Das ist ein schwieriges Thema, da es für viele eine unvorstellbare Aktion ist und für andere lebendiger Aktionismus und Widerstand gegen unser Gesellschaftssystem. Als ich mich damit angefangen habe auseinanderzusetzen war ich 16 und habe gleich mehrere Dokumentationen zu diesem Thema angesehen. Mein erster Container den ich geöffnet habe war voll mit tollen Sachen: Pinienkerne (noch haltbar) und bestimmt 6 Tüten Chips auch alle noch haltbar. In diesem Moment hat es bei mir “Klick” gemacht, ich fragte mich wieso Menschen Lebensmittel wegwerfen, die noch haltbar sind. Wieso sind verpackte Sachen bei regulärer Aufbewahrung schlecht? Bei Obst und Gemüse hab ich das weitestgehend verstanden. Druckstellen, Schimmel oder überreife Früchte kaufen die Menschen tendenziell einfach weniger (auch wenn das nicht rechtfertigt sie zu entsorgen und für Menschen unzugänglich wegzuschließen).
Ich war nie regelmäßig unterwegs und habe das “Containern” geplant wie einen regulären Einkauf. Bis vor 9 Monaten hatte ich nicht einmal einen eigenen Haushalt und damit auch einfach nicht die Notwendigkeit für Lebensmittelnachschub zu sorgen. Es war eher ein “Mal gucken was heute drin ist, vielleicht habe ich ja Glück!” Gefühl. In den letzten Monaten war ich ab und an mal unterwegs und habe auch ordentlich Sachen abgestaubt. Ich zeige euch nun mal Bilder damit ihr eine kleine Vorstellung habt, wie die Dinge im Müll aussehen und euch davon selbst überzeugen könnt, dass dieser “Müll” nichts mit der bekannten Biotonne im Hinterhof zu tun hat.
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Jetzt werden auch die Mengen etwas deutlicher. Das was ihr hier in den paar Bildern zu sehen bekommt ist die Ausbeute von nur einem Tag an verschiedenen Standorten. Ist das nicht total verrückt? So oder so ähnlich könnte ein normaler Wocheneinkauf für eine 4 köpfige Familie aussehen. Genau das empfinde ich als verrückt. Stellt euch mal vor wie viele Menschen alleine in Deutschland jeden Tag Hunger haben. Hunger der verhindert werden könnte, wenn die Politik sich dahingehend ändern würde, dass es keine Straftat ist “Müll” aus der Tonne zu fischen.
Die Konsequenzen dahinter sind nicht immer ohne. Es ist ja so, dass die Tonnen in der Regel unzugänglich sind, manchmal sogar abgeschlossen. Wer dabei erwischt wird riskiert eine Strafe, die in Relation zur Tat abartig hoch ausfallen kann. Im schlechtesten Fall bekommt man eine Anzeige für Diebstahl, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung.
Wegen des hohen Risikos und meiner Mitgliedschaft bei Foodsharing habe ich mich ein wenig zurückgezogen und gehe nur gelegentlich mal zu den Tonnen. Da ich Foodsharing nun schon angesprochen habe zeige ich euch auch gleich mal wie ein sogenannter “Fairteiler” aussieht.
 Doch wie genau es bei Foodsharing läuft und was es da noch so alles gibt, kommt in einem anderen Blogpost. Das würde den Rahmen sprengen, außerdem verdient dieses Projekt einen alleinigen Fokus! Ich habe euch die Seite verlinkt oben, vielleicht seid ihr ja neugierig. Ansonsten, einfach abwarten, es kommt bestimmt bald ein passender Eintrag auf meinem Blog.
Ich wĂĽrde mich ĂĽber anregende Kommentare, Meinungen, Gedanken und vielleicht sogar Diskussionen zum Thema sehr freuen, was denkt ihr darĂĽber? Kennt ihr Menschen die sowas machen? Habt ihr selbst Interesse daran oder findet ihr es einfach nur abstoĂźend? Lasst es mich unbedingt wissen! Cheers
 Essen aus der Tonne Das ist ein schwieriges Thema, da es für viele eine unvorstellbare Aktion ist und für andere lebendiger Aktionismus und Widerstand gegen unser Gesellschaftssystem.











