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Home Sweet Home! #Hamburg #HH #HamburgmeinePerle #latergramm #kiwikiky #homesweethome
Well what can I say...... New Zealand you did it again!!! Thanks to everyone "helping" making this year unforgettable!!! Gonna miss you! Haere Ra! Over and out.... #wellington #flyingback #timetogohome #unforgettable #haerera #overandout #kiwikiky
Haere Ra!
Haere Ra ist Maori und bedeutet auf Wiedersehen. Es ist langsam so weit das ich selbst “Auf Wiedersehen” sagen muss.
Aber bevor es dazu kommt, finde ich seit langer Zeit endlich mal die “5 Minuten” um die letze Zeit zusammen zufassen.
Seit dem ich - im letzten Eintrag - davon erzählt habe das ich in Christchurch bin, ist vieles passiert.
Arbeitsstelle gewechselt, Besuch bekommen, in 2 Jobs gearbeitet, Besuch bekommen und eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens getroffen…..
Aber hier erstmal die letzten Wochen:
Anfang Dezember traf ich mich mit Laura und Stu - die ich in Hanmer Springs kennen gelernt hatte auf einen Kaffee in Christchruch. Als mich Laura dann anrief und meinte Sie haben sich verlaufen, mir beschrieben was Sie gerade sehen und ich Ihnen dann von daher den Weg erklären konnte habe ihc gemerkt das meine “kleine Karte” im Kopf wohl schon richtige form angenommen hat. Das vorherige - bis dato erfolglose - Verteilen der Lebensläufe in Cafes und Restaurants, um einen Möglichen Job zu bekommen, hat hier einiges dazu beigetragen. Wir trafen uns im C1 Espresso. Eine alte Posthalle die zu einem Kaffee umgebaut wurde und in dessen Decke sich durchsichtige Plastikröhren befanden. Durch diese Plastikröhren werden die bestellten “Fritten” geliefert oder ab 3 Uhr Nachmittags auch eine Auswahl von 3 kleinen Burgern.
Im Backpackers “The Old Countryhouse” habe ich ja angefangen als Cleaner zu arbeiten und meine Kollegen - die auch meine Zimmermitbewohner waren - wurden schnell zu einer “neuen Familie”. Wenn man am anderen Ende der Welt ist und sich typische Familien Feiertage - wie Weihnachten - nähern, versucht man sich mit Menschen zu umgeben die diesem gleich kommen. Da ist schnell die Entfernung zwischen Amerika, Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden und England etwas kleiner geworden.
Nach 3 Wochen als Cleaner wurde eine der Rezeptionistenstellen frei. Es war immer noch Arbeit für Unterkunft, allerdings “nur” 3 1/2 Tage arbeiten. Also anstelle von 7 Tage die Woche von 10:30 bis manchmal 14:00 - 3 Tage von 8:15 bis 20:15 und einen Tag von 13:00 bis 20:15. Naja manchmal wurde 20:15 auch 21:00 Uhr oder später - es wurde halt gerade Hochsession. Aber mit diesen Arbeitstagen, rechnete ich mir größere Chancen aus einen bezahlten Job zu finden, da ich morgens oder Abends arbeiten konnte. Dazu kommt natürlich auch es ist ein anspruchsvollerer Job als Toiletten, Duschen, Küchen zu reinigen und Betten zu machen. Also konnte ich mein Gehirn nach gut 2 Monaten wieder einschalten ;).
Ich würde Victoria (England) ersetzen die nach Auckland geht und dort einen anderen Job beginnt und somit auch aus meinem 6er Zimmer in ein 2er Zimmer - mit der anderen Rezeptionistin (Rebekka - England) ziehen.
In meiner letzten Woche - bevor ich an der Rezeption angefangen habe - habe ich einen Tag vor meinem Cleaner Tag um 8:15 meinen Probetag angefangen. Um 10:30 dann meine normale Hausekeepingschicht hintermich gebracht um dann wieder bis 17:00 Uhr an der Rezeption zu sitzen.
In der Weihnachtswoche fing ich dann an der Rezeption an. Meine ersten Tag und meinen ersten Gast werde ich glaube ich nie vergessen…. Beim einchecken von 2 Mädels (natürlich aus Deutschland - denn jeder zweite den man trifft oder eincheckt ist aus deutschem Lande) schaute das eine uns nach der Einweisung ins Hostel und das wie und wo man alles findet an als hätten wir ihr gesagt sie muss einen unangekündigten Physiktest schreiben.
