Das sind keine Worte, das ist freigelegte Realität.
Ihr Erkennen wird keine Erkenntnis sein, sondern eine Narbe.
Und egal, wie scharf der Schnitt ist, der Schmerz liegt nicht im Wort,
sondern in dem, was danach bleibt.
Glaube nicht an Verbindung.
Glaube nicht an ein „Wir“.
Es gibt keine Koexistenz zwischen uns, kein Band, kein tragendes Gefühl.
Was du dafür hältst, sind schmale Überlappungen im Verhalten,
zufällige Gleichläufe im Tun, kurzzeitige Spiegelungen im Fühlen.
Mikroskopische Schnittmengen, kaum messbar,
haarfein, und doch von dir aufgeblasen zu einem Weg,
Was du empfindest, gehört dir.
Was du fühlst, ist dein Konstrukt.
Du projizierst Hoffnung und nennst sie Verbindung.
Du erwartest Echo und nennst es Gefühl.
Nichts davon ist mein Anteil.
Dein Weg ist nicht meiner.
Unsere Linien kreuzen sich,mehr nicht.
Kein Verlauf, keine Richtung, nur ein Punkt im Raum.
Ich will keine Begleitung.
Trag dein Gewicht selbst.
Schlepp deinen Ballast ohne fremde Schultern.
Erwarte nichts von mir, und bilde dir nicht ein,
dass aus deiner Sehnsucht ein „Uns“ entsteht.
Deine Randzonen, deine Umwege, deine offenen Enden,
Menschen tauchen auf, Menschen verschwinden.
Begegnungen sind kein Versprechen,
und Verfolgung entsteht nur, weil du dich vor deinem eigenen Weg drückst,
während du ihn als „einfach“ und „schön“ romantisierst.
Faszination ist kein Gefühl.
Sie ist zusätzlicher Widerstand.
Und du bist nichts weiter als Gewicht,
das den Fortschritt hemmt.
Wenn sich unsere Wege erneut schneiden,
ist ein Moment des Stillstands möglich.
Ich will dich nicht kennenlernen,
egal, aus welchem Zusammenhang wir uns berühren.
Du rennst Geistern hinterher.
Nicht aus Sehnsucht, sondern aus Feigheit.
Du klammerst dich an andere,
weil dein eigener Weg zu schwer ist
und du deine Last nicht alleine tragen willst.
Ich handle nicht nach deinem Maßstab,
sondern nach meiner Zeit, meiner Kraft, meiner Entscheidung.
Dein Leid, deine schwächelnden Bekenntnisse,
dein „Mir geht es scheiße“ ,
Ich vergesse dich so schnell
wie die tausend Gesichter vor dir.
Rede nicht von gleichen Wegen,
es waren Kreuzungen, keine Strecken.
Rede nicht von Erwartungen,
ich bin deine Enttäuschung.
deine kindliche Faszination für Besitz und Nähe
ist nichts als Blindheit.
Du bist nicht mein Seelenverwandter.
Du bist deine Einbildung.
Wir haben kein gemeinsames Ziel.
Keine gemeinsamen Feinde.
Keine gemeinsamen Dämonen.
Was du daraus machst, liegt bei dir,
dass du mit denselben Gedanken auch andere belästigst,
weil du ihnen nicht aus dem Weg gehst.
Bevor du dich erneut in deinen Emotionen verlierst,