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April 2019
Tippen oder Lecken
Die nächste Wahl steht bevor, und die Stadt Köln verschickt Wahlbenachrichtigungen. Wer per Briefwahl die Zusammensetzung des EU-Parlaments mitbestimmen möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder den QR-Code auf dem Briefbogen. Das ist sehr komfortabel, es leitet direkt zu einer Website, wo die persönlichen Daten schon drin stehen. Nur das Geburtsdatum muss man noch wählen, bestätigen, und schon ist die Wahl beantragt.
Der andere Weg ist mühsam: man muss einen Wahlscheinantrag ausfüllen, unterschreiben und in einen Umschlag stecken, der nicht einmal selbstklebend schließt, sondern am Rand befeuchtet werden möchte. Und auf den man eine Briefmarke kleben soll (nicht muss, auch wenn der Brief den Eindruck erweckt).
So oder so, später das Absenden des Wahlzettelposters wird sicher auch den Einsatz der Zunge erfordern.
(Thomas Jungbluth)
Two versions of casual Courtney-inspired P caps, nice for a name with two of these! :: Zwei verschiedene Versionen des großen P, in einem eher modernen Script. Praktisch wenn Vor- und Nachname mit dem gleich Buchstaben anfangen 😉! :: #calligraphy #kalligrafie #kalligraphie #caligrafia #calligraphyart #calligraphylove #moderncalligraphy #modernekalligrafie #pointedpen #spitzfeder #letter #envelope #briefumschlag #handwriting #handschrift #flourishforum #federflugcalligraphy
Bu hafta sonunu kendime ayırıp biraz zarf süsledim .. Mektup yazdım... Hatta 2. Bir flipbook denemesi ne bile başladım😅🙈 Bu zarf bugünün giden yolcusu 🎈 Umarım gittiği yere mutluluk götürür 💙 Outgoing mail 📬
Ende der 80er Jahre
Lecken und lecken lassen
In der zweiten Hälfte der 80er Jahre mache ich mehrmals Ferienjob im Finanzamt. Es gibt dort naturgemäß eine Menge Briefe zu verschicken.
Um fair gegenüber dem Finanzamt und den 80er Jahren zu sein: Es gibt bereits zwei Kuvertiermaschinen, die ihren Schwestern, wie man sie dreißig Jahre später verwenden wird, nicht unähnlich sehen. Etwa für Kraftfahrzeugsteuerbescheide, die automatisierungsfreundlich sind, weil sie immer aus genau einem A4-Blatt bestehen, und weil es von ihnen sehr viele gibt. Nur Stapeleinzüge sind in den 80er Jahren noch nicht das Gelbe vom Ei. Wir dürfen sie nicht verwenden, zu oft landen sonst mehrere Steuerbescheide im selben Kuvert, was natürlich nicht passieren darf. Also sitzt man eben ein Stündchen vor der Maschine und schabt einen A4-Bogen nach dem anderen in den Einzug, wie die schwäbische Hausfrau die Spätzle ins Kochwasser.
Ab dann geht es aber mit beeindruckender Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Die Bescheide werden auf ein Drittel gefalzt, mit Krawuppdich in ein DIN-Lang-Kuvert geschossen, zugeklebt und gestapelt. Die Technik ist hier schon verblüffend weit. Was hingegen noch nicht so weit ist, ist die Anpassung der händischen Arbeitsabläufe an die Bedürfnisse der Maschinen. Es gibt noch sehr viele Formulare und Arbeitsprozesse, die sich gegen Automatisierung sperren, allen voran die Einkommensteuerbescheide, die in den Achtzigern ein völlig irreguläres Querformat haben und in einem halb automatisierten Prozess eingetütet werden müssen, der anfällig ist und immer mal wieder Konfetti und Verdruss produziert.
