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Es rattert
Es rattert in meinem Kopf und es hört nicht auf. Es rattert und summt und eckt manchmal an und in stillen Momenten ist es so ohrenbetäubend laut wie ein bohrhammer der nicht neben, drunter, drüber, sondern genau in der kopfmitte hämmert und bohrt.
Aber auch sonst rattert es. An schönen, fröhlichen Tagen rattert es so ganz sanft im Hintergrund vor sich hin, in dunklen kalten nächten rattert es lauter und lauter. Nach Gesprächen rattert es, nach Ereignissen, besonders auch gerne vor Ereignissen.
Während ich mir Tee mache, während ich auf Klo sitze. In meinem Kopf rattert es. Und es will nicht so recht aufhören. Dann mache ich mir Gedanken darüber wie viel zu viele Gedanken ich mir immer mache und dass fürt zu neuen Gedanken die mich in Frage stellen und dadurch auch alles um mich herum und irgendwie scheint es nur dieses vortwärende ratten zu geben.
Manchmal wundere ich mich dass mein Kopf nicht schon längst Feuer gefangen hat. Dass er nicht schon längst qualmt.
Manchmal schreie und Weine und Tobe ich weil dieses rattern aufhören soll, weil ich es nicht mehr hören kann, und genau dann rattert es nur noch umso stärker.
Und manchmal, in ganz seltenen, kostbaren Momenten, ist es auch mal so leise, dass ich es fast vergessen kann.
Sag mir was
Irgendwas.
Ein Wort, ein Satz, irgendwas.
Rede mit mir. Sag mir was in dir vorgeht, oder dass du mich liebst, oder Schrei mich an.
Hasse mich, liebe mich, sei verzweifelt oder gut drauf oder sei was du willst aber Teil es mir mit.
Sag mir was du von mir hältst oder was du brauchst oder was du willst. Sag mir wer du bist oder wer du sein möchtest oder sag mir einfach was deine Lieblingsfarbe ist.
Was du machen möchtest oder ob du Ruhe brauchst. Was los ist. Dass du nicht reden magst.
Ja, selbst zu sagen dass du gerade nichts sagen willst wäre ok
Aber lass mich nicht so stehen. Nicht einfach so. Ohne ein Wort. Ohne etwas festes. Ohne Anhaltspunkt oder Anker.
Lass mich nicht so alleine ohne deine Worten.
(ich drehe langsam durch)
Ich will dass das aufhört!
Ich will dass das aufhört ich will dass das aufhört ich will dass das aufhört Ich will dass das aufhört
Mach dass es endlich aufhört, ich halte es nicht mehr aus...
Bitte...
Ich will vergessen
Den Lärm
Die Menschen
Den Dreck und den Alltag und Stress und die Veränderung und das grau und den Schmerz und die Zweifel und Angst und die Veränderung und den Druck und die viel zu großen Sorgen.
Die Geschehnisse und die mögliche Zukunft.
Ich will alles vergessen.
Für einen Moment...
Ich will mir keine Meinung bilden, über nichts. Ich will einfach hinnehmen dass es ist wie es ist, welche Farbe die Blumen haben und wie die Luft riecht und welchen Gesichtsausdruck jemand hat und was mit der Welt passiert und warum alles ist wie es ist.
Ich will nicht mehr meinen.
Ich will meine ruhe, meine ruhe in mir selbst.
Ich will vergessen.
Nur für einen Augenblick...
Frei sein.

