Dezember 2016
Ein Papierbuch, das mit einem E-Book daherkommt
Ich beginne ein Buch, das etwas Neues kann: Es ist mit der kostenlosen App Papego verbunden. Lädt man sich die App herunter, kann man die aktuelle Seite seines Papego-fähigen Buches einscannen, bekommt daraufhin 25 % des folgenden Textes auf sein Smartphone oder Tablet geladen und kann es â auch offline â digital weiterlesen.
Beim Lesen werden nicht viele Funktionen angeboten. Tippt man auf die linke Seite des Textes wird zurĂźckgeblättert, rechts vorwärts. Beim Tippen auf die Bildschirmmitte erscheint die Option âEinstellungenâ, unter der man die SchriftgrĂśĂe ändern kann. Mehr ist da (bisher) nicht. Die App tut, was sie soll, die Handhabung ist mehr als einfach und das Wechseln zwischen Papier und E-Book geht dank des Einscannens und der angezeigten Papierbuchseitenzahlen im digitalen Text schnell.
Dazu, dass man nie mehr als 25% des Textes im Besitz hat, sagt Papego Folgendes:
âPapego ist mehrfach gegen missbräuchliche Verwendung geschĂźtzt. Die Nutzer erhalten bei jedem Scan 25% des Buchs, die nur innerhalb der App gelesen und nicht weitergegeben werden kĂśnnen. Man kann zwar ein Buch mehrmals scannen, jedoch wird dabei der zuvor gescannte Abschnitt Ăźberschrieben, so dass man immer nur 25% des Buchs in der App mit sich fĂźhren kann. So wird Missbrauch schwierig.â Und: âPapego ist ein Zusatznutzen fĂźr das gedruckte Buch, kein vollwertiger Ersatz fĂźr ein E-Book. Aus urheberrechtlichen und steuerlichen GrĂźnden kĂśnnen wir nicht das ganze E-Book ausliefern.â
Bei kurzen Bßchern und längerer Abwesenheit von zu Hause kann diese Einschränkung sicher mal stÜren. Fßr einige Leser mag dieses Angebot gänzlich nutzlos sein. Fßr mich, die zwar lieber auf Papier liest, aber auch das geringe Gewicht von beleuchteten Texten mag und nicht gerne mehr als ein Buch gleichzeitig liest, ist das eine gute Sache.
Dies ist die zweite Fassung meines Berichts. Die erste schrieb ich letzte Nacht im Traum, mit demselben Ergebnis: âGefälltâ. Danach wurde ich allerdings aufgeregt, denn die App konnte noch etwas Unerwartetes, das mich sehr beeindruckte. Was genau das war, habe ich wieder vergessen, aber worum es ging, weiĂ ich noch: Um Filme mit Peter Alexander.
(Sokoban-Spielerin)













