuchte sein Möglichstes, um würdevoll auf den modernen Stühlen zu sitzen.
„Kommen wir direkt zum Testament. 'Ich, Annegret von Zauderstein und Unsicher, im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten, hinterlasse im Falle meines Todes meinen Besitz, wie hier im Folgenden aufgeführt. Notar Erdinger setzte ich als meinen Nachlassverwalter-“
„Können Sie bitte zu den wichtigen Teilen kommen?“, unterbrach Edelbert ungeduldig. Der Notar runzelte die Stirn, aber sprang ein paar Sätze vor: „Meinen treuen Angestellten Hektor vermache ich 10.000 Euro für all die Jahre der Treue und Vertrautheit. Meinen Enkeln Ottilie und Konrad vermache ich jeweils 50.000€. Das Geld steht ihnen zur Verfügung, sobald sie 18 Jahre alt sind. Bis dahin ist dieses Geld von niemandem anzurühren.“
Ottilie und Konrad sahen sich erstaunt an.
„Meinen gesamten restlichen Besitz hinterlassen ich Edelbert“ Wespes Vater lachte auf. „Dem Fünften von Zauderstein.“ Das Lachen von Wespes Vater fiel. „Sie meinen den Vierten!"
„Nein, hier steht ganz deutlich der fünfte.”, sagte der Notar streng. Schalavsky lehnte sich zu Wespe und fragte leise. „Wer ist das?”
Wespe drehte ihm das Gesicht zu und sah regelrecht verängstigt aus: „Das bin ich."
"Darf ich weiter lesen?", fragte Endinger streng und wurde mit widerwilliger Stile belohnt.
Der Notar nickte zufrieden.
„Edelbert Rembold Kasimir von Zauderstein, als mein ältester Enkel wurde von unserer Familie verstoßen, als er sich als Bisexuell geroutet hat. Ich möchte, dass man ihn in meinen Namen um Verzeihung bittet. Ich habe erst zu spät mehr von der LGBTQ-Bewegung erfahren und erkannt, was wir dem armen Jungen angetan hatten. Ich konnte ihn leider nicht finden und meine Familie war keine Hilfe, da sie ihre Fehler nicht einsehen können. Sollte er nach meinem Tod nicht zufinden sein so mag Hektor den Besitz bis zu 10 Jahren verwalten und keine Mühen scheuen Rembold zu finden. Wenn das auch in dieser Zeit nicht möglich ist oder mein armer Enkel schon aus dieser Welt gegangen sein, soll alles an gemeinnützige Organisationen gespendet werden."
„Das kann nicht ihr Ernst sein!”, rief Edelbert. „Meine Mutter muss senil gewesen sein.”
Endinger nickte: „Das hatte ihre Mutter befürchtet, also hat sie sich im Voraus zu diesem Testament von drei Ärzten bescheinigen lassen, dass sie im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten war.”
„Was ist mit uns? Und dem Pflichtteil?“
„Das war in dem Teil erzählt, den sie überspringen wollten. Ihre Mutter schrieb, dass sie alle schon ihre Anteile aus dem Erbe ausgezahlt bekommen haben und damit keinen Anspruch mehr haben.” Drei Zaudernstein fingen an lautstark zu diskutieren.
„Sie können sich so sehr aufregen wie sie wollen aber das Testament ist rechtsgültig.", sagte Notar Endinger.
„Unser Nichtsnutziger Sohn soll alles bekommen, nach all den Jahren, in den er nicht Teil der Familie war?“, fragte Edelbert und deutete auf Wespe.
Der Notar nickte: „Soweit es hier vermerkt ist, ist seine Distanz zur Familie von Ihrer Seite ausgegangen.“ Er blickte zu Wespe und sShalavsky: „Ich verstehe richtig, dass sie der Enkel von Frau Zauderstein sind?"
Wespe nickte: „Ja, aber ich habe geheiratet. Bienert. Kasimir Bienert."
„Scheiß Schwuchtel”, fluchte Edelbert leise aber nicht leise genug, dass Schalavsky vortrat. „Edelbert von Zauderstein, ich verhaften Sie hiermit wegen Beamtenbeleidigung. Ich habe Sie gewarnt, wenn Sie meinen Kollegen beleidigen, werde ich Sie belangen."