Um ihr etwas behilflich entgegen zukommen und ihr - nicht gerade flüssig über die Lippen kommendes - Englisch zu schonen, dachte ich eine Erklärung in deutsch würde helfen….
FALSCH gedacht!
Sie schaute mich und Rebekkah - die mit mir am ersten Tag arbeite - an und schrie nur:
“I AM FULLY CAPABLE OF SPEAKING ENGLISH!!” und die Tränen liefen….
An diesem ersten Tag lernte ich eine meiner wichtigesten Lektionen für die nächsten Wochen - was ich mir ja irgendwie auch schon hätte denken können - aber, wie schon mal gesagt, als Backpacker liegen die Emmotionen sehr SEHR nah an der Oberfläche und manchmal fehlt nur ein kleiner Tropfen um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Meistens ist viel passiert vorher und wir - an der Rezeption - werden dann als Ablasventil genutzt. Da wird einem so einiges auch schonmal an den Kopf geschmissen.
Wie sich hinterher herrausstellte flog eine der beiden am nächsten Tag zurück nach Deutschland und die “DEM ENGLISCHEN MÄCHTIG” blieb noch weitere Wochen in Neuseeland. Also war Sie in diesem Fall überfordert mit der Situation nach langer gemeinsamen Reise Zeit nun den Weg alleine anzutreten.
Den nächsten Morgen traf ich Sie in der Küche und Sie entschuldigte sich für das geschehene. Ich sagte ihr das es schon in Ordnung ist und Sie sich nicht entschudligen muss und alles gut ist.
Am nächsten Tag machte ich mich mit ein paar Freunden auf zur Gondola in Christchurch. Die Gondola bringt dich auf den höchsten Berg in Christchurch mit einem 360° VIEW über Christchurch und Umgebung. Ein kleienr Wanderweg kann einen auch innerhalb von 1 1/2 Stunden auf den Gipfel bringen, aber erstens war uns heute nicht nach wandern und zweitens mussten wir doch mindestens einmal mit der Gondola fahren.
Oben angekommen, hatten wir einen unglaublichen Blick über Christchurch und der Wettergtt meinte es sehr gut mit uns an diesem Tag und wir konnten bis zum Diamond Harbour alles Glasklar sehen. Strahlend Blauer Himmel vereinzelnt Wolken und - ausser dem hier oben herschendem Wind - ein sehr warmer Sommertag.
Wenn man mit der Gondola auf den Gipfel gekommen ist, hat man auch das “Vergnügen” mit der “Zeit Bahn” innerhalb des Gondola Gebäudes zu fahren. Das ist quasi im Preis mit inbegriffen. In diesem “Freizeitpark” Spass sitzend fühlt man sich schnell in die eine Geisterbahn auf der Kirmes versetzt die einem KEINE angst macht. Man sitz in diesem kleinen “Weihnachtsmannschlitten” und eine zwei spurige Schienenbahn leitete uns durch die Gesichte Neuseelands und vor allem der Canterburry Region - in der wir uns befinden. Aber es war “umsonst” und man nimmt alles mit was umsonst ist ;)
Einen Tag später, ich weiß bis heute noch nicht was mich geritten hat, konnten Siri (Schweden) und Marie (Frankreich) mich “überzeugen” joggen zu gehen. Ich hatten diesen “Sport” schon vor ein paar Jahren einmal erfolgreich - nach einem Versuch - verdrängt. Irgendwie haben Sie es trotzdem geschafft und ich dacht, was solle. Naja um das ganze kurz zu halten - was das Joggen jedenfalls nicht war - nach der ersten 45 Minuten und einem - mit Hupkonzert unterstützend - dehnen auf einer Verkehrsinsel, joggten wir wieder zurück und ich verstaute diesen Sport erneut erfolgreich in der untersten Schublade - hinter den alten Bettlaken.
Trotz des guten und warmen Wetters kam Weihnachten näher. In kurzer Hose durch die Supermärkte oder Innenstadt zu laufen und aus den Boxen die verschiedensten Weinhachtslieder zu hören die ich - bis dato - immer mit kälte und Glühwein verbandt, ist gewöhnugnsbedürftig aber es absolut wert!
