Joopie unter Schock: Sein Simonsche wurde entführt!
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Joopie unter Schock: Sein Simonsche wurde entführt!

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Astrologie: Zwilling sein will wirklich niemand.
In WGs kommt der Zwilling allen Ernstes auch 2016 noch mit Window Colour um die Ecke. Und dann labert er dich voll mit Kommilitonen, will backen, deinen Namen tanzen, gemeinsam die Wohnung putzen und alle Tarantino-Filme gucken, chronologisch absteigend nach der Häufigkeit des Wortes „fuck“ – nur um dann nach fünfstündiger Bastelladen-Tortur und einem Invest von 260 Euro Window Colour „doof“ zu finden und backen noch langweiliger als tanzen. Auch das Putzen ist nach einem müden Blick ins Staubsauger-Kabuff passé. „Ohne mich, Ihr Schweine“, schreit der Zwilling, „ohne mich!“
Dafür schleppt er dich dann spontan auf eine Gewerkschaftskundgebung – die Anfahrt wird cool gebucht mit Uber. Der netten Gespräche wegen und „weil da einfach der Spirit stimmt“.
Hast du Streit mit Mitbewohnern arrangiert der Zwilling zufällige Treffen, die dann gar nicht so zufällig wirken. Angestrengt geht er mit euch ein Mediations-Script nach dem anderen durch, wühlt sich dabei durch Notizen und Charakterstudien, gibt am Ende eine psychoaktive Kröte in die Runde und schläft mit euch, selbstredend ohne Gummi. Ihr seid seine 20. WG, jetzt versöhnt und HIV positiv.
Nein, Zwilling sein will wirklich niemand.
Als Kind fragt der Zwilling nach Kernspaltung, warum wir Leben, nach Gott, der Sonne, lesbischer Liebe, Wahrnehmung und Bewusstsein, Wille und Vorstellung. Dabei durchtobt er den Spielplatz gleichsam wie auf Chrystal Meth, rutscht und rechnet, baut Sandburgen und buchstabiert, bis man einfach zusammenpackt, sich ungesehen schleicht und nur noch hofft, einfach nur noch hofft.
Wird der Zwilling kriminell, macht er einen auf Mark Zuckerberg, klaut die besten Ideen, weiß exakt wie sich die niedersten Triebe im Menschen gestalten und bringt die Dinge unumwunden auf den Punkt: Machst du Business mit Sex, süßen Tieren, Diät-Drinks und Kindermode stimmt die Kasse, hell yeah!
Bringt den Zwilling aber ein Staatsanwalt in Wallung, wirkt er fahrig, wird nervös, bald zwanghaft ironisch und wechselt das Thema. Am Ende wird er als Autist freigesprochen, lauert aber allen Beteiligten noch am selben Abend auf und filetiert das gesamte Gerichtspersonal nach sorgsam schon im Vorfeld kleinteilig simulierten Psychospielchen à la Saw.
Nein, Zwilling sein will wirklich niemand.
Teufelszeug Diskriminierung. Heute: Glutamat
Du, liebes Glutamat, hattest deine beste Zeit, als Deutschland noch im Aufbruch war, als man noch die ganze Familie in den Kombi packte und mit Hund und Omi in die City fuhr zum China-Mann. Der grüßte nett - hallo, ni hao. Ein Tisch für sechs, Buffet für alle, Glückskekse, glückliche Gesichter, schieres Glück, Glückglückglück für 100 Mark.
Heute bist du am Ende. Benetzt du den Leute die Lippen, laufen sie rot an und kratzen sich die Haut aus der Visage. Sie husten und prusten und bröckeln die Bröckel aus ihren bröckelverklebten Bröckelschnauzen. Ente Szechuan, das war mal was: malzig, süß, pikant, zitronig, umamitief, ein Umami-Meer auf krosser Haut mit duftfeiner Basmatiwolke, die einen Peter Altmaier in seinen schönsten Träumen... ach lassen wir das.
