My ventuz work on effex medienproduktion for foseco at GIFA (International Foundry Trade Fair with Technical Forum) in 2011. The biggest job was an interactive Stage to presented the complete Ferrous Melt Shop (FMS) concept. We used two touchless radartouch Laserscanner (with TUIO). One on the backside to simulate an "touchless" Touch-screen on front of the stage an second radartouch for gesture control of a second moderator. So the speaker can move big machines with a simple movement of the hand.
Mein nächster Job in 2011 bestand aus mehreren Projekten für Foseco (Produkte für die Metallindustrie/Gießereien) , die auf der GIFA 2011 (Internationale Giesserei-Fachmesse mit Technical Forum) in Düsseldorf gezeigt werden sollten.
Im Gegensatz zu den bisherigen Jobs war keine Agentur zwischenschaltet und wir waren die realisierende Firma. In allen Gesprächen mit den Kunden und der gesamten Projektplanung war ich also fest eingebunden, Also noch eine Schippe Verantwortung dazu :-) Das wohl größte Projekt war eine interaktive Bühnenshow für die FMS (Ferrous Melt Shop) Präsentation. Dieser Präsentation widme ich diesen Blog Eintrag.
Steuerungskonzept:
Das Showkonzept war, das der Moderator die Funktionsweise mehrerer großen Maschinen vorstellen sollte. Es wäre unmöglich gewesen, diesen riesigen Exponate auf die Bühne zu bringen, geschweige denn, diese vor Ort zu benutzen (wegen der immensen Temperaturen bei der Eisenschmelze und den fehlenden Sicherheitsvorkehrungen bei einer Messe... Um Technisch in die Trickkiste zu greifen, sollte der Moderator die Maschinen noch mit Handbewegungen "bewegen können" (Gesture-control), so das die zu zeigenden Prozesse immer in Richtung des Publikums ablaufen. Für die Show sollte es zwei Moderatoren geben, die wechselnd in englisch und Deutsch die Show moderierten. So konnten wir verhindern, das der aktive Moderator sich mit dem Rücken zum Publikum wenden muss, um Elemente auf den Screen zu aktivieren. Da es keinen Touchscreen in der Größe gab und das Berühren eines so großen Bildschirms nicht gut für das Display ist, benutzten wir einen Radartouch Laserscanner, um einen "berührungsfreien" Touchscreen zu simulieren. An der vorderen Bühnenkante gab es einen weiteren Radartuch, der die Handgesten des primären Moderator scannte. Damit dieser Moderator nicht "blind" in der Luft gestikulierte, gab es einen Kontrollmonitor, damit er mit dem Blick zum Publikum sehen konnte, was hinter ihm auf dem Screen geschieht.
Inhalt:
Für die gesamte Show gab es ein vorgegebenes Grobkonzept vom Kunden. Alles sollte sich um das Firmenmaskottchen drehen. Dieses ist die Ladymelt, eine Frau auf flüssigem Eisen. Der Ablauf der Prozesse im FMS (Ferrous Melt Shop) sollte an Hand eines Menschen erklärt werden (Sauerstoffkreislauf, Stickstoffproduktion, die Steuerung über das Gehirn etc.) Mein Boss wollte unbedingt, das alle Objekte und Animationen in 3D in Ventuz ablaufen. Also kein vorrendern in einer 3D Software (keine Schatten, Global Illumination oder FX aus der klassischen Postproduktion) > Die Objekte sollten nicht als Videos eingebunden werden, sondern immer interaktiv und 3D sein.... In einer Szene wechselt Ladymelt vom gehen zum rennen, um zu zeigen, das bei erhöhter Leistung der Sauerstoffverbrauch, Puls und Stickstoffproduktion steigen. Da Ventuz keine Inverse Kinematik beherrscht, kein Bones/Joints System und erst recht keine Muskeln simulieren kann, musste ich das Modell der Lady komplett überarbeiten. Alle primären Körperteile wurden wie die einer Puppe, voneinander getrennt. Die IK (Inverse Kinematik) Animation in Cinema 4D wurde "gebacken" und in eine FK (forwardKinematic) umgewandelt. Diese konnte ich dann nach Collada exportieren und so in Ventuz importieren. Die Walkcykles waren extra als loop angelegt, damit sie sich endlos wiederholen konnten und in Ventuz noch manipulierbar waren (Geschwindigkeit). Der Animationsprozess wurde dann mit dem Ingenieuren abgestimmt, die die jeweiligen Maschinen und Zusatzprodukte entwickelt haben.
Moderation:
Meine Aufgabe war es auch die Moderatoren für das System zu schulen und Ihnen die Gesten zu vermitteln. Die Animationen wurden nach einigen Testläufen auch weiter an die Geschwindigkeit der Moderatoren angepasst. Sicherheitshalber war die gesamte Steuerung so ausgelegt, das man auch ohne Gesten ,sondern durch Touch auf weiter/zurück die Show steuern konnte. Das übernahm in diesen Fällen dann der Moderator auf der hinteren Bühnenseite.