„Das ist mein Sohn!”
„Lustig, das merkt man Ihnen gar nicht an.”, sagte Schalavsky trocken und missbilligend.
Wespes Mutter rang nach Worten: „Aber das hier ist unser Zuhause. Müssen wir das jetzt verlassen? Wohin sollen wir?”
„…die anderen Anwesen…” begann Edelbert.
„Gehören ebenfalls Ihren Sohn, sofern sie die nicht gekauft oder überschrieben bekommen haben.”, sagte Notar Endinger. Edelbert wandte sich mit düsteren Gesichtsausdruck an Wespe: „Was planst du jetzt zu tun? Wirst du ja rausschmeißen oder Miete verlangen?”
„Papa.”, sagte Wespe überraschend sanft. „Ihr könnt hier wohnen bleiben. Ich verlange nicht mal Miete, nur dass ihr die Kosten des Hauses selbst tragt.”
Wespes Vater sah ihn misstrauisch an: „Du willst kein Geld dafür?”
„Ich will keinen Cent von deinem Geld, Papa.”, sagte Wespe. „Um ehrlich zu sein, hätte ich am liebsten nie wieder was mit euch zu tun. Aber meine kleinen Geschwister sind in eurer Obhut und ihretwegen nehme ich das auf mich. Ihr dürft also hier wohnen, bis die beiden ausziehen. Aber... Wenn du sie einmal so schlägst, wie du mich geschlagen hast, musst du dir keine Sorgen mehr darum machen, wo du wohnst.”
„Na, wie geht's einem so als Neu-Schnösel und Großgrundbesitzer?”, fragte Tamina.
Wespe lachte auf. „Ich glaube, du stellst dir das alles ein wenig zu groß vor.”
Tamina grinste: „Ich schätze, du wirst jetzt die besten Partys feiern.”
„Das habe ich doch schon immer.”, sagte Wespe mit gespielter Empörung. „Aber nein, ich lasse meine Familie weiterhin darin wohnen.”
„Wirklich?” Tamina sah fragens zu Schalavsky, der nickte.
Wespe erklärte: „Ich möchte nicht meine kleinen Geschwister entwurzeln. Außerdem finde ich das Haus hässlich.”
„Zahlen deine Eltern wenigstens Miete?”
„Nur genug, um das Haus am Laufen zu halten. Ich will deren Geld nicht.”
„Was ist, wenn sie Ihr Vertrauen ausnutzen?", fragte Schalavsky.
Wespe winkte ab: „Ich habe einen guten Draht zum Personal. Die können mich anrufen, sobald sich einer der Familie daneben benimmt.”
„ Was ist, wenn deine Geschwister nie ausziehen?”
„Unsinn.”, sagte Wespe. „Meine Eltern sind so kontrollierend, dass sie die beiden schon seit Jahren von sich weg stoßen. Wenn die sich nur einen Hauch von Freiheit erfahren sind die weg. Und dank Oma haben sie ein gutes Startkapital."
„Und einen verdammt guten großen Bruder.” sagte Tamina und Schalavsky stimmte innerlich zu.
„Schaut euch die beiden an.“, sagte Klößchen und deutete rüber zu Konny und Tili. Die beiden Geschwister vibrieren fast vor Aufregung und sprangen lachend umeinander.
„Die scheinen ja sehr fröhlich zu sein.“, sagte Gaby lächelnd. „So offen kennt man die gar nicht.“
Als die Geschwister an ihnen lachend vorbei taumelten fragte Tim: „Hey Konny, was versetzt euch denn in so gute Stimmung?“
Der ältere Schüler fasste sich etwas, aber er grinste immer noch breit und wuschelte seiner kleinen Schwester durch die Haare: „Wir haben auch guten Grund dafür. Unser großer Bruder holt uns heute ab und will mit uns in den Freizeitpark.“
„Ich wusste gar nicht, dass ihr einen großen Bruder habt.“, sagte Karl Stirn runzelnd.