An diesem tag hatte ich mich mit Julia zum backen verabredet. Um hier - am anderen Ende der Welt - ein wenig German Christmas Feeling aufkommen zu lassen, nahmen wir uns vor an diesem Tag Stollen (zum aller ersten mal), Schockocrossis und Zimtschnecken zu prodozieren. Leider kann ich mich momentan nicht erinnern ob eines der - von uns gehörten - Weihnachtslieder auch “In der Weihnachtsbäckerei” war aber besser hätte es glaube ich noch nie gepasst…. Natürlich wurde nach der erfolgreichen Arbeit mit Glühwein angestoßen.
Auch im Hostel wurde es weihnachtlich. Wie unter vielen Freunden und einigen Familien tradition - wollten wir Wichteln (Secret Santa) damit wir am Weihnachtstag alle etwas zum “auspacken” hatten. Ich musste alle Weihnachtstage arbeiten aber für den 24.12. war ein Hostel Weihnachts BBQ geplant. Das komplette Essen wurde von jedem gesponsort. Also hat jeder, auch die Gäste, etwas vorbereitet. Von Süssspeisen bis Herzhaftem war alles dabei. Bier, Wein und Würstchen für den Grill wurden von den Hostel Managern besorgt und Weihnachten konnte beginnen! Der Teller wurde nur mit kleinen “Löffeln” gefüllt damit man auch von allem probieren konnte. Das Wetter war ein Traum, keine Wolke am strahlend blauen Himmel und nur in Flip Flops und kurzen Hosen aushaltbar. :)
Nach der Weihnachtsfeier gingen wir zu unserer kleinen internen Weihnachtsfeier über und wurden nicht nur vom Secret Santa sondern auch vom Old Countryhouse Snta beschenkt. Im Wohnzimmer stand ein kleiner, wenn ich sage klein meine ich klein (20 cm groß) Weihnachtsbaum unter dem kleine Tüten mit Süßigkeiten und einem Supermarkt Gutschein standen. Ein kleines Dankeschön von den Hostel Managern für uns alle.
Während daheim, am 1.Weihnachtstag, dann alle weiter mit Familien und Freunden geschlemmt habt fing bei mir der “ERNST” des Lebens wieder an. Ich fing am nächsten Tag um 08:00 wieder an der Rezeption an und heute war auch SPA reinigen angesagt. Also Ihr wart um den Couchtisch versammelt und trankt das ein oder andere Bier während ich den Whirlpool reinigte. Naja das Wetter machte diese Arbeit auch mal als aushaltbar ;)
Wie ich ja schon einmal erwähnte wird dann doch der ein oder andere Kaffee mal getrunken. Im Umkreis von nur 10 - 15 min zu Fuss befinden sich dann auch gleich 2 nette Cafés. Einen Tag, in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester, lief ich zu einem und bestellte mir einen Takeaway Kaffee um Ihn auf der Bank bei unserem Supermarkt zu trinken. Es dauerte nicht lange bis sich - wie sich hinterher heraus stellte - Carl neben mich setzte. Es vergingen auch nicht viele Minuten bevor wir uns Unterhielten. Carl lebt nun seit fast 8 Jahren auf der Straße in Christchurch.
Natürlich ist mein Akzent nicht NICHT vorhanden also kam schnell die Frage woher ich komme - immerhin wird nicht mehr gefragt wo komst du her aus Deutschland sondern es ist nicht gleich ganz auffällig und zwischen Island, Italien, Frankreich, Niederlande, Dänemark war so ziemlich alles einmal dabei. Worauf ich allerdings hinaus möchte ist; als ich ihm sagte das ich aus Deutschland komme erzählte er mehr…
Er sagte mir das er mit seiner Ex-Frau (die Deutsche Vorfahren hat) 2 Kinder hat. Er hat seine Kinder mittlerweile seit 5 Jahren nicht mehr gesehen hat, obwohl Sie noch in Christchurch leben. Er erzählte mir davon wie es dazu gekommen ist das er seinen Job verlor und das seine komplette Familie nichts mehr mit Ihm zu tun haben möchte. Beim erzählen von seinen Kindern - die mittlerweile selbst Kinder hatten welche er nicht kennt - liefen Ihm die Tränen. Er selbst wüsste das er ein Drogen und Alkoholproblem hat aber jeder Versuch heraus zukommen Ihm nicht gelungen ist. Ausser Ihm für diesen Moment ein Ohr zu leihen und ein wenig das Herausschütteln zu lassen konnte ich Ihn leider nicht überzeugen es noch einmal mit Hilfe zu versuchen. In solchen Momenten merkt man wie wichtig die Unterstützung von Freunden und Familien egal mit welchen Situationen ist. Dafür möchte ich mich nocheinmal DANKE sagen. Dieses Danke gilt jedem der meinen Traum verstehen oder besser nachvollziehen konnte und noch mehr bei denen die mir Steine in den Weg legten und mich für unfähig halten - BEIDE Seiten haben mir geholfen wieder zu mir zu finden und auf mich und meine Träume zu hören. Die letzten Monate waren eine UNGLAUBLICHE Chance und mir die Augen zu so vielem neuen geöffnet.
