Kindle|Buch
Kindle ≠Buch! Und das ist gut so.
3. Januar 2013. Die damalige Diskussion (E-Book vs. Buch) ist heute vermutlich nicht mehr aktuell, oder?

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Kindle ≠Buch! Und das ist gut so.
3. Januar 2013. Die damalige Diskussion (E-Book vs. Buch) ist heute vermutlich nicht mehr aktuell, oder?

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Umzug
Ich ziehe um, verlasse tumblr – ganz langsam.
Ich werde nach und nach meine bisherigen Einträge hier abklopfen, entfernen oder aktualisieren und überführen nach: lektorat-buchwaerts.de/blog.
Es war eine schöne Zeit hier, aber leider spielt tumblr in meinem Alltag keine Rolle mehr. Wer mag, kann immer mal wieder auf meinem neuen Blog vorbeischauen. Dort habe ich auch meine Literatur-Podcastliste übernommen und aktualisiert.
Alles Gute!
Die Dichtung ist die schönste Form des Schweigens.
Wenn sich niemand meldet, dann stammt das wohl von mir.
Lesen, Schreiben, Zuhören – Literatur-Podcasts
Heute habe ich meine Literatur-Podcast-Liste wieder fĂĽr euch herausgeholt und ihr ein Update verpasst. Einige Podcasts gibt es nicht mehr, ein paar sind dazugekommen. Die Titel in Klammern sind noch abrufbar, aber es kommen (derzeit) keine neuen Folgen dazu. Kursive Titel habe ich neu hinzugefĂĽgt.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Durchhören.
Rund ums Schreiben und Publizieren
(Suche & Ordnung) – Der von mir heiß geliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
Vom Schreiben leben – Die Autorin Annika Bühnemann bespricht die alltäglichen Tücken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast – Henri Apell spricht in regelmäßigen Abständen mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten über die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten – Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche für Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben. — Update: Leider gibt es den Podcast nur noch in Form eines Youtube-Kanals.
Büchergefahr – Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »Büchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler – Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing – dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert für alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Seite 37 – Der Literatur-Podcast – detektor.fm unternimmt einen neuen Anlauf, einen Literaturpodcast zu etablieren. Diesmal führen Claudius Nießen, Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts, und die Autorin und Poetryslammerin Franziska Wilhelm durch das Programm.
Literaturcafe – Wolfgang Tischer betreibt die Seite Literaturcafe.de schon sehr lang, wirklich sehr lang. Seit 1996, um genau zu sein. Die Themen drehen sich rund um Selfpublishing, Verlagswesen, Bücher. Seit einiger Zeit gibt es auf seiner Seite auch in unregelmäßigen Abständen einen Podcast, der durchaus nachhörenswert ist.
Dear Reader – Und wieder ein neuer Literatur-Podcast von meinem Lieblings-Radiosender detektor.fm. Diesmal werden vornehmlich Autoren zu ihrem Schreiben interviewt.
Das Neueste vom Neuen – über aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club – Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der Bühne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten – Unterhaltsame und frische Büchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-Büchermarkt | NDR Kultur Neue Bücher | SWR2 Bücher | Diwan – Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, Bücher, Bücher und nochmals Bücher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
Literaturgespräche wie von nebenan
In trockenen Büchern – Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene Sachbücher zu Themenbereichen wie »Vergänglichkeit«, »Männer« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum – Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen Atmosphäre aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-Küche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku – Lockere Gespräche, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr Spaß macht, und das hört man auch.
AuĂźer der Reihe
Litradio.net – Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
(Zeitreise – Schriftsteller im Gespräch) – Leider nicht mehr fortgeführt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
(Duden.de) – Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
voicerepublic – Hier findet ihr jede Menge Vorträge zum Nachhören, u. a. auch von der Leipziger Buchmesse. Leider lässt die Tonqualität manchmal etwas zu Wünschen übrig, aber die Menge an Nachhörbarem ist dafür umso größer.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
Literatur-Podcast-Liste — Update: Ein Podcast ist weggefallen (Papiergeflüster), einer neuer hinzugekommen (Dear Reader). So ist das Leben. Viel Spaß beim Durchhören.
Ihre Geschichte sollte dicht sein wie eine Nudel aus Hartweizengries – der Leser schmeißt sie in das kochende Wasser seiner Imagination.
Stephan Waldscheidt (Autor) in »Autoren-Tipp: Der Roman als Best-of«, 31. August 2015

