Donau so blau,
so schön und blau,
durch Tal und Au
wogst ruhig du hin,
dich grĂĽĂźt unser Wien,
dein silbernes Band
knĂĽpft Land an Land,
und fröhliche Herzen schlagen
an deinem schönen Strand.
Weit vom Schwarzwald her
eilst du hin zum Meer,
spendest Segen
allerwegen,
ostwärts geht dein Lauf,
nimmst viel BrĂĽder auf:
Bild der Einigkeit
fĂĽr alle Zeit!
Alte Burgen seh'n
nieder von den Höh'n,
grĂĽssen gerne
dich von ferne
und der Berge Kranz,
hell vom Morgenglanz,
spiegelt sich in deiner Wellen Tanz.
Die Nixen auf dem Grund,
die geben's flĂĽsternd kund,
was Alles du erschaut,
seit dem ĂĽber dir der Himmel blaut.
Drum schon in alter Zeit
ward dir manch' Lied geweiht;
und mit dem hellsten Klang
preist immer auf's Neu' dich unser Sang.
Halt' an deine Fluten bei Wien,
es liebt dich ja so sehr!
Du findest, wohin du magst zieh'n,
ein zweites Wien nicht mehr!
Hier quillt aus voller Brust
der Zauber heit'rer Lust,
und treuer, deutscher Sinn
streut aus seine Saat von hier weithin.
Du kennst wohl gut deinen Bruder, den Rhein,
an seinen Ufern wächst herrlicher Wein,
dort auch steht bei Tag und bei Nacht
die feste treue Wacht.
Doch neid' ihm nicht jene himmlische Gab',
bei dir auch strömt reicher Segen herab,
und es schĂĽtzt die tapfere Hand
auch unser Heimatland!
D'rum laĂźt uns einig sein,
schliesst BrĂĽder, fest den Reih'n,
froh auch in trĂĽber Zeit,
Mut, wenn Gefahr uns dräut,
Heimat am Donaustrand,
bist uns'rer Herzen Band,
dir sei fĂĽr alle Zeit
Gut und Blut geweiht!
Das Schifflein fährt auf den Wellen so sacht,
still ist die Nacht,
die Liebe nur wacht,
der Schiffer flĂĽstert der Liebsten ins Ohr,
daß längst schon sein Herz sie erkor.
O Himmel, sei gnädig dem liebenden Paar,
schutz' vor Gefahr es immerdar!
Nun fahren dahin sie in seliger Ruh',
O Schifflein, far' immer nur zu!
Junges Blut,
frischer Muth,
o wie glĂĽcklich macht,
dem vereint ihr lacht!
Lieb und Lust
schwellt die Brust,
hat das Größte in der Welt vollbracht.
Nun singst ein fröhliches seliges Lied,
das wie Jauchzen die LĂĽfte durchzieht,
von den Herzen laut widerklingt
und ein festes Band um uns schlingt.
Frei und treu in Lied und Tat,
bringt ein Hoch der Wienerstadt,
die auf's Neu' erstand voller Pracht
und die Herzen erobert mit Macht.
Und zum SchluĂź
bringt noch einen GruĂź
uns'rer lieben Donau dem herrlichen FluĂź.
Was der Tag
uns auch bringen mag,
Treu' und Einigkeit
soll uns schĂĽtzen zu jeglicher Zeit!