Den Sonntag nach den Weihnachtstagen verbrachte ich dann mit der “Familie” am Strand. Nein nicht einfach nur rumgelegen,an diesem Tag würde ich das erstmal auf einem Surfbrett “stehen”. :) Nach einigen Trockenübungen an Land, natürlich schon in die zweite - aus Neopren bestehende - Haut gepellt. Lagen wir alle am Strand auf den Surfbrettern und versuchten aufzuspringen. An Land ist das ganze ziemlich einfach. Ich meine was soll schon passieren. Du liegst dann springst du auf und hockst auf dem Brett danach ist das aufstehen ein Kinderspiel. Doch das ganze ist KOMPLETT anderes im Wasser. Das Brett an deinen Fuss “gefesselt” gehts los. Natürlich mussten wir ersteinmal so weit ins Wasser bis wir den Boden nicht mehr berührten. Neben dir, während du noch versuchst dass das Brett neben dir bleibt und nicht die Überhand gewinnt, wirst du schon das erste- oder zweitemal “überholt” von einem der sein Handwerk versteht. Natürlich schlägt dir die ganze Zeit entweder das Meerwasser direkt ins Gesicht oder die Welle hat so eine Kraft das du mit deinem Brett wieder 1m zurück geworfen wirst. Nachdem Hand, Bein, Kopf und Brett Koordination endlich - mehr oder weniger - funktionieren sollte der erste, von vielen folgenden Versuchen unternommen werden.
Das Ende vom Lied waren 3 Stunden Kampf und über auf dem Brett hocken nicht hinaus gekommen. Trotz der Anstrengung jeden blauen Fleck - ja das brett will halt nicht immer so wie man selbst - wert und bestimmt nicht das letzte mal.
In dieser Woche sollte mir noch eine weiter Aktivität bevor stehen. Canyoning. Das allerdings zu beschreiben macht keinen großen Sinn. Das Video (siehe unten) beschreibt es einfach am besten. Nur soviel sei gesagt das ich mich mal einen 10 m langen Wasserfall abseile hätte ich nicht gedacht. Nicht in Deutschland nicht in Neuseeland nicht einmal als ich vor dem Abgrund stand und es kein zurück gab. :)
Das ganze war dann mein Weihnachtsgeschenk an mich und wird nicht das letzte mal sein.
Sillvester stand vor der Tür und irgendwie waren wir alle am 30.12. in der probier Form. Wir hatten schon das Bier und den Wein für den nächsten Tag besorgt und dachten Abends wir müssten das Bier mal probieren…. Aus dem einen Bier probieren wurde ein zweites, ein drittes der Wein müsste auch mal getestet werden und es dauerte nicht lange bis alle auf den Tischen standen. Naja man kann sich das ganze glaube ich ganz gut vorstellen. Nach dem wir also sichergegangen sind und jedes Bier und jedes Glas Wein für den Silvester Abend probiert hatten, mussten wir am nächsten Tag wieder Nachschub besorgen, aber so richtig war keiner von uns in der Stimmung am heutigen Tage noch etwas zu trinken und es war - nach einem langen VOR-Silvester - ein eher ruhiges Silvester an dem 2 sogar zu Hause bleiben da Sie gar nichts essen oder trinken konnten an diesem Tag. :)
Nachdem ich nun einen anderen Arbeitsplan hatte, machte ich mich wieder auf die Suche nach einem bezahlten Nebenjob. Ich lief mit einigen ausgedruckten Lebensläufen los und verteilte diese in vielen Cafés und Restaurants. Ob ein Schild im Fenster war - dass Sie suchen - oder nicht. Ich glaube am Ende waren es fast 30 die ich diesen Tag verteilte. Es ergab sich nichts…
2 Tage später kam Rebekkah zu mir und gab mir eine Zettel in die Hand auf dem ein Italienisches Restaurant nach Kellnern suchte. Die Besitzerin hätte es gerade an der Rezeption abgegeben damit wir es ans schwarze Brett hängen. Bevor wir es dahin hängten wollte Rebekkah mir einen “Vorsprung” geben. :)
Ich rief die Nummer an und machte ein Bewerbungsgespräch für den nächsten Tag aus. Im Restaurant angekommen, war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst wie schwer es mir fallen wird hier Haere Ra zu sagen….