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Your post was flagged as explicit
Ich zähle mich nicht zu den Nutzern, die vorrangig oder primär wegen des „Adult Content“ auf dieser Plattform unterwegs sind. Und doch haben mich die für den 17. Dezember angekündigten Änderungen der Community-Richtlinien erst zornig, dann nachdenklich zurückgelassen. Daher anbei meine persönliche Meinung, nach der niemand gefragt hat:
In der offiziellen Begründung heißt es, man wolle Tumblr zu einem kinderfreundlicheren und sicheren Ort machen, daher sei man bemüht, allen anstößigen Content zu beseitigen. Und genau an diesem Punkt sehe ich zweierlei Widersprüche. Erstens: Nach meiner Auffassung war tumblr nie eine Plattform, die sich an Kinder oder jüngeres Publikum gerichtet hat, sondern vielmehr eine Website für Künstler, Kunstschaffende und Kunstliebende. Und dies bedeutet insbesondere künstlerischen und unzensierten Austausch. Zweitens: Selten ist mir ein offenerer und respektvollerer Umgang mit Nacktheit, Sexualität und Erotik begegnet, als es innerhalb der Tumblr-Community der Fall ist. Gerade dieser Umstand spricht dafür, dass in einem toleranten und weltoffenen Umfeld eben gerade auch solche intimen Themen weitaus weniger verletzend, verurteilend und tabuisierend behandelt werden, als man es aus dem alltäglichen Leben kennt. Tumblr erschloss Möglichkeiten, offenen Dialog zu führen, Diversität zu zeigen und vor allem den Wert des Einzelnen zu unterstreichen, anstatt ihn an ein maßgeschneidertes und einheitliches Weltbild angleichen zu wollen. Aus diesen Gründen ist Nacktheit und der Umgang mit anderswo zu Unrecht tabuisierten Themen in meinen Augen ein elementarer und wesentlicher Bestandteil dieser Plattform, durch den sich Tumblr positiv von anderen ähnlichen Seiten abgrenzen konnte.
Natürlich gibt es jene Blogs, die rechtlich bedenkliche, menschenverletzende oder unangebrachte Handlungen zeigen, gegen welche nach wie vor mit aller Härte vorgegangen werden sollte.
Doch um einen verantwortungsvollen Umgang mit Themen wie Sexualität und „Adult Content“ zu fördern, sehe ich es als einen falschen Weg, den offenen Diskurs darüber zum Verstummen zu zwingen. Ich persönlich liebe die Kunst, und diese atmet für mich außerhalb der Fesseln von Zensur und Einschränkung.
Kann ich unterschreiben!
Wo sind denn die tumblr User sonst noch unterwegs? Reddit?
Ich muss hier raus, denn ich kann nicht mehr, setze ich die Klinge an schreien die Stimmen in mir. Zwiespalt, es ist die Hölle. Gefangen im eigenen Körper, im Kopf, in den Gedanken aus denen man nicht mehr rauskommt. Es ist ein unbeschreiblich großer Hass.
She said: I was never okay, what makes you think I’ll ever be okay?
Weil ich noch nicht der bin, der ich sein will.
- Nichts ist gut. Ohne dich. / Lea Coplin
Und ich habe Angst, dass ich nie die sein werde, die ich sein möchte.
Weil ich nicht weiß wer ich bin.
Chaotisch sein,
Wenn die Ordnung weint
Meint mir zu misstrauen
Und will dann nicht bei mir weilen
Weil ich sie ungern missachte
Ist die Missetat begangen
Wenn ich im Chaos um sie bange
Eine Trennung auf Zeit
Aber so kenne ich meine Odnung
Wir leben stets temporär getrennt
Um mir dann doch wieder zu verzeihen
Und dann meinem Leben Struktur zu verleihen.

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Manchmal regt sich in mir ein Gefühl, ganz tief in meinem Bauchraum, dass ich nur schwerlich erfassen kann, als wenn ich nicht wüsste, ob ich Hunger habe oder doch nur Apetitt. Es ist so bekannt und doch so fremd. Das Bekannte kenne ich aus der Vorfreude als Kind, dass einem überkam, wenn in naher Zeit etwas besonderes Schönes passieren sollte. Wie ein Geburtstag, oder ein lang geplantes Abenteuer, dass man mit seinen Freunden erhofft. Doch das Fremde ist in seinem Einzelnen mir ganz und gar nicht unbekannt. Es ist eine Angst, die sich breit macht, wenn ein Ärger kurz bevorsteht oder wenn eine schwierige Klausur geschrieben werden soll. Doch gemischt mit dieser Vorfreude, ist mir sie zu wider. Wie ein Geschmack, der überhaupt nicht zusammen passt, wenn man in der Küche wieder experimentierte. Und dieses ambivalente Zusammenspiel versucht sich von meinen Eingeweiden her auszubreiten. Und ich weiß nicht recht, ob ich das verhindern soll, da ich nicht ganz zuordnen kann, woher diese Ambivalenz stammt.