Tili verzog den Mund. Sie war ein Jahr jünger als die TKKG Bande: „Er versteht sich nicht gut mit unseren Eltern und jetzt ist es das erste Mal, dass sie uns erlaubt haben ihn zu treffen.“
Konny nickte: „In der Vergangenheit hat Remi uns heimlich besucht. Er hat herausgefunden, wann wir unsere Vereine haben und hat uns dann angefangen. Aber er musste sich immer vor unseren Eltern und dem Chauffeur verstecken.“
„Außer wenn Hektor gefahren ist.“, sagte Tili. „Dann durfte Remi mitfahren und wir können reden.“
„Wie ist denn dieser Remi so?“, fragte Klößchen.
„Er ist der Coolste.“, sagte Tili. „Er sieht aus wie ein Rockstar.“
Konny lachte: „Er ist aber kein Rockstar. Er ist Beamter.“
Klößchen lächelte wortlos.
Weil die Geschwister kaum zu halten waren, zogen sie schnell weiter.
Klößchen grinste schief: „Einen Rockstar Bruder hätte ich mir bei den beiden steifen Gestalten nicht vorstellen können. Beamter sehe ich da schon eher.“
Die restliche Bande grinste.
„Ich glaube, die Eltern der Beiden sind sehr streng.“, sagte Karl. „Ich habe mal bei einem Schulfest gesehen, wie die miteinander umgehen. Da heiß es nur 'sitzt gerade', 'sprich deutlich' und 'mach nicht so ein Gesicht'. Ich will nicht wissen, wie das Zuhause bei denen ist.“
„Schon wahr. Können ja nicht alle Superreichen wollen, dass ihre Kinder vor allem glücklich werden. Gut, dass meine Erzeuger zu der Fraktion gehören.“, sagte Klößchen.
„Die beiden wirken aber anders seit ihre Großmutter gestorben ist.“, gab Gaby zu bedenken.
„Meinst du, sie war es, die alle unterdrückt hat als alte Mat- Matri- Mata Hari?“, fragte Klößchen.
Karl lachte auf: „Du meinst Matriarchin.“
„Ich denke nicht, dass es so war.“, sagte Gaby. „Sie wirkten ernsthaft traurig, als es passiert ist. Erst danach schienen sie langsam aufzuatmen.“
TKKG hatte gerade das Schulgebäude verlassen, als ein Wagen vor dem Schulgebäude hielt.
„Das ist aber nicht ihr üblicher Schlitten.“, sagte Klößchen.
„Sie haben doch auch gesagt, dass ihr Bruder kommt.“, sagte Karl. „Klar, dass das der in eigenen Auto kommt.“
„Klar, wie er das schwarze Schaf der Familie ist.“, sagte Klößchen.
Der Fahrer hatte kaum die Fahrertür auf und seine Füße auf den Boden gestellt, als die beiden Geschwister ihm schon um den Hals fielen. Er nahm sie beide fest in den Arm und lachte.
TKKG erstarrten. Sie kannten das Lachen und als die jungen Geschwister den Blick auf ihren Bruder freigaben, erkannten sie auch diese Gestalt.
„Wespe!“, riefen sie alle wie aus einem Mund.
Besagter schaute auf und grinste: „Oh, wenn das mal nicht der Schrecken der Unterwelt ist. Ich hatte eigentlich gehofft die beiden hier einzusacken und zu verschwinden, ohne von euch in ein neues Verbrechen gezogen zu werden.“
„Haben wir auch nicht vor.“, sagte Tim „Wir wollen dich nicht von deinem Familientag abhalten. Auch wenn es kaum zu glauben ist, dass jemand wie du Familie hat.“
„Tja, mein lieber Tim, du bist halt noch jung und musst viel lernen.“, sagte Wespe gönnerisch.
„Warte mal, Remi, du kennst TKKG?", fragte Tili.
Wespe nickte betont ernst: „Na klar. Ich bin immer wieder drauf und dran die zu verhaften. Furchtbare Halunken sind das! Haltet euch bloß fern!“
TKKG fingen herzhaft an zu lachen.
„Warte mal,“, sagte Klößchen nachdenklich. „wenn du ihr Bruder bist, dann gehörst du zu einer der reichsten Familien der Stadt… des Landes.“
„Stimmt.“, sagte Wespe.
