Einer ganz großen Sache auf der Spur!
Die Reinschrauberei in Gedanken rund ums Wort treiben bei Schremser bekanntlich seltsame Blüten: So fragte er sich neulich ernsthaft, woran es liegt, dass die beiden Namen ‚Ernie‘ und ‚Bert‘ für ihn nur in dieser Reihenfolge funktionieren.
Machte sich hier ein aus deutschsprachiger TV-Konditionierung entstandenes Gewohnheitsrecht im Kopf breit? Oder gibt es vielleicht eine ganz profane Regel wie ‚Einsilbigkeit oder umgekehrte alphabetische Ordnung geht vor‘? Es wurde unter den restlichen Kollegen nach weiteren Beispielen fahndet (Starsky & Hutch, Simon & Garfunkel, Tom & Jerry, Scott & Huutch, Bibi & Tina, Bonnie & Clyde, Hubert & Staller, Gilbert & George, H & M, Johnson & Johnson, Benson & Hedges, Black & Decker und so weiter und so weiter), und das Ganze driftete schlussendlich Richtung Klangharmonie-Mysterium ab, der Fall konnte also auch aufgrund thematischen Halbwissens nicht abschließend gelöst werden.
Den Einbeinigen hörte man indes immer wieder ‚Bert und Ernie’ vor sich hinbrummeln, so wie es die Amis aus dem Sesame Street-Original kennen. ‚Bert und Ernie’ – nein-nein-nein, ausbleibender Rhythmus, Kopfschütteln, Ratlosigkeit …
Nach anfänglichem Unverständnis waren wir Kollegen dann doch ganz gerührt von Schremsers mikrophilosophischem Ansatz, der das Detail so konsequent anbetet. Denn eigentlich sehnen wir uns heute nach genau sowas!
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