Marx beginnt sein Hauptwerk ›Das Kapital‹ mit drei großen und wichtigen Begriffen: Gebrauchswert, Tauschwert und Wert. Wir gehen im heutigen Post darauf ein, was hinter den Begriffen steckt und wie sie zusammenhängen.
seen from China
seen from United States
seen from China

seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from Dominican Republic
seen from Canada

seen from United States

seen from Australia

seen from Singapore
seen from China
seen from United States
seen from United States
seen from United States
seen from Singapore
seen from Yemen
seen from United States

seen from United States
seen from United States
Marx beginnt sein Hauptwerk ›Das Kapital‹ mit drei großen und wichtigen Begriffen: Gebrauchswert, Tauschwert und Wert. Wir gehen im heutigen Post darauf ein, was hinter den Begriffen steckt und wie sie zusammenhängen.

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch • No registration required • HD streaming
Auf dem Markt sehen wir, dass die Waren nicht nur gebraucht werden können, sondern sich auch gegeneinander eintauschen lassen. Dabei stoßen wir auf eine Vielfalt an Austauschverhältnissen, bei denen die Verhältnisse auch je nach Zeit und Ort wechseln können. Es erscheint uns also als etwas Zufälliges und Relatives. Andererseits können wir auch beobachten, dass wir im Prinzip alles gegen alles andere austauschen könnten. Irgendetwas in den Waren muss also vergleichbar sein. Wir finden es aber nicht in den Waren, denn dieses Gleiche in den Waren taucht nur in den Austauschprozessen auf. Dabei unterscheidet sich dieser mysteriöse Tauschwert im Unterschied zum Gebrauchswert in seiner Quantität: zwei Packungen Kaffee haben den gleichen Tauschwert wie ein T-Shirt und beide haben den gleichen Tauschwert wie zwanzig Kugelschreiber. Wir können hier schon einmal vorwegnehmen: das Gleiche, das ausgedrückt wird, ist, dass alle diese Waren Produkte menschlicher Arbeit sind.
Treten Sie näher. - Der Bruch von außen und innen, als welchen das einzelne Subjekt die Herrschaft des Tauschwerts zu spüren bekommt, affiziert auch den vermeintlichen Bezirk der Unmittelbarkeit, selbst solche Beziehungen, die keine materiellen Interessen einschließen. Sie haben je eine doppelte Geschichte. Daß sie, als ein Drittes zwischen zwei Menschen, der bloßen Inwendigkeit sich entäußern, in Formen, Gewohnheiten, Verpflichtungen sich objektivieren, verleiht ihnen die Resistenzkraft. Es gehört zu ihrem Ernst und ihrer Verantwortlichkeit, nicht jeder Regung nachzugeben, sondern der Psychologie der Individuen gegenüber als Festes und Beständiges sich zu behaupten. Das schafft aber nicht aus der Welt, was in jedem einzelnen sich zuträgt: nicht nur Stimmungen, Neigungen und Abneigungen, sondern vor allem auch Reaktionen auf die Verhaltensweisen des anderen. Und die innere Geschichte macht um so nachdrücklicher sich geltend, je weniger innen und außen mit der Sonde sich scheiden lassen. Die Gefahr des geheimen Verfalls von Beziehungen hat stets fast zum Grunde, daß die Beteiligten vorgeblich oder wirklich es »zu schwer« haben. Sie sind zu schwach gegenüber der Realität, die sie allemal überfordert, um die liebende Anstrengung aufzubringen, die Beziehung rein um ihrer selbst willen durchzuhalten. Jede menschenwürdige gewinnt im Reich der Zweckmäßigkeit einen Aspekt von Luxus. Eigentlich kann man es sich nicht leisten, und die Rancune darüber bricht in kritischen Situationen durch. Weil man weiß, daß es in Wahrheit der unablässigen Aktualität bedürfte, ist es, wenn man nur für eine Sekunde nachläßt, als zerbröckelte alles. Das bleibt fühlbar, auch wenn die objektivierte Form der Beziehung es nicht durchkommen läßt. Der unausweichliche Doppelcharakter von außen und innen beunruhigt gerade authentische, affektiv sehr besetzte Beziehungen. Ist das Subjekt tief involviert, während der entäußerte Aspekt der Beziehung, mit gutem Recht, ihm verwehrt, dem Impuls nachzuleben, so wird die Beziehung zum permanenten Leiden und damit gefährdet. Die absurde Bedeutung von Kleinigkeiten wie einem versäumten Telefonanruf, einem geizigen Händedruck, einer allzu konventionellen Redewendung rührt davon her, daß in ihnen die fast stets sonst gezügelte innere Dynamik manifest wird und die Objektivität und Gegenständlichkeit der Beziehung bedroht. Psychologen mögen leicht die Angst und den Schrecken