„Und du bist Bulle gewordenen?“, rief Klößchen.
Wespe zuckte mit den Schultern: „Ich hab von dem Geld nichts mehr gesehen seit ich achtzehn war und rausgeschmissen wurde.“
„Zumindest bis jetzt.“ merkte Konny an.
Wespe nickte.
„Was heißt denn das? Bist du wieder in die gute Meinung deiner Eltern gerutscht?“, fragte Tim.
„Oh kein Stück. Die sind homophob wie eh und je, aber Oma hat mir alles vermacht.“, grinste Wespe. „Und da sich nun endlich meine Eltern in meine gute Meinung bringen müssen, darf ich endlich meine Geschwister treffen ohne ihnen auflauern zu müssen.“
„Und du kannst die immer noch keine Hosen ohne Löcher leisten?“, fragte Tim.
„Das nennt sich Style, du Stadtaffe.“ beschwerte sich Wespe.
Klößchen pfiff durch die Zähne: „Wespe als Alleinerbe? Nicht schlecht.“
„Ist die Familie wirklich so reich?“, fragte Gaby.
„Lasst es mich mal so sagen: Selbst mit allem, was ich erben werde, wirke ich neben Wespe wie ein armer Betteljunge.“
„Zu was macht es mich dann?“, fragte Tim amüsiert.
„Wespe könnte dich kaufen, ohne dass du es merkst.“
Tim runzelte die Stirn: „Menschen kauft man aber nicht mehr.“
Klößchen schmunzelte: „Er könnte sich die Schule, deine Clubs, den Wohnblock deiner Mom, ihren Arbeitsplatz und den Arbeitsplatz deines Stiefvaters kaufen und hätte das Geld in einer Stunde Nichtstun wieder drin.“
Tim pfiff anerkennend.
„Etwas Gutes hat das Ganze.“, sagte Klößchen.
„Und was?“
„Sobald meine Mutter wieder eine ihrer Schicki-Micki-Partys veranstaltet, lade ich Wespe ein.“, grinste Klößchen. „Der wird die Gesellschaft schon auf Trab halten.“
„Sie sind nicht der Einzige, der eine Familie mit jungen Kindern darin hat.“ sagte Schalavsky. „Meine Neffen und Nichten lieben den Film.“
Schalavsky sah zufällig auf das Display von Wespes Handy.
Dort stand die Nachricht von Tili: „Hat sehr viel Spaß gemacht vielen Dank, Remi. 😁“
„Remi?“, sagte Schalavsky zweifelnd.
Wespe sah auf.
„Wie die Ratte.“, sagte Schalavsky.
Wespe schnappte nach Luft: „Sie kennen Ratatouille?“
Als TKKG das nächste mal Wespe trafen, hatte Klößchen schon lange darüber nachgedacht, was sie über ihren Freund gelernt haben.
„Wespe, ich muss dich mal was fragen.“, fragte Klößchen nachdem die Verbrecher, die sie überführt hatten, von Wespes Kollegen abtransportiert worden waren.
„Sicher Willi, was gibt denn?“, fragte Wespe und lehnte sich gegen seinen Polizeiwagen.
„Wenn du der älteste Sohn der Zaudersteins bist, warum heißt du dann Bienert?“, fragte Klößchen. „Bist du der uneheliche Sohn oder so?“
Wespe lachte auf: „Ich wünschte, aber nein. Ich hab geheiratet und einen anderen Namen angenommen.“
„Ahhh!“, machte Klößchen verstehend.
„Du bist verheiratet?“, fragte Gaby überrascht.
„Geschieden.“, sagte Wespe leichthin.
„Warte, deine Geschwister haben dich Remi genannt.“, sagte Tim. „Aber dein Polizeiausweis sagt Kasimir.“
Wespe sah Tim skeptisch an: „Wann hast du meinen Ausweis gesehen?“
Tim zuckte unschuldig mit den Schultern: „Irgendwann… bin nicht sicher.“
„Tim hat recht.“, sagte Gaby. „Dein Berichte haben auch den Namen Kasimir.“
Wespe seufzte: „Das ist auch mein Name.“
„Und wie leitet sich daraus Remi ab?“, fragte Karl.