Mensch Glutamat, du hattest auch schon bessere Tage.
Teufelszeug Diskriminierung. Heute: Gluten
Du, liebes Gluten, hattest deine beste Zeit, da lustwandelten im Mittelalter bei den Staufern feine Damen noch mit dem Schleiertuch durch Burgen und Schlösser. Die Kreuzfahrer zogen gegen Byzanz, die Tudors übernahmen England und die Hanse brachte das stärkste Zeug – Sativa, Wachs, Felle, Hölzer, Tuch – bis in die letzten Winkel.
Heute bist du am Ende. Erst liegst du noch feuchtkrumig und lecker feinknusprig ausgebacken im gut sortierten Bäckerregal. Dann sprengst du den Leuten schon die Darmschlingen, lässt sie aus ihren Häusern taumeln, blähst sie riesenhaft auf und kurz nachdem sie wie Ballons an ihren Gartenzäunen festgebunden, entladen sie sich auf dein Geheiß und bestialisches Gülle-Odeur flutet die Straßen, die Stadt und schwappt über die Hügel, auf dass in Wald und Flur auf Jahre nichts mehr blühe – wobei ja einem Alexander Gauland bei dem Gedanken… ach, lassen wir das.
Mensch Gluten, du hattest auch schon bessere Tage.
Teufelszeug Diskriminierung. Heute: Laktose
Du, liebe Laktose, hattest deine beste Zeit, als die Kinder noch mit dicken roten Pausbacken durch die Hinterhöfe tobten. Ihre Lederhosen zerschlissen, die Haare wild zerzaust oder fromm gescheitelt. Der Fußball aus Lumpen und Klopapier nirgends.
Heute bist du am Ende. Die Leute furzen und kotzen sich die Scheiße aus dem Leib und scheißen und furzen und kotzen sich halb tot und die Kacke in die Scheiße, wenn sie im Einkaufswagen Wildfremder auch nur im Augenwinkel einen dieser herrlich kühl cremig fruchtigen Sahne-Zottarellas entdecken, die so sanft in den Schlund gehen, dass einem Sigmar Gabriel auch nur bei dem Gedanken, dass... ach lassen wir das.
Mensch Laktose, du hattest auch schon bessere Tage.

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Astrologie: Stier sein will wirklich niemand.
Sobald sich Stiere Ziele setzen, hört der Spaß auf. Dann sitzen sie morgens Punkt sieben im Büro, gehen nochmal alle Ordner durch, stapeln Akten meterhoch, klingeln Sekretärinnen aus dem Urlaub zurück, laden Kollegen Kinderpornos auf die Rechner und sägen Stühle an. In der Mittagspause wird tonnenweise Sashimi geordert, zahlen müssen aber andere. Am Abend geht es zum Lieblingsitaliener, der Stier lässt sich vier, fünf Tische anbieten, erst der sechste passt, der Gastronom muss Gäste umsetzen. Der Stier will aber erstmal ‚kochen‘, rennt in die Küche und begrüßt mit ‚ciao, ciao, amici…‘ die Mannschaft. Er befiehlt mit donnerndem ‚allora…‘ Trüffel, Langustini, Käse aus fernen Klöstern und Wein aus dem 18. Jahrhundert. Kleine Portionen! Alle salutieren in Reih und Glied. Die junge Gastronomen-Tochter knöpft auf, stützt sich auf den Herd, der Stier ist Stammgast. Ein dünner kleiner Azubi weint – vor Glück, die Fäden sind noch nicht gezogen.
Nein, Stier sein will wirklich niemand.
Stier-Männer verschreiben sich gerne ganz der Familie. Ihre Söhne machen sie zu Killern und übernehmen die Stadtviertel eins nach dem anderen. Sie lassen die Konkurrenz systematisch in schlechte Deals rennen und schalten bald ohne Regung Großmütter, Mütter, Neugeborene aus. Die Köpfe kommen in die Post, das plant der Stier mit Sendungsverfolgung und Zustellungstermin ganz geduldig und genau.