Am nächsten Tag hatte ich schon einen Probetag und den Tag danach kam der Anruf von Jenny (Besitzerin) das ich sofort anfangen kann.
Wie man sicherlich denken kann, Es ist nicht möglich oder besser notwendig jeden einzelnen Tag wieder zugeben, man kann sich das ganze ja gut vorstellen was man da so macht. Es war nur sehr gewöhnungsbedürftig, das die Kollegen eine Menükarte hatten in der die richtige italienische Aussprache in Lautschrift beschrieben wurde. Bruschetta, Funghi, Carbonara oder Melanzane sind jedem Europäer ein Begriff auch die Aussprache ist fast selbstverständlich. Da musste ich dann doch immer wieder erklären das die Calzone eine zugeklappte Pizza ist oder der Lambruscco ein Roter Sekt ist - um enttäuschungen der Gäste nach erhalt des bestelltem vorzubeugen.
Allerdings möchte ich eine Sache ganz gerne erzählen. In einer meiner ersten Wochen bestellte eine Kundin eine Calzone, nach dem ich Ihr erklärte das es eine zugeklappte Pizza ist und ich Sie überzeugte diese einmal zu probieren, bestellte Sie zum Nachttisch einen “Big Mama Cake” unser hausgemachtes Teramisu. Es war das erstemal das dieser Nachttisch bei mir bestellt wurde, also war mir die präsentation komplett neu. Auf einem rechteckigen Teller wurde das Teramisu angereichtet. Neben dem eigentlichen Teramisu gab es auch etwas Dekoration. Ein Minz Blatt, Vanillecreme, Himbeersoße und ein kleines Stück etwas über das ich mir keine Gedanken machte. Als ich am Tisch angekommen bin mit dem Teller, fragte Sie mich ob dieses kleine Stück etwas Rote Beete sei. Da Rote Beete hier viel mehr benutzt wird (auf Burgern, Sandwiches usw.) - und unser Restaurant auch schonmal gerne etwas ausprobiert - stimmte ich zu! :) Ich erklärte Ihr das unser Küchenchef etwas experimenttier freudig ist und sie schaute mich verdutzt an. Weiter sagte ihr das Sie ja heute mit der Calzone Pizza schon etwas neues probiert habe und Sie es einfach versuchen solle. Am Ende war das nicht identifizierbare Stück auf dem Teller geblieben und unprobiert zurück geblieben. Das Teramisu wurde allerdings bis auf den letzen bissen genossen. Das “Tutto Bene” ist ein sehr beliebtes Restaurant so dass immer die Zeit fehlte meine Kollegen mal zu Fragen was es eigentlich ist.
Es sollte weitere 5 Wochen (bis ich selbst Gast im Restaurant war dauern), bis ich am Tisch sitzened das Teramisu genoss und laut anfing zu lachen.
Die Rote Beete war einfach nur eine pochierte Birne. Aber eines habe ich aus dieser Situation aufjedenfall gelernt: verkaufen, verkaufen, verkaufen. Es geht nur um die Selbstsicherheit mit der man etwas präsentiert! :)
-
Anfang des neuen Jahres began es dann auch schon mit einem großen Schnitt. Travis war aus unserem Team der erste der seine Reise vortsetzte und uns verließ. Mit jeder weiteren Woche verließ eine weitere Person das Hostel und neue kamen hinzu. In diesem Moment hatte ich auch nicht damit gerechnet das ich noch weitere 6 Monate hier im Hostel verbringen würde und VIELE gehen sehen würde…..
Ja, man sieht sich wieder, ja das ist nicht das letzte mal…. aber seien wir doch mal ehrlich. Diesen Moment oder diese Momente die man zusammen verbracht hat werden nicht wieder kommen. Man hat neue Freunde gefunden und ich bin unendlich dankbar für jeden einzelnen Menschen den ich in den letzten Monaten kennen gelernt habe und nun zu meinen Freunden zählen kann. Aber nie wieder werden alle zusammen am sleben Ort sein und das ist eine Sache die natürlich nicht einfach weggesteckt wird. Es war schwer für uns alle das unsere “Blase” aufeinmal platze. Die Menschen die ich bei meinem ersten Aufenthalt vor 5 Jahren kennengelernt habe zähle ich bis heute zu meinen Freunden und nicht nur zur pseudo Facebook Freunden. Wir sehen uns ständig - das ist keine beschwerde :) - aber ich merkte erneut das ganze hat halt doch ein Ablaufdatum.
