Kaum ein Wirtschaftszweig leidet so unter dem Fachkräftemangel wie das Handwerk. Rund 200.000 Stellen sind trotz guter Berufsperspektiven un
Was für der Nachwuchs fehlt???!? Der Nachwuchs ist den armen Handwerkschefs nicht deutsch oder nicht männlich genug oder sie haben sonst ein Problem mit dem Nachwuchs, aber an den Leuten selbst liegt's nicht.
Wie viele Geschichten ich schon gehört habe von Frauen, dass stumpf alle Betriebe im Bundesland die Bewerbung abgelehnt habe. Wie viele Fragen ich gelesen habe, welche Betriebe denn Frauen ausbilden. Wie viele Frauen das Handwerk während oder direkt nach der Ausbildung verlassen, weil es ihnen einfach unmöglich gemacht wird da zu bleiben. Wer hat schon Bock, in nem Betrieb anzufangen, wo man im Vorstellungsgespräch – als Gesellin wohlgemerkt – gefragt wird, ob man überhaupt etwas tragen kann.
Wie viele Handwerker*innen abgeschoben werden sollen. Ihre Abschlussprüfung nicht schaffen, nicht weil sie nicht gut genug sind, sondern weil sie nicht genug Unterstützung mit der deutschen Sprache erhalten. Oder auch hier wieder – abgelehnt und rausgemobbt.
Und auch Leute, die in das gewünschte Betriebsbild passen *kotz* werden häufig scheiße genug behandelt, dass alle, die andere Optionen offen haben sich schnellstmöglich verpissen.
Aber um das zu verbessern müsste man ja Probleme auf Arbeitgeberseite¹ einsehen und die Schuld auf die (nun ja nicht unbedingt) Arbeitnehmer*innen zu schieben ist halt einfach einfacher.
¹ ich habe hier beabsichtigt die männliche Form gewählt. Ein Grund dafür ist, dass ich von mehr Chefinnen gehört habe, über die sich nicht beschwert wurde als von Chefs und ein weiterer Grund ist, dass das schon echt ne Leistung ist bei der Statistik (Ich hab hauptsächlich mit Bauhaupt und Ausbau zu tun, Handwerk ganz rechts ist über alle Bereiche hinweg):













