Self-portrait by French painter Antoine-Jean Gros at the age of 20 years (c. 1791). Musée des Augustins.
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Self-portrait by French painter Antoine-Jean Gros at the age of 20 years (c. 1791). Musée des Augustins.

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Johannes Grützke - Selbstbildnis, 1967
Ich wollte nie jemand sein, den man bewundert. Ich wollte jemand sein, den man versteht.
Seez - SPIEGELKRISE
Das Geheimnis, oder: Gedanken wie rotes Laub
Mit dem Laubbläser durch
die Hinwindungen gehen,
sie flappen lassen wie einen
startenden Schwan im Herbstsee,
gerahmt von roten Blättern,
jedes ein Gedanke
stieben sie auf in die Freiheit -
ich suche den einen,
das Geheimnis
davon, was alle in mir sehen.
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Doktor Disko (2026-01-09)
Textfragment - 30.9.2025
Ich glaube, es gibt nichts Schöneres als ein weißes Blatt Papier, das weder Anfang noch Ende kennt, das wartet auf den ersten Strich, ein Wort oder den letzten Punkt. Ich glaube, wir alle wären gerne dieses Stückchen Reinheit. Doch jeder Seite, wie sie auch beschrieben sein mag, kann mit der Zeit vergilben. Und nicht nur das Weiß verfärbt sich, auch die Tinte verwischt und manches verschmiert bis hin zur Unkenntlichkeit. Gewiss könnte ich den Stapel in Schubladen wegsperren, niemanden irgendetwas sehen lassen, doch ist weder das Geschriebene noch das Gemalte, was verräterisch ist. Einzig das Gewordene offenbart das Hübsche und das Grässliche.

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Jeder Mensch entscheidet selbst darüber, was er sieht, wenn er in den Spiegel schaut.
Dimitrij Kapitelman: "Das Lächeln meines unsichtbaren Vaters", S.13
Selbstbild
02.03.2024: Die letzten Tage (vielleicht auch schon Wochen) fühl ich mich super unwohl in meinem Körper. Ich hab kaum Kraft noch irgendwie wirklich Zeit für Sport gefunden, teilweise ist die Motivation und vor allem die Routine flöten gegangen. Ich hab mich in der Zeit so gehen gelassen. Und es frustriert mich sehr. Zudem fällt es mir auch schwer nicht so hart zu mir selbst zu sein. Nicht in Muster zu verfallen. Wütend auf mich, meinen Körper oder sonst was zu sein. Ich meine, letztendlich hatte ich meine Gründe dafür...Bachelorarbeit, Krank, Arbeit und und und. Und dennoch denke ich mir, wenn ich mir nur die Zeit dafür genommen hätte, wenn ich mir nur die Mühe gegeben hätte. Ich hab das getan, was mir möglich war, das was ich konnte. Für eine ganze Weile war ich sehr ok mit dem wie ich ausgesehen hab, ich hab mich sogar recht wohl gefühlt. Doch nun ist dieses Gefühl, diese Zufriedenheit wieder verflogen. Wahrscheinlich wird sie wiederkommen, wenn ich langsam wieder rantaste, wenn ich wieder in meine Routine finde und meinem Körper den nötigen Raum gebe, um sich auszupowern. Ich denke auch, dass es sich mit dem Frühlingsbeginn bessern wird, mehr Spaziergänge, mehr Natur. Ach, es frustriert mich. Auch meine Ernährung litt sehr. Mal zu wenig, mal zu viel. Kaum Kopf und irgendwie auch nicht wirklich die Geduld? Wahrscheinlich der Stress, der von mir eben abverlangt alles so schnell wie möglich zu machen, weil ich ja keine Zeit mehr hätte. Ich weiß es auch nicht. Es wird lange Zeit brauchen und das ist wohl auch richtig so. Ich hab von früher diverse nichts bringende Diäten durch, hungern, verzichten und doch endlos viel zunehmen. Ich hab für mich die letzten Monate lernen können, dass es eben auch ohne Verzicht und hungern gehen kann, bewusst ernähren. Als meine Mutter die Tage jedoch wieder nach Sport und Co. fragte, war ich so endlos genervt und so frustriert. Eine ganze Zeitlang hat sie es gelassen, genau in der Zeit in der ich dem eben nachgegangen bin und nun seit einigen Wochen oder Monaten fällt es mir wieder schwerer. Und das so "reingedrückt"/gehört und auch teilweise wieder dazu genötigt zu werden, ist nicht von Vorteil. Der Druck und das schon von klein auf etwas an sich verändern zu "müssen", um geliebt zu werden. Der Druck einem Schönheitsideal und dem asiatischen Standard entsprechen zu "müssen". Nicht nur im Elternhaus, sondern grundsätzlich. Ich meine, dass merkt man gewiss auch bei der Nutzung der sozialen Medien. Doch alles ist vergänglich.a Und dann ist es eben nicht mehr der kleine Arsch, sondern der riesen große mit xy Dingen was auch immer Arsch. Alles fürn Arsch. Das Thema verdient einen ganz eigenen Eintrag. _________________________________________________________ Ich denke, ich fange morgen wieder an und finde mich in meiner Routine wieder ein. Ich werde es definitiv versuchen. Das Bild von mir selbst ist tief schwarz und obwohl ich die Farbe sehr mag, kann ich wohlmöglich ein wenig Farbe vertragen. - togeft