Ich weiß ich werde jeden einzelnen, aus diesem Abenteuer, früher oder später, wiedersehen und ich weiß die neukennengelernten Deutschen eher früher als später! :) Aber dieses Kapitel das uns mit Christchurch verbindet ist beendet…
-
Ca. eine Woche bevor ich Besuch aus Deutschland - von meiner Mutter und Tante bekommen sollte - wurde mir ein unglaubliches Angebot gemacht.
Ich arbeitete nun seit 3 Wochen an der Rezeption im Hostel und mein Manager wusste das ich versuche zu bleiben. Eines Nachmittages fragte Sie mich was ich hier vorhabe und was genau mein Plan ist. Nach meiner Antwort machte Sie mir ein Jobangebot. Ich könnte für Sie im Hostel als Duty Manager arbeiten und Sie würde mein Visa Sponsoren. Der Arbeitsvertrag würde für 2 Jahre laufen und alles danach ist offen.
Ich war schon oft sprachlos, auch wenn sich viele das vielleicht nicht vorstellen können, aber in diesem Moment war ich sprachlos vor ÜBERRASCHUNG. Ich war alles, ÜBERwältigt, ÜBERfordert, ÜBERglücklich, einfach ÜBER…… alles.
Das war zugleich ALLES was ich wollte und GAR NICHT was ich wollte. Das war mit Sicherheit eine meiner schwersten Entscheidungen die ich treffen musste. Ich könnte bleiben, ich könnte in Neuseeland leben, ich könnte…..
….
nach wirklich LANGER überlegung kam ich aber zum Entschluss dieses angebot abzulehen. JA ich würde gerne bleiben, JA der Traum besteht weiter aber dann doch nciht zu jedem Preis. Ich konnte mich einfach nicht in dem Job als Duty Manager sehen. Ich habe auch nicht 3 Jahre schon gearbeitet und ein Studium abgeschlossen um jetzt dann im Hostel zu arbeiten, zumindest nicht in diesem Zeitpunkt in meinem Leben. Man weiß NIE was irgendwann mal ist, aber in diesem Lebensabschnitt wusste ich das NEIN hier die richtige Antwort war und ist. Mein Manager war enttäuscht, das hab ich germerkt, sagte aber auch im selben moment wenn ich IRGENDWANN mal denke hätte ich mich damals doch anders entschieden steht dieses Angebot immer noch. Ich kann mich jederzeit melden, falls dieser “hätte ich doch moment” mich überraschen sollte. Ich bin dann glaube ich doch einfach im richtigen Job gelandet und habe meine Berufung gefunden.
Im Februar stand dann der erste Besuch an.
In diesem würde ich mit meiner Mutter und meiner Tante reisen. Auf dem Plan standen Sydney, Wellington, Picton, Kaikoura, Christchurch, Lake Tekapo, Queenstown, Wanaka, Arrowtown, Franz Josef Glacier, Nelson, Pciton, Wellington New Plymouth, Auckland, Rotorua und zurück in Wellington.
Ja ich hatte mir viel vorgenommen und die beiden haben mich schon gebremst. Es ist einfach schwer ein Land das man so liebt mit all seinen facetten zu zeigen wenn man selbest nicht entscheiden kann was dann am schönsten ist. Ich hoffe das ich die beiden im endeffekt glücklich mit der Auswahl gemacht habe und meine begeisterung ansteckend war. Ich habe die Zeit aufjedenfall sehr genossen und war stolz das beide diese lange reise auf sich genommen haben um einen der schönsten Flecken der Erde zu sehen.
Keine Worte die ich wähle könnte würden die Zeit wirklich passend und angemessen zusammen fassen also werde ich es erst gar nicht versuchen. Die Fotos die schon da sind und die die ich in der nächsten Zeit zeigen werde packen es am besten in Worte.
Nach gut 3 Wochen reisen war die Zeit dann aber auch gekommen Haere Ra zu sagen.
Haere Ra Mama! Haere Ra Michaela!
Und die Arbeitswelt hatte mich zurück. Mehr oder weniger. Von dieser Reise hatte ich nämlich nicht nur viele Erinnerungen mitgenommen sondern auch etwas was mich komplett ausgelaugt hat. Ich war, nach der Rückkehr in Christchurch fix und fertig und konnte die nächsten 2 Tage nicht arbeiten. Ich habe nur im Bett gelegen und geschlafen. Wahrscheinlich war die Batterie einfach komplett leer.