„Mein kompletter Geburtsname ist Edelbert Rembold Kasimir von Zauderschein.“, sagte Wespe seufzend.
„Edelbert?“, fragte Tim mit kaum unterdrücktem Schmunzeln.
„Lach nur, Timotheus.“, schmunzelte Wespe.
Bevor die beiden sich noch mehr Kabbeln konnten schaltete sich Karl ein: „Du hast also geheiratet und nur noch deinen dritten Vornamen benutzt. Wenn hast du denn geheiratet? Bienert ist nicht so ein üblicher Name und wir haben Professor Bienert…“
„Bist du in die Familie unseres Lehrers eingeheiratet?“, fragte Klößchen geschockt, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass irgendwer seine Lehrer heiraten wollte.
Wespe rang kurz nach Worten und sagte dann: „Jaaa, kann man so sagen.“
„Wie meinst du denn das?“, fragte Karl, weil er durchaus den seltsamen Tonfall gehört hat. Wespe starrte die Kinder wortlos an und wartete, dass bei ihnen die zwanzig Cent fielen. Klößchen hatte zuerst die Erkenntnis und verzog angewidert das Gesicht: „Du hast mit einem Lehrer rumgemacht? Das ist ja widerlich.“
„Er war damals noch kein Lehrer.“, sagte Wespe. „Er war noch in seinem Referendariat.“
„Eh.“, machte Klößchen. „Das macht es nicht viel besser. Ich brauch doch keinen Partner der mir Hausaufgaben gibt.“
Wespe lachte und errötete leicht: „Die Aufgaben, die er mit gegeben hat, mochte ich.“
Mittlerweile hatten auch die anderen verarbeitete, was sie da hörten.
„Warum habt ihr euch scheiden lassen?“, fragte Gaby.
„Wir wussten beide, dass es nichts für immer ist.“, sagte Wespe. „Wir haben überhaupt nur geheiratet, damit ich meinen Namen ändern konnte.“
„Ist das nicht… strafbar?“, fragte Karl. Wespe zuckte mit den Schultern: „Ne, wir haben das ja nicht für Steuervorteile oder so gemacht. Und wir waren in einer Beziehung. Wenn du glaubst das ist das erste Mal, dass jemand früh heiratet, um ihren Familie zu entkommen, bist du ganz schön naiv.“
Karl nickte einsichtig.
„So.“, sagte Wespe. „Wars das? Oder gibt’s noch mehr Fragen?“
„Unser Job ist es nicht Fragen zu beantworten.“, sagte Schalavsky, der nun dazu kam und missbilligend sah, wie Wespe auf dem Polizeiauto saß. „Das ist nicht Ihr Auto, hören sie auf darauf zu sitzen.“
Wespe stieß sich mit einem übertriebenen Seufzen vom Wagen ab: „Da ruft die Arbeit oder in meinem Fall der Arbeitskollege. Machts gut, TKKG!“
„Warte,“, sagte Klößchen. „eins noch, meine Mutter schmeißt nächstes Wochenende eine Party für alle die… ähm… für die Superreichen, um ehrlich zu sein. Kommst du auch?“
Wespe sah ihn einen Moment abschätzend an: „Darf ich meinem Freund mitbringen?“
„J-ja klar.“, sagte Klößchen überrascht.
„Okay.“, sagte Wespe.
„Steigen Sie endlich ein, wir müssen weiter.“, sagte Schalavsky und Wespe warf den Kids noch einen verschwörerischen Blick zu, bevor er in das Auto einstieg.
Schalavsky stieg auch ein und startete den Motor. Als sie um die nächste Kreuzung bogen und TKKG aus dem Rückspiegel verschwanden fragte er: „Haben Sie nicht gestern noch gesagt, Sie wären Single?“
Wespe brummte zustimmend: „Jep. Und? Haben sie schon was am nächsten Wochenende vor?“
Schalavsky schwieg einen Moment und fragte dann: „Sie wollen, dass ich mit Ihnen zu einer Party von Superreichen gehe?“
„Stellen Sie sich die Gesichter von TKKG vor.“, sagte Wespe.
„…“ Schalavsky begann zu nickten: „Okay. Ich bin dabei.“