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Tafel-Kunst: Hannover, vom 07.09.2024 bis 05.10.2024
Zu einem leckeren Essen gehört ein fein gedeckter Tisch. Denn das Auge isst mit. Ob FrĂŒhstĂŒck, Mittag- oder Abendessen, Kaffeetafel oder Teezeremonie: feines Porzellan, edle GlĂ€ser, schönes Besteck, Tischdecken, Servietten, Kerzenleuchter und vieles mehr gehören einfach dazu. Ganz gleich, ob die Tafel opulent, bunt oder puristisch gestaltet werden soll. Der Silberschmied Ralf Auerbach beschĂ€ftigtâŠ
Hier dreht sich ALLES um die Flechterei !Â
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Winterausstellung Nonne 11: Bamberg vom 04. bis 19.12.2021
Winterausstellung Nonne 11: Bamberg vom 04. bis 19.12.2021
Mit dem Atelier NONNE 11 haben sich die Schmuck- und Metallgestaltenden Nora Kovats und Alvaro-Luca Ellwart nicht nur Werkstatt und Ausstellungsraum fĂŒr ihre eigene Arbeit geschaffen, sondern zugleich eine Kulturplattform in Bamberg. In der NONNE 11 finden Events, Ausstellungen, Workshops und Lectures statt, bei denen gestalterische Disziplinen und schöpferische AnsĂ€tze nicht mehr in gesondertenâŠ
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die Feinflechterei
Flechtarbeiten aus feinen Weidenschienen
( = geschÀlte, gespaltene, gehobelte und geschmÀlerte Weidenruten )
Die Feinflechterei ist eine traditionelle Technik, die im 19.Jahrhundert besonders in der Region um Michelau in Oberfranken weit verbreitet war.  Hierbei werden geschĂ€lte Weidenruten von Hand aufgespalten, auf dem FrĂ€nkischen Weidenhobel gehobelt und geschmĂ€lert, und ĂŒber Holzformen zu kunsthandwerklichen Schalen und Schmuckdosen verflochten.
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Die Feinflechterei ist in der Zeitgeschichte des Flechtens eher eine jĂŒngere Disziplin. Belege findet man im 17. Jahrhundert und in Stilleben der flĂ€mischen Malerei. Die âFeinflechtereiâ ist sozusagen das âPorzellanâ der Korbflechterei in Europa. Schmuckdöschen, Handtaschen, Trachtenkörbe und feine Schalen wurden in dieser Technik hergestellt â so kunstvoll, daĂ man sich fast nicht traut diese kleinen SchĂ€tze wirklich zu benutzen. WeiĂgeschĂ€lte Weidenruten werden in 3-4 Teile der LĂ€nge nach aufgespalten und schmĂ€ler und dĂŒnner gehobelt â bis man gleichmĂ€ssige Schienen erhĂ€lt. Ăber einer Holzform wird aus den Schienen ein zartes, leichtes Körbchen gezaubert.
Die wichtigsten Techniken der Weidenflechterei unterscheidet man nach âgeschlagene Arbeitâ und Feinflechterei. Bei der âgeschlagenen Arbeitâ entstehen in der Regel einfache Waren, wie Körbe zum Transport von Kartoffeln, anderen FeldfrĂŒchten oder von Fischen. Produkte dieser Machart fanden hĂ€ufig auch ihre Verwendung bei zahlreichen ProduktionsvorgĂ€ngen in der Industrie. Die Korbflasche, ein vom Flechtwerk geschĂŒtzter Glasballon, ist wohl allgemein bekannt. Wird geschĂ€lte und gebleichte Weide verarbeitet, spricht man von âWeiĂgeschlagener Arbeitâ. Es entstehen feiner ausgearbeitete Produkte vornehmlich fĂŒr den Haushalt - WĂ€schekörbe, Henkelkörbe - und fĂŒr den BĂŒrobereich - Papierkörbe. LĂ€nge und Dicke der verwendeten Weidenruten fĂŒhren zu einer weiteren Differenzierung: âGroĂ-geschlagene Arbeitâ besteht aus langen, dicken Ruten. Unter âKlein-geschlagene Arbeitâ ist dem gegenĂŒber die Arbeit mit den einen Meter kurzen, weiĂen oder gesottenen Weiden zu verstehen. Diese mĂŒssen besonders hochwertig sein, da sie andernfalls schnell brechen. So entstehen feine Körbe, vorzugsweise fĂŒr den Tischgebrauch wie zum Beispiel Brot- und Obstkörbe, oder NĂ€hkörbchen.
