Tipps für mehr Motivation
Rückblickend ärgere ich mich heute manchmal darüber, dass ich nicht schon viel früher erkannt habe, dass mein ungesunder Lebenswandel mich sehr eingeschränkt hat. Aber es ist auch eine Tatsache, dass ich vorher wahrscheinlich einfach noch nicht bereit für eine Veränderung war. Da können einen hunderte von Leuten (Verwandte, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, etc.) dazu ermuntern, ein paar Pfunde abzunehmen oder Sport zu betreiben … man will das alles einfach nicht hören und der innere Schweinehund meldet einem zurück: „Wozu was ändern? Du fühlst dich doch wohl und alles ist so in Ordnung wie es gerade ist!“
Natürlich habe ich im Laufe der Jahre so einige Diäten mit guten bis mäßigem Erfolg ausprobiert, aber danach kam in der Regel der JoJo-Effekt und weil ich meine Essgewohnheiten nie wirklich angepasst habe, hatte ich im Endeffekt sogar noch ein paar Kilo mehr auf den Hüften.
Wir halten also mal fest: Ein Veränderung muss mal selbst wollen … nur dann hat man auch wirklich ein Ziel vor Augen, ist motiviert und wenn sich die ersten Erfolge bemerkbar machen, bleibt man auch am Ball.
Wir alle haben faule Momente, in denen wir uns einfach nicht aufraffen oder zum Sport aufrappeln können. Dann fehlt uns – schlicht und ergreifend – die notwendige Motivation.
Ein paar sinnvolle Tipps sind dann von Nöten und ich möchte in diesem Posting mal versuchen, ein paar dieser Tipps zu nennen. Es gibt sicherlich viele mehr, nicht alle funktionieren bei jedem und andere haben bestimmt noch ein paar sinnvolle mehr auf Lager; aber es soll ein hilfreicher Anfang sein:
Die Ziele am Anfang nicht gleich zu hoch stecken
Wer gewillt ist, seinen Lebenswandel und seine Ernährung umzukrempeln, der neigt in der Regel dazu, viel zu erwarten und wird dann enttäuscht. Nur weil ich meine Essgewohnheiten und meine Ernährung umstelle, heißt das nicht, dass ich sofort Unmengen von Pfunden verliere. Der Körper muss die Umstellung zunächst realisieren und seinen Stoffwechsel umstellen bzw. anpassen.
Daneben ist es mit der Ernährung alleine nicht getan … auch Bewegung ist wichtig … also sollte man sich nach einer Sportart umsehen, die einem liegt und an der man Spaß. Nicht jeder ist für den Besuch in einem Fitnessstudio geschaffen. Manche fühlen sich in einer solchen Atmosphäre unsicher, beobachtet oder schämen sich gar, mit ihren vielen Pfunden neben zahlreichen Typen mit Adonisfigur zu trainieren. Letzteres ging mir gut ein Jahr lang so, bevor ich mich schließlich auch mal in den überfüllten Freihantelbereich gewagt habe. Wem Kampfsport mehr liegt, der sollte sich in diesem Bereich umsehen und wer lieber zu Fuß und in der Natur unterwegs ist, sollte Walken oder Joggen. Aber Achtung: Joggen ist bei starkem Übergewicht definitiv nicht gesund für die Gelenke!
Bitte keinen Alibi-Sport betreiben!
Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Fitnessstudiobesucher, die mal schnell für 20 Minuten vorbei schauen, sich auf eines der Cardiogeräte schwingen oder dort gemütlich ein Buch lesen oder per Smartphone mit den Freunden chatten. Dann noch schnell ein Selfie geschossen, um den Besuch zu dokumentieren und ab damit auf Facebook. So, dass reicht … jetzt kann ich wieder mit gutem Gewissen nach Hause gehen! Ich hab' ja was für mich getan!
Die Betreiber der Studios freuen sich sicherlich über solche Mitglieder, denn mit denen hat man wenig bis gar keine Arbeit. Inzwischen bin ich sogar der Überzeugung, dass viele Fitnessstudios sich entsprechend organisiert haben und auf diese Weise ordentlich Geld verdienen. Beim Probetraining werden die möglichen Klienten hofiert und sobald man den Jahresvertrag unterzeichnet hat, kümmert sich keiner mehr um sie. Ich sehe ständig Anfänger im Studio, die wirklich bemüht sind, ihre 0-8-15-Trainingspläne abzuarbeiten und dabei jede zweite Übung komplett falsch ausführen, während keine zwei Meter weiter einer der Trainer wohlwollend darüber hinweg sieht. Früher oder später bleiben bei diesen Trainierenden die Erfolge aus, die für die Motivation wichtig sind und dann kommen sie einfach nicht mehr ins Studio. In der Regel wird dann noch vergessen, die Kündigungsfrist des Jahresvertrages einzuhalten und schon kassieren die Studios sogar noch weiter Geld für Nichts!
Gemeinsam macht Sport noch mehr Spaß. Frag einfach mal einen guten Freund oder Arbeitskollegen, ob ihr nicht zusammen Sport treiben wollt. Du kannst auch einem Sportverein in deiner Nähe beitreten. So fällt es dir viel leichter, dich zum Sport zu motivieren.
Wenn du weißt, dass gerade dein Freund oder deine Freundin auf dich wartet, wirst du deinen inneren Schweinehund überwinden, weil du ihn/sie ja nicht versetzen willst. Du hast somit einen guten Grund, zum Sport zu erscheinen.
