Und irgendwann will jeder etwas sein, was er gar nicht ist. Irgendwann entspricht niemand mehr dem Bild was er von sich hat, jahre lang malt man das Porträt seines Lebens, an manchen stellen gibt man sich mehr & an anderen weniger mühe, mal ist es in den schönsten strahlenden Farben & ab und zu einfach nur schwarz! Manchmal malt man etwas über, neue Erkenntnisse, das 'reifer' werden bewegt uns dazu. Villeicht schmeißt man auch mal alles über den Haufen & will ein neues Bild beginnen & doch spiegeln sich unsere Erinnerungen, Erlebnisse - unser gesamtes Leben bis zu diesem Zeitpunkt wieder, in jedem Gemälde, egal was man tut & egal wie oft man anfängt alles neu zu malen, doch wird die Vergangenheit immer gleich aussehen, villeicht verblasster, aber doch immer da.. Wir malen unsere Träume und Ziele, malen es so das es uns selbst gefällt. Immer mal wieder blicken wir auf Bilder eines anderen, nehmen uns evtl. ein Beispiel, finden neue Wege etwas zu verbinden. Wir lernen das jeder schwarze Flecken & Grauzonen hat in seinem Porträt & das gerade diese eigentlich die ganze Schönheit & etwicklung des Kunstwerkes ausmachen. Doch nur die wenigsten machen so weiter - irgendwann reicht der Blick aufs eigene Blatt nicht mehr! Neid sowie Gier & Probleme mit sich selbst bringen einen dazu sein eigenes Bild zu hassen! Man zweifelt an sich, will besser sein! Das eigene können reicht aufeinmal nicht mehr aus! Aufeinmal sind da andere Bilder von einem selbst, gezeichnet von anderen Menschen! Man guckt sie an & verschwindet irgendwann hinter ihnen - sein eigenes Werk lässt man ausser acht, guckt nicht mehr in seine Zukunft & folgt seinen träumen die man mit so viel Mühe dargestellt hat. Nein aufeinmal verwandelt man sich in ein mühelos hingeklatschtes Werk eines anderen & das schlimmste ist, die meisten merken es nicht & wahrhaben wollen sie es erst recht nich.. Das zugeben am eigenen Werk gescheitert zu sein ist für viele wohl schwerer als sich in andere Werke zu flüchten!