Aber nach den beiden Tagen war ich wieder komplett fit und konnte zurück an die Arbeit.
Ich hatte 2 Vorstellungsgespärche um vielleicht doch noch einen Architektur Job zu bekommen und auch ein weiteres mit einem Recruitment Center - welches auf Technische Berufe spezialiesiert ist - aber das Ergebnis kennt Ihr alle sonst würde ich nicht nächste Woche wieder in Deutschland sein. ;)
Zurück im Restaurant gab es dann auch schon die nächste Überraschung da mein Manager mir für die - in Neuseeland - verbleibende Zeit eine Vollzeitstelle im Restaurant anbot. Dieses Angebot konnte ich nicht ausschlagen und sagte zu! :)
Es sollte nur 3 Wochen dauern bis ich erneut Besuch bekommen würde. Berlin (Steffi) würde Hamburg in Christchurch besuchen. Für die Zeit hatte ich 3 Tage Restaurant frei und mein Rezeptionsjob war nur 3 Tage die Woche also konnten Steffi und ich ein wenig durch Neuseeland fahren bevor Sie alleine noch einige Teile von Neuseeland erkunden würde. Wir mieteten uns für die Zeit einen Wicked Camper, seit Australien nicht mehr in diesen umgebauten alten Vans geschlafen. Und die Zeit war super, aber das nächste mal würde ich vielleicht doch ein bisl mehr ausgeben um eine bessere Firma zu bekommen mit etwas mehr “Luxus” also eine richtige Matratze zum Beispiel und nicht die alte Gartenstuhlauflage. :) Für 3 Nächte war das vollkommen in Ordnung aber beim nächsten mal weiß ich bescheid. Wir fuhren zum Mt. Cook. ein “Ort” der im NICHTS ist. der nächste Supermarkt 1 1/2 Stunden entfernt. In diesem Ort leben fest glaube ich 60 Menschen aber mit den ganzen Backpackern die in den Restaurants und Hotels arbeiten und den ganzen Touristen wird das ganze schnell verfünffacht. Trotzdem könnte ich hier nicht wirklich für die nächsten Jahre arbeiten. Das wäre mir zu weit weg von allem. Ja es gibt im zu weit weg Land auch NOCH weiter weg ;). Von Mt. Cook fuhren wir weiter nach Wanaka und Queenstown mit Stop in Lake Teakpo und Arrowtown. Ja manche Sachen sind einfach so schön die kann ich nicht oft genug sehen dann kann man da auch in kürzester Zeit nochmal hin um es anderen zu zeigen! ;) Weiter ging es nach Dunedin und Omaru bis wir wieder zurück in Christchurch waren. Und dann kam auch hier die Zeit Haere Ra zu sagen. Haere Ra Steffi!
Nach der Rückkehr aus dem zweiten Trip began ich direkt meine Vollzeitstelle im Restaurant zu meiner Vollzeitstelle im Hostel. Ein Tag der komplett FREI war, sollte mir in den nächsten Monaten nicht zu oft gegönnt sein. Aber es war meine Entscheidung und ich arbeitete bei beiden Orten sehr sehr gerne. Jeder “ich hasse mein Leben und lasse das an Kellnern aus” - Gast trat durch mindestens 2 umso glücklicheren und lebensbejahenden Menschen in Vergessenheit. Und wenn der Abend mal stressiger als sowieso schon war, sorgte Ian (der Barkeeper) dafür das nach Feierabend das Wein oder Limoncello Glas niemals leer wurde.
Nachdem ich jetzt fast über 7 Monate 7 Tage die Woche gearbeitet habe wollte ich den “letzten” Monat noch reisen bevor ich zurück fliege. Am Anfang hatte ich darüber nachgedacht auf eine der Südpazifischen Inseln zu fliegen und hatte mir Angebote angesehen. Der Preis wäre (inkl. Flug, Transport und Hotel mit Frühstück) ca. 700 NZD (430 €) gewesen. Ein Hammerpreis, allerdings die Angebote die ich gesehen habe waren terminlich beschränkt - auf einen Zeitraum der schon war oder in dem ich mich schon wieder zurück in Europa befinden würde. Also ich fragte bei den Anbeitern nach einem Angebot für den möglichen Zeitraum und dachte das könnte nicht zu viel mehr werden……. Naja da habe ich mich wohl verschätzt. Das Angebot für den möglichen Zeitraum wären ab ca. 1500 NZD (5Tage) gewesen also mindestens das doppelte! Auch wenn ich viel gearbeitet habe und es mir hätte finazieren können, habe ich mich dagegen entscheiden. Dieser Urlaub wanderte dann zurück auf meine To Do Liste für den nächsten Besuch in Down Underer und ich plante 4 Wochen Neuseeland - die auch ohne Problem gefüllt werden können!!!