Bei der Wahl deines Trainings- oder Sportpartners solltest Du aber auch darauf achten, dass ihr beide in etwa die gleichen Voraussetzungen mitbringt. Jemand der eine echte Sportkanone ist, kann als Partner für einen Anfänger sowohl motivierend als auch demotivierend wirken.
Hindernisse aus dem Weg räumen
Du möchtest morgen ins Fitness Studio gehen? Dann mach es dir so einfach wie möglich! Packe deine Sporttasche bereits am Abend zuvor und fahre direkt nach der Arbeit ohne Umwege dort hin.
Wenn du erst nach Hause fährst oder noch etwas anderes dazwischen kommt, steigt die Gefahr, dass du dich ablenken lässt oder einfach keine Lust mehr auf Sport hast.
Je weniger Hürden also zwischen dir und dem Sport stehen, desto weniger Motivation benötigst du um dich zum Sporttreiben zu überwinden.
Je mehr Spaß du beim Sport hast, desto größer wird deine Motivation sein. Ob der Sport eine totlangweilige Angelegenheit oder ein Mordsspaß ist, liegt an dir allein.
Du kannst im Fitness-Studio oder zu Hause auf dem Crosstrainer einen Film schauen oder deine Lieblingsmusik hören. Das Joggen oder Fahrrad fahren eignen sich hervorragend, um deine Umgebung zu erkunden und Neues in der Natur zu entdecken. Wenn du dazu noch in regelmäßigen Abständen dein Trainingsprogramm änderst und Abwechslung hineinbringst, baust du dir eine dauerhafte Motivation zum Sport auf.
Verbinde den Sport mit angenehmen Dingen, die du gerne tust und du wist feststellen, dass es dir viel leichter fällt, regelmäßig Sport zu treiben.
Die Macht der 10 Sekunden Willenskraft
Ich hatte am Anfang oft das Problem, mich zum Sport zu motivieren. Mit der Zeit habe ich dann entdeckt, dass bereits 10 Sekunden Willenskraft ausreichen, um mich zum Sport zu überwinden.
Es ist nämlich so: Wenn du dich erst Mal zum Sport aufgerappelt hast, wirst du mit deiner Trainingseinheit sehr wahrscheinlich nicht mehr aufhören und sie zu Ende bringen. Also musst du dich nur auf den Anfang deines Trainings konzentrieren und dafür deine gesamte Willenskraft für wenige Sekunden aufbringen.
Nutze also deine Willenskraft zum Anziehen und Einsteigen ins Auto. Bist du erstmal auf dem Weg zum Fitness-Studio, kehrst du nicht mehr um und ziehst dein Trainingsprogramm auch durch.
Mach, worauf du Lust hast
Du hast die freie Auswahl. Du musst nicht Joggen gehen, wenn du keine Lust darauf hast. Wenn du stattdessen lieber Schwimmen oder Tanzen gehen willst, ist das vollkommen in Ordnung. Mach das, worauf du Lust hast und die Motivation kommt von ganz allein. Ich gehe z.B. neben meinem regelmäßigen Krafttraining zwei Mal im Monat zum Boxtraining, das fördert u.a. meine Kondition und bringt Abwechslung mit sich.
Bitte nicht verbissen an Ernährungsumstellung festhalten
Wer seine Essgewohnheiten umstellt und seine Ernährung verändert, der wird schnell feststellen, dass sein Körper früher oder später dagegen rebellieren wird. Er wird z.B. mit Heißhungerattacken reagieren und dann ist unser Wille und unser Durchhaltevermögen gefragt. Dann kann man schnell in Versuch kommen und alle guten Vorsätze wieder über den Haufen werfen … wenn man der Stimme des inneren Schweinehundes nachgibt.
Ich für meinen Teil habe von Anfang an versucht, solche Situationen damit zu umgehen, in dem ich wöchentlich einen Schummeltag eingelegt habe; Kraftsportler nennen das auch Cheatday! Soll heißen, an einem Tag in der Woche gönne ich mir auch heute noch Dinge, die nicht in meinen Ernährungsplan passen, z.B. einen Döner, ein Glas Cola, Gummibärchen, etc. … natürlich alles in Maßen. Auf diese Weise verhindere ich Heißhungerattacken und belohne mich regelmäßig für mein Durchhaltevermögen. Merke: Belohnungen sind wichtig … sie motivieren uns!
Den inneren Schweinehund besiegen
Jeder von uns hat diese Stimme im Kopf, die versucht, dich vom Sport abzuhalten. Wenn du lernst, deinen inneren Schweinehund zu überwinden, wird es dir leicht fallen, konstant Sport zu treiben. Achte also einmal bewusst auf deine Gedanken direkt vor dem Sport und lerne mit der Zeit, diese innere Stimme zu ignorieren.
Die Vorteile des Sports anerkennen
Wenn du erst Mal eine Zeit lang Sport gemacht hast, wirst du die vielen Vorteile zu schätzen lernen. Du bist besser drauf und einfach ausgeglichener. Richtig ausgeführt ist Sport nicht mehr Mord, sondern ein toller Weg, deine Lebensqualität zu steigern. Realisiere, dass es dir mit Sport besser geht und du wirst mehr Motivation zum Sport haben.