Letztes Wochenende fand wieder das Foodbloggercamp in Reutlingen statt. Es war ein wirklich metronomisch gutes Wochenende! Ich war bereits vor zwei Jahren auf dem ersten Foodiecamp und dieses Jahr war einfach alles noch besser. Die Stimmung war sehr entspannt und zudem gab über den ganzen Tag verteilt leckeres Essen - ein Treffen unter alten und neuen Freunden, die die gleiche Leidenschaft teilen. Was will man mehr? Das perfekte Wochenende!
Ich habe wieder Sessions über Tee gehalten, doch dieses Mal habe ich dazugelernt und es in zwei Blöcke geteilt: Am Samstag wurden Schwarztees verkostet und am Sonntag gab es Grüntee zu schlürfen. Glücklicherweise hat alles gut geklappt, trotz viel Improvisation sind die Tees was geworden und kamen gut an. So gab es direkt am Morgen einen Energiekick, um den Tag voller Elan anzugehen.
Was ich an diesem Wochenende anders gemacht habe als letztes Mal: Ich habe bei vielen Sessions einfach reingeschnuppert und spontan mitgemacht. Mir war schnell nach dem ersten Blick klar, dass, so faszinierend ich es auch finde, Nudeln selbst machen und wursten nichts für mich ist und ich es in meinem Alltag nicht anwenden werde. Es war trotzdem interessant kurz in die Sessions zu spickeln und viel zu sehen und mitzunehmen. So war das Wochenende für mich sehr entspannt und ich fühlte mich nicht von Session zu Session gehetzt.
Das Mittagessen am ersten Tag: Gersotto, Tortellini aus der Nudelsession von Elena, gedämpfter Lachs und Mangold.
Highlight: Selbstgemachte Salsiccia von Frank und Werner. Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, selbst zu wursten und seit diesem Wochenende hat sich dies erledigt, da es tatsächlich nicht ganz einfach ist. Ein paar Gedanken dazu findet ihr auch die Tage auf meinem privaten Blog.
Nach dem Mittagessen war ich in einer spannenden Session über Vanille vom Vanilleshop. Unnützes Wissen am Rande: Coca Cola ist der größte Vanilleabnehmer der Welt, da künstliches Vanillin bei der Kundschaft nicht ankam und daher tatsächlich noch bei der Herstellung echte Schoten verwendet werden.
Danach habe ich noch von den Erdnussbonbons von Kuchenbäcker genascht und einen veganen Erdnussmuffin von Natalie probiert. Ich bin ja der absolute Desserttyp und könnte mir vorstellen, im nächsten Jahr nach dem Mittagessen eine Session über leckere und gesunde Naschereien anzubieten. Die Macarons aus der Schabakery sahen zwar weltklasse aus, doch als ein Butterthermometer zum Vorschein kam, rannte ich panisch davon, weil es mir zu kompliziert wurde. Koch- und backtechnisch bin ich tatsächlich doch recht gemütlich, musste ich an diesem Wochenende feststellen.
Gestärkt ging es weiter in die Snapchatsession von Sabine. Diese war dringend nötig, da ich mir die App zwar geladen, aber überhaupt nicht kapiert habe. Ihr findet mich dort unter “missharrcore” und nächste Woche starte ich eine Harrcore Hardcore Snapchat Woche, um auszuprobieren, ob die App überhaupt etwas für mich ist. Yeah!
Ebenfalls ein Highlight: Ginverkostung von Küchenflug. Sie hatte einige Flaschen dabei und dazu verschiedene Tonicsorten. Ich habe in der Session einiges gelernt und tatsächlich ein paar neue Favoriten entdeckt. Mein Gewinner: Der Tonka Gin. Denn bei Tonkabohnen bin ich direkt hin und weg.
Wir haben den Abend gemütlich mit ein paar Drinks ausklingen lassen und auch wenn Reutlingen nicht so weit entfernt von Stuttgart ist, war ich sehr froh darüber, vor Ort zu übernachten und werde dies im nächsten Jahr wieder tun.
Mein Zimmer habe ich mir übrigens mit der lieben Elena geteilt. Es hat mich so gefreut, dich kennenzulernen, einen besseren Blogger-Roomie hätte ich mir nicht vorstellen können! ❤
Der nächste Tag war wieder super aufregend. Verena hat in ihrer Session über Ernährung einen sehr wichtigen Punkt gebracht: Lieber ein paar Kilo mehr auf den Rippen und gesund als superdünn und krank. Da bin ich absolut ihrer Meinung, sich nährstoffreich und ausgewogen zu ernähren ist auch meine persönliche Priorität Nr. 1.
Surf and Turf mit Chillignocchi und Veggies. Ein großer Dank an dieser Stelle an alle Blogger, die uns das ganze Wochenende über bekocht haben. You rock guys!!!
In der Motzsession von Miri konnte man so herrlich meckern und lästern, gerne nächstes Jahr wieder.
Melanie hat uns noch zum Schluss gezeigt, wie man ganz easy Nutella selber macht.
Am Ende wurden wir mit einer tollen Goodiebag überrascht. Danke an alle Sponsoren!!! Was sich genau darin befand, könnt ihr übrigens in meinem allerersten Video auf YouTube sehen - ein Unpacking auf dem Kanal von Das süße Leben. Ich bin übrigens auf euer Feedback dieser kleinen Premiere gespannt!
Ich habe an diesem Wochenende vor allem eines mitgenommen: Ich möchte mehr mit anderen Bloggern zusammenarbeiten. Der Austausch ist für mich der Kern eines solchen Wochenendes. Einen Blog zu betreiben hat für mich zwei Gründe: Natürlich spielt auch der selbstdarstellerische Part eine Rolle, aber genau so wichtig oder gar wichtiger ist der soziale Aspekt. Neue Leute kennenlernen, von ihnen lernen, Projekte starten. Gemeinsam kreativ werden und dadurch Wert schaffen. Mir liegt das Thema momentan sehr am Herzen und ihr dürft also gespannt sein, wo es die nächsten Monate hingeht. Doch genau darauf habe ich Bock, denn das macht das Bloggen aus: Es ist ein Dialog, mit Lesern und anderen Bloggern. Lasst uns also mehr gemeinsam sprechen, gerne auch von Angesicht zu Angesicht. Und dadurch gemeinsam eine Community von Foodverrückten schaffen. Das Foodbloggercamp ist erst der Anfang. Doch es war ein aufregender und lehrreicher Start. Was für ein Wochenende!