Des Öfteren kommt immer wieder der Gedanke zum Vorschein, der mein Bewusstsein in Frage stellen möchte. Wir Menschen sind im Grunde genommen nur ein Haufen Atome, der dafür sorgen soll, dass aus ihm ein gleichartiger Haufen Atome entstehen soll. Das Bewusstsein, wie unerforscht es auch sein mag, ist ein komplexes Gebilde, dass die Natur für diese Prämisse geschaffen hat. Zwar nicht gezielt geschaffen, aber es bestand die Möglichkeit, dass der Mensch entsteht. Und ich komme nicht davon ab in manchen Momenten der eigentlich geplanten Entspannung, dass es nur eine Illusion ist, dass ich z.b. gerade entspannen möchte. Dass ich keinen freien Willen habe, nur damit mein Organismus irgendwie ein Weg findet sich fortzupflanzen. Es gibt ja etliche Menschen da draußen, die keine haben wollen, doch woher soll ich wissen, dass dies nicht aus dem Grund entstanden ist, dass ihr Erbgut vllt nicht doch nicht gut genug ist, um daraus ein neues zu generieren? Und es macht mir Angst und zu gleich bin ich fasziniert davon, dass wir ein hochkomplexer Apparat sind, der eigentlich nur nach den Gesetzen der Natur spielt. Aber bin ich dann ICH oder doch das Gesetzt der Natur?
Diese Abende, wo man einfach um 2 Uhr Nachts draußen sitzt und alles still ist. Nicht still, weil du alleine bist, sondern still, weil eine Person da ist, die diese Lautstärke einfach durch seine Anwesenheit abstellt. Diese Abende um 2 Uhr Nachts, wo die Fragen “Wie geht es dir?” nicht auf gut hinauslaufen sollen, damit das Thema schnell beendet ist. Sondern dieses “Wie geht es dir?” daraus hinauslaufen soll das du erzählst was dich zerreist. Diese Abende um 2 Uhr Nachts, wo du merkst, dass es noch Menschen gibt, für die es sich lohnt hier zu sein. Die nicht nur deinen Namen kennen wollen, sondern deine Geschichte.
Diese Abende um 2 Uhr Nachts brauche ich.
Diese Abende, die dir ein Gefühl von Geborgenheit mit auf den Weg geben, welches dich bettet und warm hält als gäbe es nur Ruhe und Frieden und ein kleines bisschen Glück. Diese Abende die scheinbar nie zuende gehen und doch viel zu schnell verfliegen, die man lachend und weinend und schweigend verbringt und es keinen Unterscheid macht, weil alles gleich gut ist. Diese lauen Sommernächte und verschneiten Winterabende, die dunklen Stunden in denen nur wichtig ist wer bei dir ist und nicht das drum herum.
Diese Abende die ich mir wünsche wenn ich nachts um 2 allein zu bin.
Leichtsinn
Mitten im Sommer Kommt es Alljährlich Zu einer Anomalie In der Schwerkraft
Aus Neun-komma-acht Wird Null-komma-etwas
Ein Fahrrad fährt führerlos Falsch herum auf der Autobahn Die Hummeln sterben Zu Hunderten unter den Linden Und in unbeaufsichtigten Badeseen Werden Brillenkaimane entfesselt
Wie lesen von beschädigten Streichelzootieren Und kürzlich geborenen Blumenkübeln Wir rieseln leichter und langsamer Als der Treibsand im Uhrglas So durch die Zeit
Selbst wir und das Wetter Wettern nicht mehr
Kurz
Man weiß nicht so genau Was man tun soll
Aber
Man schafft es trotzdem
2. Miteinander schlafen ist nicht das selbe wie Triebbefriedigung.

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1. Liebe ist frei.
ich spiele ein schauriges theaterstück sehe mir selbst dabei zu aber ich kann nichts tun mein körper handelt und ich sehe erst später was passiert ist ich bin nur zuschauer