Quelle: Lenin, W. I. (1987 [1917]): Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Ders.: AusgewÀhlte Werke (S. 164-257). Moskau: Verlag Progress, S. 227
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Quelle: Lenin, W. I. (1987 [1917]): Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. In: Ders.: AusgewÀhlte Werke (S. 164-257). Moskau: Verlag Progress, S. 227

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Die Formen und AusprÀgungen des Kolonialismus sind sehr unterschiedlich. Es gibt jedoch einige Gemeinsamkeiten kolonialer Herrschaft. Wir wollen uns hier ansehen, was den kolonialen Alltag ausmachte.
Weiterlesen: Kerner: EinfĂŒhrung in postkoloniale Theorien Marx: Das Kapital Marx: Die britische Herrschaft in Indien
Klima: Industriestaaten mĂŒss(t)en zahlen
Millionen sind nur Spielgeld
Schon vor einem halben Jahr hatten wir feststellen mĂŒssen, dass die Industriestaaten weiter zahlungsunwillig sind, wenn es um die Beseitigung der SchĂ€den des Klimawandels sind. Die da zusammengetragenen Argumente wollen wir mit den Zahlen anreichern, die der Tagesspiegel zu "Klimakrise und Klimakosten" unter der Ăberschrift "Unsere billionenschweren Klimaschulden an den Rest der Welt" zusammengestellt hat.
Als Lichtblick können die 200 Millionen Euro fĂŒr einen internationalen Klimafonds gesehen werden, die Deutschland schon zu Beginn der COP28 auf den Tisch gelegt hat. Andere, GroĂbritannien (75 Millionen Dollar), USA (17,5 Millionen) und Japan (10 Millionen), waren da wesentlich sparsamer.
Keine EntschÀdigung nach dem Verursacherprinzip
Es besteht ja auch weiterhin kein Grund mehr Geld auf den Tisch zu legen, denn es gibt auch in der AbschlusserklÀrung der COP28 kein Verursacherprinzip, nicht einmal das Wort EntschÀdigung kommt dort vor.
Dabei haben die englischen Forscher Andrew Fanning und Jason Hickel m Sommer 2023 eine eindrĂŒckliche Beispielrechnung. aufgestellt, was die IndustrielĂ€nder an Staaten mit geringeren Emissionen zahlen mĂŒssten. "Netterweise" berĂŒcksichtigen sie in ihren Berechnungen nur die CO2 Emissionen ab 1960, wo jedem Menschen auf der Erde hĂ€tte bekannt sein können, dass diese den Klimawandel befördern.
Damit kommen GroĂbritannien und Deutschland gut weg, denn diese Staaten hatten im Ersten und Zweiten Weltkrieg ihren Schwerpunkt auf ressourcenintensiver Produktion von Waffen. Nach Kriegsende kamen Automobilindustrie, industrielle Landwirtschaft und chemische Industrie dazu - und natĂŒrlich weitere Industriestaaten, wie die USA u.a.
Schaut man nun auf die Tabellen und Darstellungen der beiden Forscher, so ergibt sich, dass die aufsummierten COâ-Emissionen Deutschlands ab 1960 im Vergleich zu der Menge an Emissionen, die Deutschland zugestanden hĂ€tten (100%) bereits 1982 aufgebraucht waren. Deutschland gehört weltweit zu den LĂ€ndern, die am meisten klimaschĂ€dliches COâ ausgestoĂen haben und sein Budget um 250% ĂŒberschritten hat. Ăhnliches gilt auch fĂŒr die USA, Katar, Luxemburg und Kuwait, wĂ€hrend Staaten wie Burundi, Tschad und Somalia nur 1% der ihnen zustehenden Emissionen abgegeben haben. Selbst China hĂ€tte noch ein Guthaben von 50%, Indien sogar noch 80%.
Nun zum Preis
Daraus lĂ€sst sich leicht die Verteilung der Kosten zur BekĂ€mpfung der Klimakrise auf die Verursacher verteilen. Deutschland allein mĂŒsste jĂ€hrlich 380 Milliarden Dollar an asiatische, afrikanische und sĂŒdamerikanische Staaten zahlen. Das wĂ€ren pro Kopf und Jahr fĂŒr jede/n Deutschen 4600 Dollar. Da sind die freiwillig einmalig gespendeten 200 Millionen zur COP28 Peanuts aus der Portokasse ...
Die Zahlen wĂŒrden sich weiter zu unseren Ungunsten verschieben, wenn man statt 1960 frĂŒhere Jahreszahlen als Grundlage wĂ€hlen wĂŒrde - möglich wĂ€ren da die folgenden Jahre:
1824: Treibhauseffekt entdeckt
1896: Klimawandel entdeckt
1957: C02-Anstieg bewiesen
1972: "Grenzen des Wachstum" veröffentlicht
1980: "Global 2000" der Bericht an den US PrÀsidenten
1988: IPCC gegrĂŒndet
1995: Merkel eröffnet COP1
1997: Kyoto-Protokoll
2015: völkerrechtlich bindendes Pariser Klimaabkommen
2023: Jun: DE hebt die Sektorziele zur CO2 Einsparung auf
2023: Sep: DE steckt Klimaaktivisten ins GefÀngnis
Die beiden letzten Zeilen verleiten allerdings eher dazu entweder den Kopf in den Sand zu stecken oder die Bundesregierung vor ein entprechendes Gericht zu zerren ...
