Es rattert
Es rattert in meinem Kopf und es hört nicht auf. Es rattert und summt und eckt manchmal an und in stillen Momenten ist es so ohrenbetäubend laut wie ein bohrhammer der nicht neben, drunter, drüber, sondern genau in der kopfmitte hämmert und bohrt.
Aber auch sonst rattert es. An schönen, fröhlichen Tagen rattert es so ganz sanft im Hintergrund vor sich hin, in dunklen kalten nächten rattert es lauter und lauter. Nach Gesprächen rattert es, nach Ereignissen, besonders auch gerne vor Ereignissen.
Während ich mir Tee mache, während ich auf Klo sitze. In meinem Kopf rattert es. Und es will nicht so recht aufhören. Dann mache ich mir Gedanken darüber wie viel zu viele Gedanken ich mir immer mache und dass fürt zu neuen Gedanken die mich in Frage stellen und dadurch auch alles um mich herum und irgendwie scheint es nur dieses vortwärende ratten zu geben.
Manchmal wundere ich mich dass mein Kopf nicht schon längst Feuer gefangen hat. Dass er nicht schon längst qualmt.
Manchmal schreie und Weine und Tobe ich weil dieses rattern aufhören soll, weil ich es nicht mehr hören kann, und genau dann rattert es nur noch umso stärker.
Und manchmal, in ganz seltenen, kostbaren Momenten, ist es auch mal so leise, dass ich es fast vergessen kann.













