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Zu Besuch in Heidelberg
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Musical notation by Ludwig van Beethoven (IV)
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TEFAF Museum Restoration Fund 2025 - Les Très Riches Heures du Duc de Berry
Die TEFAF freut sich, bekanntgeben zu können, dass das Musée Condé, Château de Chantilly, den diesjährigen TEFAF Museum Restoration Fund (TMRF) in Maastricht erhält. Der TMRF ist ein jährlicher Zuschuss, der 2012 eingerichtet wurde, um die wichtige Arbeit der internationalen Kunstgemeinschaft zur Erhaltung des künstlerischen und kulturellen Erbes zu unterstützen. Mit Hilfe des TEFAF wird das…

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Herbst 2024
Die Kraft der Handschrift
Die Wahl zum US-Präsidenten im November ist die erste, bei der ich mitwählen darf. Es ist auch die erste, bei der ich mich darüber hinaus engagieren will. Ich fange bescheiden an, indem ich Postkarten an Wähler in Swing States schicke.
Die Sache hat Methode. Es ist unwahrscheinlich, dass jemand seine Meinung ändert, schon gar nicht wegen einer Postkarte. Stattdessen konzentriert sich die Aktion auf Leute, die vermutlich die eigene Meinung teilen, aber bei der letzten Wahl nicht gewählt haben. Das kann man in den öffentlichen Wählerverzeichnissen einsehen. Da die Wahlbeteiligung in den USA grundsätzlich niedrig ist, liegt hier das größte Potential, den Ausgang zu beeinflussen.
Von Hand geschriebene Postkarten sind dazu erwiesenermaßen eine der besten Methoden. Ich weiß das aus eigener Erfahrung: Alles, was nach Massenpost aussieht, wirft man gleich weg, aber bei einer von Hand geschriebenen Mitteilung überwiegt die Neugier. Daran ändert auch nichts, dass viele Organisationen das inzwischen auszunutzen versuchen und Post verschicken, die auf den ersten Blick aussieht wie von Hand geschrieben. Ich bin darin inzwischen geübt und wenn ich etwas sehe, das in einem Zeichensatz geschrieben ist, der Handschrift vorzutäuschen versucht, werfe ich es erst recht ungelesen weg. Aber wenn es echte Handschrift ist, werde ich immer noch neugierig. Sehr neugierig.
Die Gruppe Postcards to Swing States hat es statistisch untersucht und nachgewiesen: Die handschriftlichen Postkarten haben etwa ein Prozent Erfolgsquote. Pro hundert geschriebene Postkarten geht eine Person wählen, die es ohne Postkarte nicht getan hätte.
Damit ist es ein Zahlenspiel. Postcards to Swing States rekrutiert dieses Jahr Tausende von Freiwilligen, um insgesamt 36 Millionen Postkarten zu verschicken. Das sollte etwa 360.000 Wähler mobilisieren, was in der Größenordnung des Vorsprungs liegt, durch den Wahlen in den USA oft entschieden werden.
Ich selber werde 200 Postkarten schreiben und kann hoffen, dass ich damit eine oder zwei Personen dazu bringe, wählen zu gehen. Ganz wichtig aber: Ich soll auf keinen Fall etwas Persönliches schreiben. Die Texte für die Postkarten sind vorgegeben, und die Erfolgsquote dieser Texte ist ebenfalls statistisch untersucht. Mit einem eigenen Text, egal wie authentisch oder gut gemeint er ist, könnte ich alles kaputt machen. Ich soll schreiben:
Hi [ Voter's First Name ]! Thank you for being a voter! Who you vote for is private, but whether you vote is public record. Please vote in the Tues. Nov 5 election! – [ Your First Name ]
(André Spiegel)
Familiengeschichte in handschriftlichen Eintragungen - Teil 1 von 3
Unter den Büchern des Nachlasses, gab es gleich einige, die mit handschriftlichen Eintragungen versehen waren. Sie belegen wie in verschiedenen Jahrzehnten über mehrere Generationen Bücher verschenkt wurden.
Die ältesten Eintragungen, die ich gefunden habe waren in "Starks Predigten" (ohne Jahr) aus Enßlin und Laiblins Verlagsbuchhandlung, Reutlingen.
In dieses Buch hat zwei Mal dieselbe Person zu unterschiedlichen Anlässen ihre Widmung hinterlassen. Der erste Text lautet wie folgt:
„Widmung zur Verlobung Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name dem Menschen gegeben, darinnen wir sollen selig werden alleine der Name Jesus Christus. Geschrieben zum Andenken von deiner Mutter Pfingstfest Im Jahre 1923“
Die unterzeichnende "Mutter" müsste meine Ur-Urgroßmutter gewesen sein, die wohl diese Predigtsammlung meinem Urgroßvater und meiner Urgroßmutter zu deren Verlobung 1923 geschenkt hat.
Es fasziniert mich, dass sie daraufhin 3 Jahre später erneut einen Spruch im gleichen Buch hinterlassen hat:
„Widmung 2, Tim. 15, -17. Weil du von Kind auf die Heilige Schrift weißt, kann dich dieselbige unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum. Geschrieben am 2. Mai 1926 Als Andenken von deiner Mutter“
Obwohl es nahe liegen würde, dass dieser Eintrag wohmöglich zur Hochzeit erfolgte, war die Hochzeit meiner Urgroßeltern erst ein paar Wochen später, am 21. Mai 1926. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, welche Bedeutung der 2. Mai für meine Familie gehabt haben könnte.
Mein (sprachübergreifendes) Vokabelheft. Besonders schöne und interessante Wörter, die ich nicht vergessen möchte, sammle ich dort.