Mehr dazu bei https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/klimakrise-und-klimakosten-cop28/
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3xW Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/8623-20231219-klima-industriestaaten-muessten-zahlen.html
Industriestaaten weiter zahlungsunwillig
Die Milliarden fĂŒr die Klimarettung flieĂen nicht
Vor einigen Wochen hatten wir die wirklichen Schulden der ehemaligen KolonialmĂ€chte gegenĂŒber den LĂ€ndern des SĂŒdens aufgelistet. In den Verhandlungen in dieser Woche unter der Leitung von Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron sollten die Zusagen der IndustrielĂ€nder "konkretisiert" werden.
Eigentlich ist eine Klimafinanzierung in Höhe von jÀhrlich 100 Milliarden Dollar pro Jahr, die die Industriestaaten an die EntwicklungslÀnder zahlen sollen, bereits 2009 auf dem Klimagipfel in Kopenhagen diskutiert worden.
Nun sind die zu erwartenden Ergebnisse immer noch nicht konkreter, schlimmer noch, es stellt sich heraus, dass es zunĂ€chst einmal um sogenannte "Schuldenerlasse" bzw. "Schuldenerleichterungen" handelt, die schon x-mal versprochen wurden. Von wirklichen KlimaschutzmaĂnahmen ist kaum noch die Rede.
Die RealitĂ€t ist, dass bereits 2020 der Internationale WĂ€hrungsfonds IWF 34 LĂ€nder als Staaten einstufte, die sich in einer Schuldenkrise befinden bzw. davon gefĂ€hrdet sind. Zudem listete der IWF 64 LĂ€nder auf, die mehr fĂŒr Schuldentilgung als fĂŒr die Gesundheitsversorgung ausgeben mĂŒssen, schreibt Telepolis.
Es ist Zeit, dass der Westen seine Billionen-Schulden zahlt! Mehr dazu bei https://www.telepolis.de/features/Finanzgipfel-Es-ist-Zeit-dass-der-Westen-seine-Billionen-Schulden-zahlt-9195289.html
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3uL Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/8439-20230624-industriestaaten-weiter-zahlungsunwillig.htm
G7-Staaten schulden armen LĂ€ndern Billionen
Wesentliches fehlte in unserer Schuldenrechnung vom 13.5.
Immerhin waren wir vor 5 Tagen auf weltweite Schulden von 300 Billionen gekommen - bei der Summe ist es fast egal ob es Dollar oder Euro sind. In dieser Summe sind die Gelder die wir den EntwicklungslĂ€ndern schulden noch gar nicht enthalten - von den EntschĂ€digungen fĂŒr Jahrzehnte der Kolonisation und Sklaverei ganz zu schweigen.
Die Entwicklungsorganisation Oxfam kommt auf rund 13 Billionen US-Dollar an nicht geleisteter Entwicklungshilfe und versagter UnterstĂŒtzung im Kampf gegen den Klimawandel. Statt ihre Verpflichtungen zu erfĂŒllen, verlangen die G7-Staaten und ihre Banken vom globalen SĂŒden pro Tag SchuldenrĂŒckzahlungen in Höhe von 232 Millionen US-Dollar. Diese Feststellungen hat Oxfam nach dem G7 Gipfel in Hiroshima getroffen, wo wieder einmal die Probleme des SĂŒdens ignoriert wurden.
Oxfam-Direktor Amitabh Behar sagt dazu: ""Es ist die reiche Welt, die dem globalen SĂŒden etwas schuldet: Die Hilfe, die sie vor Jahrzehnten versprochen, aber nie geleistet hat. Die enormen Kosten der KlimaschĂ€den, die durch die rĂŒcksichtslose Verbrennung fossiler Brennstoffe verursacht werden.". Er stellt auch fest, dass der Reichtum der Industrienationen in dieser Form nur durch Kolonialismus und Sklaverei entstehen konnte.
ZurĂŒckblickend auf die Milleniumsziele ist festzustellen, dass anstatt den Hunger in der Welt innerhalb von 20 Jahren zu beseitigen, dieser seit einigen Jahren wieder zunimmt. Alle Versprechungen der letzten 30 Jahre wurden von den Indstrienationen gebrochen.
Das Versprechen 100 Milliarden US-Dollar im Jahr fĂŒr den Kampf gegen den Klimawandel an Ă€rmere LĂ€nder zu geben,
1970 wurde versprochen, jÀhrlich 0,7% der Wirtschaftsleistung an Entwicklungshilfe zu zahlen, die RealitÀt ist weniger als die HÀlfte,
die LĂ€nder des SĂŒdens leiden unter den Zollschranken des Nordens und mĂŒssen gleichzeitig ihre MĂ€rkte fĂŒr Produkte des Nordens öffnen,
hinzu kommen die von den Unternehmen des Norden im SĂŒden verursachten UmweltschĂ€den, hier nur ein Beispiel von vielen, Nigeria fordert fĂŒr die Verseuchung des Niger-Deltas durch die Ălkonzerne Shell und Eni 12 Milliarden Dollar EntschĂ€digung https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/shell-eni-und-co-umweltschaeden-in-nigeria-kommission-fordert-zwoelf-milliarden-dollar-von-internationaler-gemeinschaft-a-abaa9b2b-1834-4a89-9352-49a6bb2cd0c0
Mehr dazu bei https://www.stern.de/politik/ausland/-toedliche-doppelmoral---oxfam--g7-staaten--schulden--armen-laendern-billionen--33475644.html und https://diasp.eu/posts/15892259#962c3e10-5564-64b9-60a6-66e901659038
Kategorie[21]: Unsere Themen in der Presse Short-Link dieser Seite: a-fsa.de/d/3u9 Link zu dieser Seite: https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/8403-20230518-g7-staaten-schulden-armen-laendern-billionen.htm

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