solcher Momente als neurotisch verdammen und auf ihr Mißverhältnis zum objektiven Gewicht der Beziehung hinweisen. Wer derart sich verstören läßt, ist in der Tat »unrealistisch« und beweist durch die Abhängigkeit vom Ausschlag der eigenen Subjektivität, daß ihm die Anpassung mißlang. Aber nur wo einer auf die Inflexion der anderen Stimme mit Verzweiflung antwortet, ist die Beziehung so spontan, wie sie unter Freien es sein sollte, während sie doch zugleich eben darum qualvoll wird und obendrein durch die Treue zur Idee der Unmittelbarkeit, den ohnmächtigen Protest gegen die Kälte den Schein des Narzißmus erweckt. Neurotisch ist die Reaktionsform, die den eigentlichen Sachverhalt trifft, während die realitätsgerechte die Beziehung bereits als tote einkalkuliert. Die Reinigung des Menschen vom trüben und ohnmächtigen Affekt steht in geradem Verhältnis zum Fortschritt der Entmenschlichung.
Theodor W. Adorno
Tanzende Tische
"Eine Ware scheint auf den ersten Blick ein selbstverständliches, triviales Ding. Ihre Analyse ergibt, daß sie ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken. Soweit sie Gebrauchswert, ist nichts Mysteriöses an ihr, ob ich sie nun unter dem Gesichtspunkt betrachte, daß sie durch ihre Eigenschaften menschliche Bedürfnisse befriedigt oder diese Eigenschaften erst als Produkt menschlicher Arbeit erhält. Es ist sinnenklar, daß der Mensch durch seine Tätigkeit die Formen der Naturstoffe in einer ihm nützliche Weise verändert. Die Form des Holzes z.B. wird verändert, wenn man aus ihm einen Tisch macht. Nichtsdestoweniger bleibt der Tisch Holz, ein ordinäres sinnliches Ding. Aber sobald er als Ware auftritt, verwandelt er sich in ein sinnlich übersinnliches Ding. Er steht nicht nur mit seinen Füßen auf dem Boden, sondern er stellt sich allen andren Waren gegenüber auf den Kopf und entwickelt aus seinem Holzkopf Grillen, viel wunderlicher, als wenn er aus freien Stücken zu tanzen begänne."
Karl Marx
Das unschuldige Ding
Das unschuldige Ding Facetten und Tücken des Gebrauchswerts
"„Die kapitalistische Produktion ist – das weiß jedes Kind – darauf angewiesen, ihre Erzeugnisse abzustoßen. Sie hat dafür zu sorgen, dass diese verkauft und verbraucht, kurz: liquidiert werden. Liquidation, also der Ruin ihrer Produkte, ist das Ziel der Produktion. Wenn dieses Ziel nicht erreicht wird, wenn sich eine Menge unliquidierter Erzeugnisse aufstapelt, dann ist die Weiterproduktion, und damit auch der Profit, gefährdet. Aus diesem Grunde ist es die Aufgabe jeder Industrie, die Nachfrage und die Konsumsituation für ihre Produkte zu sichern und zu fördern, wenn nicht sogar herzustellen (…).“ (Günther Anders, Hiroshima ist überall. München 1982, S. 369-370) Anders fordert daher einen Streik gegen die Produkte (S. 383). Nicht nur die Arbeitslöhne und die Arbeitsbedingungen, auch die Arbeitsprodukte und letztlich die Arbeit selbst sind zu überwinden. Nicht für Arbeitsplätze gilt es zu demonstrieren, sondern gegen Arbeit und Arbeitszwang."
"Vergessen wir auch nicht: Stofflich gefährlich an den Produkten ist der Gebrauchswert, nicht der Tauschwert, auch wenn dieser das blinde Produzieren dimensioniert. Wir können heute nicht mehr einfach von der „Nützlichkeit eines Dings“ oder vom „stofflichen Inhalt des Reichtums“ (MEW 23, S. 50) sprechen, wo doch gerade der destruktive Charakter unzähliger Gebrauchswerte greifbar ist. Die Gebrauchswertstruktur der bürgerlichen Gesellschaft hat selbst zum Gegenstand der Kritik zu werden. Die ökologischen Bewegungen unterstreichen, unabhängig von ihrer Qualität, diese Virulenz. Gebrauchswertkritik ist mehr als ein Appendix der Kritik des Tauschwerts. Die Ware selbst steht zur Disposition, und mit ihr selbstverständlich ihr Gebrauchswert."

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch • No registration required • HD streaming
Der Gebrauchswert bei Karl Marx
Der Gebrauchswert bei Karl Marx* Eine Kritik der bisherigen Marx-Interpretation (1959) von Roman Rosdolsky
Nützlichkeit verdummt!
http://www.streifzuege.org/2017/nuetzlichkeit-verdummt
Grundsätzlich ist die Einfühlung in die Ware Einfühlung in den Tauschwert selbst. Der Flaneur ist der Virtuose dieser Einfühlung. Er führt den Begriff der Käuflichkeit selbst spazieren. Wie das Warenhaus sein letzter Strich ist, so ist seine letzte Inkarnation der Sandwichmann.
Benjamin, Passagenwerk