Und dann gibt es eine Menge Sendungen, die händisch kuvertiert und frankiert werden müssen. Anfangs benütze ich zum Anfeuchten der Gummierung noch vielfach die Zunge, weil es mich vor den Schwämmchen, die zu diesem Zweck vorgesehen sind, ein wenig graust. Es gibt jedoch auch die ehrwürdige alte Anleckmaschine (die offiziell ganz sicher anders heißt, aber ich weiß nicht, wie), ein Ungetüm aus Wellen, Walzen, Spiralfedern und Blechen, das direkt aus einem schlechten oder ironischen Science-Fiction-Film kommen könnte. Schwer zu schätzen, wie alt sie ist, Sechziger? Siebziger? Die Briefe müssen mit geöffneter Lasche und der Öffnung nach oben zwischen senkrechte laufende Gummiwalzen praktiziert werden und werden von diesen etwa einen Meter weit transportiert. Unterwegs feuchtet ein geriffeltes Messingrad, das unten durch ein Wasserreservoir läuft, die Gummierung an, ein elegant geschwungenes Blech schließt die Lasche, eine Rolle drückt sie an, und dann fällt der Brief verschlossen in einen Korb – wenn auch, je nachdem, wie gut man es mit dem Wasserstand im Reservoir gemeint hat, mehr oder weniger nass. Egal, das trocknet dann schon wieder.
Hat man je abends das Wasser im Reservoir ausgewechselt, leckt man nie mehr einen Brief mit der Zunge an, zu widerlich ist die dickliche Stinkbrühe, die sich da ansammelt.
Spannend ist immer die Frage, welche Briefe man dieser Höllenmaschine anvertrauen kann. Grundsätzlich ist sie nicht heikel, was Format und Dicke der Briefe betrifft, aber bei einem gewissen Gewicht und einer gewissen Knubbeligkeit hört es natürlich doch auf. Da wiegt man einen Brief, mit dem einem Steuerpflichtigen seine Originalbelege zurückgegeben werden sollen, in der Hand und sagt dann optimistisch zur Anleckmaschine: „Gell, das schaffst du schon“. Und muss dann mitansehen, wie der Brief zwischen den Walzen abschmiert, über seinen Hohlräumen reisst das Papier ein, das Ganze wird grob zerkleinert, schlägt im Fallen den eklen Wasserbehälter aus der Halterung, und landet nass und stinkend auf dem Boden. Dann wünscht man sich doch, man hätte einfach geleckt.
(Tilman Otter)

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An envelope in progress – I often don't finish the last letter stroke in a line, so when I've written everything I can add flourishes (or simple exit strokes, depending on style or space). The same is a good idea for ascenders and especially descenders! :: Wenn ich einen Umschlag beschrifte, lasse ich oft erst einmal den letzten Strich in einer Zeile (sowie die Unterlängen) weg, so daß ich am Schluß Verzierungen je nach Platz anhängen kann 😉. #calligraphy #kalligraphie #kalligrafie #calligraphyart #envelope #calligraphyenvelopes #turquoise #teal #türkis #whiteink #weißetinte #briefumschlag #handwriting #englishroundhand #englischeschreibschrift #anglaise #inglesa #copperplate
Das wunderschöne Cotton Papier in Weiß von Gmund benutze ich für meine gesamte Briefausstattung 🐚🕊✉️ … klassisch aber sehr vielseitig einsetzbar! :: Love the classy white cotton paper by Gmund – I use it for my stationery, it's so versatile ✉️🕊🐚! :: #calligraphy #caligrafia #kalligrafie #inglesa #englishroundhand #englischeschreibschrift #letter #envelope #briefumschlag #gmundpaper @gmundpaper #flourishforum #federflugcalligraphy
I haven't been practicing Copperplate enough in the last weeks – and it shows, not happy with that stroke joining f and e ... I was busy with more designy stuff. Catching up with private mail is a great way to get in the flow again though! :: Rose Gold ist so eine charmante Farbe, auch wenn der eine oder andere Strich nicht so sitzt, weil ich in letzter Zeit nicht genug zum Schreiben kam 😬 ... #calligraphy #kalligrafie #kalligraphie #snailmail #brief #briefumschlag #copperplate #anglaise #inglesa #rosegold #flourishforum #federflugcalligraphy