Erster eigener Post ist FanFic, wie könnte es auch anders sein. In unter zwei Stunden geschrieben, please be kind.
Titel: Sign of the times
Teil der #janollisommerchallenge
Prompt: KW 27 - Bei einem Konzert
Jan/Olli, male affection, rated PG
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Es war ihm einfach so unglaublich peinlich, dort zu sein.
Metal-Olli in einem Stadion voller kreischender Teenie-Mädchen. Aber was tut man nicht alles für seine Tochter. Und, zugegeben, Stimmung machen konnten sie. Gefühlt waren diese Mädchen lauter als alle anderen Fans, die er zuvor mal bei Konzerten gehört hatte.
Trotzdem zog Olli seine Schirmmütze noch tiefer ins Gesicht. Was natürlich sinnlos war, denn hier würde ihn nun wirklich niemand erkennen. Ganz, ganz andere Zielgruppe. Definitiv nicht fest & flauschig-affirm. Affirm?
"Affin", sagte Jans Stimme in seinem Kopf.
Oh Mann... So viel zur "Den ganzen Sommer nicht an Jan denken." Challenge. Und seit wann gab es das Fremdwörter durcheinander bringen eigentlich auch außerhalb der Sendung? Zeichen der Zeit.
Zeichen einer Zeit, in der er einfach manchmal nicht wusste, wo das alles noch hinführen sollte.
Das mit dem Weinen in der Küche hätte er nicht erzählen sollen. Das war ein Vertrauensbruch, klar.
Er war sich zwar fast sicher, dass Jan ihm das schon verziehen hatte, aber eben nur fast. Und "fast" reichte nicht. Er brauchte eindeutige Sicherheit. Der Gedanke, dass Jan ihm vielleicht nie wieder zu 100 % vertrauen würde... Olli schluckte. Es lag ihm wie ein Stein im Magen.
Ein neues Lied begann. Klavier-lastig.
"Papa, du musst zuhören jetzt!"
"Hm? Oh! Okay."
~ Just stop your crying, it's a sign of the times ~
Entschuldigt hatte er sich ja schon. Mehrfach. Also, so oft, dass von Jan irgendwann nur noch Augenrollen kam. Aber so war es nun mal mit Olli: alles immer etwas zu doll. Zu doll wütend, zu doll traurig, zu doll...
Naja, zu doll halt.
~ Why are we always stuck and running from the bullets? ~
Kam ganz gut live, der Song. Besser als im Radio.
Er seufzte und zog sein Handy aus der Tasche. Keine Nachricht von Jan.
"Papa, kannst du filmen?"
Auch das noch. "Na gut."
Olli filmte den Rest des Songs.
~ We don't talk enough, We should open up, Before it's all too much ~
Ok, das fühlte sich jetzt fast an wie Mobbing.
~ Stop your crying, Baby, it's a sign of the times ~
Jan weinend in der Küche. Damals hatte er es zum allerersten Mal bemerkt. Das mit Jan und dem zu doll.
Zu doll...
~ We got to get away, we got to get away ~
Der Song endete in ohrenbetäubendem Jubel. Olli beendete die Aufnahme und verdrehte die Augen. War ganz nett, ja, aber so gut nun auch wieder nicht. Überhaupt, wie die Mädchen jede Bewegung von dem Typen abfeierten... Wie so ein Kult.
Er sah wieder auf das Handy. In den zwanzig Sekunden seit dem letzten Check immer noch nichts von Jan. Was sollte er auch schreiben, der war ja nun irgendwo in der Sonne und dachte sicher nicht an Olli.
Wow. Das tat weh.
Und dann kam sie, die klassische Olli-Trotz-Reaktion beziehungsweise vage Idee, die zu 90 % nicht gut ausgeht aber zu 100 % trotzdem ausgeführt wird.
Er schickte Jan kommentarlos das Video von dem Song.
Super. Jetzt würde Jan wieder mal 10 Tage nicht antworten und wenn die Antwort kam, würde es nur ein Fragezeichen sein, so wie meistens.
Keine fünf Minuten später summte sein Handy.
Jan: Wer sind Sie und warum haben Sie das Handy von Olli Schulz?
Olli: Meine Tochter ist Fan okay
Jan: Ja nee is klar. Kaum bin ich mal weg...
Olli: Du darfst das keinem erzählen ja
Jan: Alter, daraus kann ich Minimum drei f & f Folgen bauen. Habe schon an Susanne weitergeleitet. Das war es dann für Metal am Mittwoch. ;)
Olli: Halt dein Maul, Böhmermann
Jan: Du erzählst keine Küchengeschichten mehr über mich und ich sage niemandem, dass du in Harry Styles verliebt bist. <3
Olli starrte auf das Herz.
Ach so. Wegen verliebt in Harry.
Olli: Deal. Vergeben und vergessen?
Jan: Niemals! Du kennst mich. Ich sage nur: MORRISSEY.
Olli lachte. Dann wurde er nachdenklich.
Er tippte eine Antwort ins Handy. Er sah sehr lange auf die Nachricht. Las sie immer wieder durch.
Dann löschte er sie.
Das Konzert war zu Ende.