Die Stier-Frau macht da gerne mit und schafft der Sippe nach Kräften einen Landsitz, der – oberhalb oasenhaft – untertags einem alptraumhaften Führerbunker gleicht. Hier verstaut die Stier-Frau unliebsame alte Bekannte, die Gegenspielerinnen der Schulzeit, die handverlesenen, aber dann immer schnell kaputtgefickten Sklavinnen ihres Mannes, ihrer Söhne und ihres geifernden, von massivem Körperschorf gezeichneten Vaters, dem geblendete Bedienstete in Todesangst stets einen frischen Jahrgang blonder Schönheiten aus dem nahen Dorf zuführen. Winzige Thai-Mädchen wären besser, aber eine gewisse Bodenständigkeit bleibt für das jeden Sonntag in einer tigerblutgeflutetenden Arena exaltiert Tango Argentino tanzende Stier-Paar unverhandelbar.
Nein, Stier sein will wirklich niemand.
IN & OUT, Kalenderwoche 18
IN
… Heuchelei
… „auf den Zug aufspringen“
… Kurden
… Tauben, Königinnen der Lüfte
 OUT
… Kino
… Musik
… Bücher
… Spaß
Ihr Haar, Sigmar Gabriel, wirft Fragen auf. Sprechen wir denn von Haar? Oder spielen Sie ein Spiel mit uns? Ist es das was wir vermuten? Eine changierende Badekappe, Intershop 1986? Passen Sie auf sich auf!
Ihr Haar, Maike Kohl-Richter, steht noch ganz am Anfang. Gehen Sie die alten Fotos bitte ganz genau durch. Und vergessen Sie diese ganzen Profi-Produkte. Früher nahm man Bier.
Ihr Haar, Oliver Bierhoff, haben Sie einst als störrisch beschrieben, als nur mit Fönfestiger, Gel und Spray annähernd beherrschbar. Und Sie sollten recht behalten!

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Ihr Haar, Winfried Kretschmann, beschleunigt sehr. Hoffentlich verträgt es E10. Muss es denn oft gebürstet werden? Wahrscheinlich nicht. Alles Gute für Sie!
Türsteher zum Thema private Altersvorsorge.
Jau, muss man immer gucken, wo der Angriff herkommt, wo die Versorgungslücke aufpoppt, nä. Die Nullzinsen haben Riester jetzt hart weggekickt. Aber da muss man mitgehen, geschmeidig in die Fonds und so, nä. Sacht ‘n Kumpel neulich zu mir, ich hätte ihm sein Depot zerquatscht. Sag ich, du, wenn ich dir da mal so richtig reinwedel sieht das aber nicht so aus, dann sieht das anders aus, nä. Seitdem lässt mich der Kandidat in Ruhe und das bleibt hoffentlich auch so, sonst gibt’s Kasalla.
Türsteher zum Thema regenerative Energien.
Jau, da hat die Windkraft unseres Nukes mal locker weggekickt, nä. Vielleicht ist Kohle schon der nächste Kandidat. Muss man nur sehen, ob die Sonne so flott über den Markt cuttet wie in den letzten Jahren. Da kommt dann alles zusammen, nä. Aber ich mach da nix, diese ganzen Watts und Volts, da bleib ich raus, da red ich gar nicht mit. Hab die aber immer im Auge, nä. Und machen die Stress, dann gibt’s Kasalla.
Mitarbeiter des Monats April: BUNDESKANZLER MERKEL.
Am Stammtisch mit Rudi und Klaus. Heute: Weinen
„Niemals!“ „Niemals!“ „Bierchen?“ „Gern.“

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Am Stammtisch mit Rudi und Klaus. Heute: Donald Trump
„Ich mag den Trump nicht.“ „Ich auch nicht. Aber er macht Stimmung.“ „Ja, Stimmung macht er.“ „Aber der am roten Knopf?“ „Mit rotem Kopf am roten Knopf!“ „Spinner!“ „Bierchen?“ „Gern.“