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https://www.obermain.de/lokal/main-rodach-steinach/art2999,735596
Zeugnisse filigraner Handwerkskunst im Korbmuseum Michelau                                 Â
      Von Gerda Völk                            09. April 2019
16:30 Uhr             Aktualisiert am:
03. Dezember 2019
Filigrane Handwerkskunst begrĂŒndete einst den Ruf Michelaus als Wiege der Feinflechterei. Einige besonders schönen StĂŒcke sind derzeit in der Sonderausstellung âFEINgeflochten - die Sammlung des Fachschuldirektors Ernst Schmidtâ im Deutschen Korbmuseum zu sehen.
Als Direktor der Staatlichen Fachschule fĂŒr Flechterei hatte Ernst Schmidt stets ein Auge fĂŒr besondere StĂŒcke. âEs war ein Zufall, dass wir im vergangenen Jahr zwei Zuwendungen bekommen habenâ, erklĂ€rte Ariane Schmiedmann, die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums. Neben persönlichen Unterlagen umfasst die Sammlung auch Korbwaren aus aller Welt, sowie einige von Schmidts eigenen Arbeiten.
Von den 108 StĂŒcken, die 2018 das Museum aus zwei Quellen erreichte, zeigt die Ausstellung 32 höchst unterschiedliche Exponate. Diese sind in den neuen Vitrinen des Museums untergebracht. BĂŒrgermeister Helmut Fischer brachte bei der Ausstellungseröffnung seine Freude zum Ausdruck, dass es Ariane Schmiedmann wieder gelungen ist, eine Sonderausstellung zu organisieren.
Weltbekannt geworden
Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Feinflechterei. Eine Technik, mit der das oberfrĂ€nkische Michelau einst weltbekannt wurde. Die Ausstellung informiert auch ĂŒber die einzelnen Schritte, die zur Herstellung feinster Weidenschienen notwendig sind. Vom Spalten der geschĂ€lten Weidenruten ĂŒber das Hobeln der Weidenschienen auf die gewĂŒnschte StĂ€rke, bis hin zum SchmĂ€lereisen, mit dem die Schienen auf die entsprechende Breite gebracht wurden.
Die so vorbereiteten Weidenschienen wurden anschlieĂend ĂŒber eine Holzform geflochten. Neben der Materialvorbereitung konnte die Herstellung eines StĂŒckes zwischen einem Arbeitstag und mehreren Wochen dauern. Darin dĂŒrfte auch der Grund liegen, weshalb solch feingeflochtene Kostbarkeiten heute kaum noch hergestellt werden.
Ernst Schmidt, am 18. September 1916 in Mitwitz geboren, besuchte nach der Volkshauptschule einen einjĂ€hrigen Zeichenlehrgang. Von 1932 bis 1935 absolvierte er eine Ausbildung an der Staatlichen Fachschule fĂŒr Flechterei, die er als Jahrgangsbester abschloss. Nach kurzer VertretertĂ€tigkeit in Berlin wurde Ernst Schmidt 1937 zum Arbeitsdienst einberufen. Die Marine-Navigationsschule schloss er mit den groĂen Steuermannsexamen ab. Nach dem Krieg berief ihn der damalige Fachschulleiter Professor Kaspar Daum als Aushilfsangestellter an die Fachschule in Lichtenfels, wo Ernst Schmidt nach einer vierwöchigen Vorbereitungszeit eine eigene Klasse ĂŒbernahm. 1948 absolvierte er seine MeisterprĂŒfung.
Nach Jahren als Fachschullehrer arbeitete Ernst Schmidt von 1967 bis zu seinem Tod im Juni 1973 als Direktor der Staatlichen Fachschule fĂŒr Flechterei in Lichtenfels.
Vier Ausstellungsvitrinen
32 Exponate gibt es in vier Ausstellungsvitrinen zu bewundern. Exponate wie eine um 1800 in Oberfranken hergestellte Handtasche aus zum Teil gefĂ€rbten Weidenschienen kĂŒnden von der hohen Kunst seiner Schöpfer. Dies gilt auch fĂŒr eine Deckeldose, die mit Rautenmuster in den 1930er Jahren in der Korbfachschule hergestellt wurde. Sehenswert sich auch die AusstellungstĂŒcke aus Nordamerika, Afrika oder Asien. FĂŒr Peter DĂ€nner sind es die schönsten Teile, die er je gesehen hat. Begeistert war auch ein Besucher aus Berlin, der spontan einen Zwischenstopp im Museum einlegte. âDie Grenze zwischen Kunst und Handwerk ist flieĂendâ, sagte er.
Die Sonderausstellung aus dem Nachlass des Fachschuldirektors Ernst Schmidt ist noch bis zum September im Korbmuseum in Michelau zu sehen.
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