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Januar 2020
Der Stummfilm lebt
Bei meinem Geburtstagsfest werden Scharaden gespielt, und die routinierten Spieler erklären den Anfängern die Gebräuche – mit einigen Gästen verbinden mich 35 Jahre Scharadenvorgeschichte, und da gibt es einige Dinge, die fairerweise vorab zu klären sind. Hochgereckte Finger für Anzahl der Wörter, gestreckte Finger an den Unterarm gelegt für Anzahl der Silben, wenn es böse kommt und man ein Wort zerlegen muss, und dergleichen mehr.
Niemand stellt die Geste für „Buchtitel“ in Frage (die Hände werden vor dem Bauch gefaltet und buchartig geöffnet), aber als ich „Filmtitel“ vormache (die Linke hält eine imaginäre Kamera vors Gesicht, die Rechte bedient die ebensolche Kurbel), schnaubt meine Tochter. Die Frage, ob es im Smartphonezeitalter typische, gut unterscheidbare Gesten gibt, die beim Lesen anders sind als beim Filmgucken (oder beim Filme drehen, wobei hier das Verbum geradewegs in den nächsten Sumpf führt), ist nicht so recht zu klären. Auch wenn ich, darauf lege ich meiner Tochter gegenüber Wert, doch nicht SO alt bin, dass ich noch Kameras mit Kurbel erlebt hätte, bleibt es bei der alten Geste.
(Tilman Otter)
Ich liege schon im Bett...möchte aber noch etwas loswerden.
Heute waren wir auf einer Familienfeier. Und vorgestern den Onkel besuchen. Wir haben erkannt, alle lieben und schätzen uns. Alle haben irgendwie dasselbe Bild von uns - wir sind wertschätzend, ruhig, geduldig, sind für jeden da, haben für alle ein offenes Ohr, hören zu, bringen andere zum Lachen. Kurzum, die Menschen fühlen sich wohl um uns herum. Und dafür mögen sie uns. Die Familie halt...und ja, ich finde das irgendwie schön. Aber es ist wahnsinnig anstrengend für uns, Zeit mit anderen Menschen zu verbringen. Und alle respektieren das irgendwie. Reden nicht schlecht über uns, weil wir nicht schlecht über jemanden reden. Sie lassen uns in Ruhe, finden es aber enorm schade, dass sie uns nicht öfter sehen.
Wisst ihr, was das Traurige daran ist? Dass es für mich so schwer ist, Zeit mit anderen zu verbringen, weil ich mich die ganze Zeit verstelle. Sie sehen uns, wie wir wollen, dass sie uns sehen. Das passt schon. Es ist schön, dass sie dieses Bild von uns haben. Aber das sind nicht wir. Und genau deshalb kostet es uns so viel Kraft, bei anderen Menschen zu sein. Wir sind nie wir. Wir sind immer in dieser Rolle drin. Für alle da. Immer gut drauf, immer ein nettes Wort. Niemals böse. Wir spielen diese Rolle so perfekt, dass sie uns alle dafür lieben. Und ich weiß nicht, was nun besser ist. Dass sie alle einen Menschen lieben, der nicht existiert, aber ich dafür gemocht und geschätzt werde, dadurch aber paradoxerweise kaum Zeit mit diesen Menschen verbringen kann, oder ich mein wahres Gesicht zeige und ihre Welt zerstöre, demnach genug Zeit mit ihnen verbringen KÖNNTE, aber sie würden mich nicht mehr auf dieselbe Art und Weise schätzen...das würde ich nicht aushalten.
Wir haben irgendwie erkannt, dass die Menschen nach außen das sind, was ihnen im Inneren fehlt. Wir sind das.
Wir sind nach außen Harmonie, weil in unserem Inneren Chaos herrscht. Wir sind nach außen freundlich, weil wir im Inneren hasserfüllt sind. Wir sind nach außen aufmerksam, weil wir im Innern untergehen.
Vielleicht regt es zum Nachdenken an. Vielleicht verhält sich jemand, wie er sich verhält, weil ihm das im Inneren fehlt. Und ein Lächeln ist eigentlich ein Akt der Verzweiflung. Meine Gedanken sind so wirr.
Ich bin da, aber wir sind es nicht. Wir sind da, aber ich bin es nicht.
Ich will nicht krank sein.
Scharade
Eine Scharade haben sie veranstaltet.
Sich gegenseitig etwas vorgemacht.
Selbst als Familie ihre Sorgen, Nöte und Probleme einander vorenthalten.
Alleine im Dunkeln getrauert und geweint.
Um keinem zur Last zu fallen, aber auch, weil man es dort so machte, weil Tränen Schwäche waren und man stark sein mußte, so wie die Großeltern in den 2 Kriegen.
Wenn die alle sich „Depressionen“ hingegeben hätten, würde Deutschland jetzt noch in Schutt und Asche liegen.
Aber die neuen Generationen haben das nicht erlebt.
Und jammern und zetern auch gerne.
Und nehmen die Pillen — Anti-Depressiva, die Zombifier, von denen alles nur noch schlimmer wird.
Etwas zwischen rigeroser Gefühls-Unterdrückung und passivem Aufgeben mit Pillen wäre wohl gut.
Für Deutschland, und auch anderswo.
Die Leute müssen lernen, wirklich miteinander zu reden.
#thesorrowsofyouth #poetry #scharade #bedeutungslos #unberechenbar #reizdesunerreichbaren #unerreichbar #spiel

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Scharade 😊 #oles_jaa #collage #designroom #reiserbeiderarbeit #scharade #олеся #работа #шарады #инстатаг #инста #instalike #instadaily #коллаж #arbeid #jobb #grafikdesign
Este es un #cuchillo de #supervivencia o #tactico que viene con #tirachinas o con #resortera de #taylorbrands o #scharade las #marcas de #cosas de #camping y #survival
Die Sachsen sind helle !
Die Sachsen sind helle !
Der Sachse ist auch zufrieden – sehr zufrieden. Denn in Sachsen ist es, wo die schönsten Mädchen wachsen. Die Sächsin gilt weltweit als geniale Liebhaberin – so lange sie schweigt. So passen Sachse und Sächsin sehr gut zusammen, weil der Sachse auch als “eifriger Arbeiter im Weinberg des Herrn” gilt. Aus dieser Zufriedenheit…
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