Ich wollte einige Orte vor meiner Abreise noch einmal sehen und ein paar Sachen waren noch auf meiner To Do Liste von vor 5 Jahren.
Also plante ich meine Reise.
Auf der Liste Standen:
- mit dem Transalpine Zug von Christchurch über und durch die Berge nach Greymouth (von der Ost zur Westküste) - Franz Josef Gletscher - Wanaka (welches einfach einer meiner absouluten Lieblingsorte in Neuseeland ist) - Queenstown - Invercargill - Stweart Island - Christchurch - Auckland - Rotorua (inkl. Hobbiton) - Napier - Wellington
Ich denke mittlwerweile wurde genug beschrieben, also werde ich nicht jeden einzelnen Tag der Reise wieder geben.
Um es zusammen zufassen: Der Transalpine war beeindruckend aber der Coastal Pacifc hat mich einfach mehr überzeugt mit seiner Umgebung. Ich habe wunderbare Tage in Wanka verbracht und hier 2 unglaubliche Kinos besucht, in einem der beiden habe ich - ein bisschen beschwippst - einen tragischen Film gesehen (Tangerines oder auch Mandariinid http://www.imdb.com/title/tt2991224/ ). In Queenstown habe ich mich mit einer alten Kommilitonin getroffen und ein wunderbares Steak gegessen. Ich war auf der 3. größten Neuseeländischen Insel (Stweart Island) Bingonummer Ausrufer für den wöchentlichen Bingo Abend. Hatte 2 schöne letzte Tage in Christchurch bevor ich auf die Nordinsel flog. Habe mich in Auckland mit “alten” neuen Freunden getroffen und einen Burger bei dem einzigen im Stadtzentrum erlaubten Foodtruck (seit 1920) gegessen und war in dem kleinsten italiensichen Restaurant das ich je gesehen habe (4 Tische). Die die Lasagne wurde live vor deinen Augen zubereitet. Ich war in der stinkend Stadt Rotorua (die wegen der dünnen Erdoberfläche und anderen Naturphänomenen wirklich nach verfaultem Ei riecht), bin von dort nach Mittelerde geflüchtet und habe einen Tag bei den Hobbits verbracht. Bevor ich mit einem zwischen Stop in der Art Deco Stadt Napier auf meinen weg nach Wellington gemacht habe.
Momentan befinde ich mich also bei meiner letzten Station, in Wellington. Hier werde ich mein letzte Woche in Neuseeland verbringen. Es beginnt und endet immer mit Wellington und das wollte ich diesesmal nicht ändern. Ich werde mich hier in den nächsten Tagen mit alten Komolitonen treffen, neuen Freunden hier “Auf Wiedersehen” sagen und die Stadt - die mich nie enttäuscht - versuchen aufzusaugen. Das TePapa Museum besuchen, Kaffee trinken in meinem kleinen Lieblingscafe, Fish ´n Chips bei der unfreundlichen Chinesin essen und mich mit dem “windlichen” Teil der Stadt wieder auf Hamburg vorbereiten.
Das ganze ist jetzt ziemlich zusammen gefasst. Ein Grund ist das ich dies alles aus meiner Erinnerung schreibe (mein Notizheft ist weg…..) und ich wollte noch den letzten Eintrag für dieses Abenteuer beenden bevor ich zurück bin.
Aber eins kann ich mit 100% Sicherheit zum Schluss sagen:
Ja das eine ist sicher - Mein Menu “Abenteuer Neuseeland” ist noch nicht beim Dessert angekommen…..
Haere Ra Aotearoa! Auf Wiedersehen Neuseeland!
Another thing to tick off - Burger at the whitelady foodtruck in auckland #Auckland #timeoff #whitelady #burger #stuffed #kiwikiky

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Off to Auckland - the "end" is getting closer #Christchurch #Auckland #timeoff #lastdays #kiwikiky
QOTD Always remember to ROCK! #StewartIsland #yourock #halfmoonbay #timeoff #qotd #latergram #kiwikiky