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Lesen, Schreiben, Zuhören – Literatur-Podcasts
Heute habe ich meine Literatur-Podcast-Liste wieder fĂĽr euch herausgeholt und ihr ein Update verpasst. Einige Podcasts gibt es nicht mehr, ein paar sind dazugekommen. Die Titel in Klammern sind noch abrufbar, aber es kommen (derzeit) keine neuen Folgen dazu. Kursive Titel habe ich neu hinzugefĂĽgt.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Durchhören.
Rund ums Schreiben und Publizieren
(Suche & Ordnung) – Der von mir heiß geliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
Vom Schreiben leben – Die Autorin Annika Bühnemann bespricht die alltäglichen Tücken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast – Henri Apell spricht in regelmäßigen Abständen mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten über die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten – Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche für Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben. — Update: Leider gibt es den Podcast nur noch in Form eines Youtube-Kanals.
Büchergefahr – Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »Büchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler – Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing – dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert für alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Seite 37 – Der Literatur-Podcast – detektor.fm unternimmt einen neuen Anlauf, einen Literaturpodcast zu etablieren. Diesmal führen Claudius Nießen, Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts, und die Autorin und Poetryslammerin Franziska Wilhelm durch das Programm.
Literaturcafe – Wolfgang Tischer betreibt die Seite Literaturcafe.de schon sehr lang, wirklich sehr lang. Seit 1996, um genau zu sein. Die Themen drehen sich rund um Selfpublishing, Verlagswesen, Bücher. Seit einiger Zeit gibt es auf seiner Seite auch in unregelmäßigen Abständen einen Podcast, der durchaus nachhörenswert ist.
Dear Reader – Und wieder ein neuer Literatur-Podcast von meinem Lieblings-Radiosender detektor.fm. Diesmal werden vornehmlich Autoren zu ihrem Schreiben interviewt.
Das Neueste vom Neuen – über aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club – Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der Bühne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten – Unterhaltsame und frische Büchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-Büchermarkt | NDR Kultur Neue Bücher | SWR2 Bücher | Diwan – Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, Bücher, Bücher und nochmals Bücher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
Literaturgespräche wie von nebenan
In trockenen Büchern – Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene Sachbücher zu Themenbereichen wie »Vergänglichkeit«, »Männer« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum – Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen Atmosphäre aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-Küche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku – Lockere Gespräche, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr Spaß macht, und das hört man auch.
AuĂźer der Reihe
Litradio.net – Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
(Zeitreise – Schriftsteller im Gespräch) – Leider nicht mehr fortgeführt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
(Duden.de) – Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
voicerepublic – Hier findet ihr jede Menge Vorträge zum Nachhören, u. a. auch von der Leipziger Buchmesse. Leider lässt die Tonqualität manchmal etwas zu Wünschen übrig, aber die Menge an Nachhörbarem ist dafür umso größer.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
NachttischlektĂĽre #12
Jochen Schmidt: »Zuckersand«
Verlag C.H.Beck 2017, 205 Seiten
Erster Satz:
Klara schrieb mir aus dem Büro, daß ich nicht vergessen sollte, Karl die Zähne zu putzen, wir würden es sonst irgendwann bereuen, und ich antwortete ihr, daß er seit einer halben Stunde «An-Aus» spielte, nachdem er minutenlang versucht hatte, mit einem Glasöffner ein Glas Obstmus aufzuschrauben, während ich ihn überzeugen wollte, sich von mir anziehen zu lassen, und daß wir sie ja nach der Arbeit von der Bahn abholen könnten.
Letzter Satz:
Weil ich nicht wußte, wohin damit, steckte ich mir den faden Möhrenkeks, den ich ihm eben hatte geben wollen, in den Mund und versuchte, meine Tränen zu unterdrücken.
Nachwirkung:
Sieht man von den ewig langen Sätzen und den zum Teil den Lesefluss erheblich störenden und mindestens ebenso ewig langen (Wo ist eigentlich mein Kaffee?) Kommentaren in Klammern ab, und übersieht man die mehr als zuckersüßen Ausführungen (Verdammt, ich finde meinen Kaffee nicht! Vielleicht habe ich ihn auf dem Balkon stehen lassen.), dann bleiben immerhin wunderschöne Vignetten der Künstlerin Line Hoven übrig.
NachttischlektĂĽre #11
Werner Heiduczek: »Mark Aurel oder ein Semster Zärtlichkeit«
Verlag Neues Leben 1972, 3. Auflage, 146 Seiten
Erster Satz:
Den Brief von Tolja lese ich immer wieder.
Letzter Satz:
Nach den Messeferien gehe ich wieder ins Institut.
Nachwirkung:
Mit dem Autor Werner Heiduczek habe ich bereits im Rahmen von zwei Buchprojekten zusammengearbeitet: »Das andere Gesicht« und der Essay-Band »Vom Glanz und Elend des Schreibens«.
Er hat nicht viele Bücher geschrieben und noch weniger lässt er »noch immer gelten«. »Mark Aurel oder ein Semester Zärtlichkeit« gehört mit dazu. Auf mich hat es etwas unfertig gewirkt. Tagebuchartig, Sprung- und skizzenhaft. Immerhin wagt er etwas, was nur wenige männliche Autoren sich trauen: Er schreibt aus der Sicht einer Frau. Ob ihm das gelungen ist, kann ich nur schwer beurteilen – die (Schreib)-Stimme von Yana »klingt« zumindest weiblich. Was mich auch bei diesem Werk erfreut hat, sind die Illustrationen von Wolfgang Würfel. Sie unterstützen den Text, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
Wer in einem Antiquariat auf dieses Bändchen stößt, darf getrost zugreifen. Es ist eine kurzweilige Lektüre – und ein Gehemtipp für angehende Chemiker*innen, denn: Die Protagonistin studiert Chemie.
Sich Fehler einzugestehen ist wichtig, weil man es immer besser machen kann. Manchmal bedeutet es einfach, die Schnauze zu halten und zu kapieren, dass der Moment gekommen ist, in dem ich besser jemand anderen sprechen oder schreiben lasse.
Sirka Elspaß: „Ich will weniger höflich sein“, 09.06.2017, missy-magazine.de
NachttischlektĂĽre #10
Ingmar Bergman: »Szenen einer Ehe« (in der Übersetzung von: Hans-Joachim Maass)
Verlag Volk und Welt 1976, 1. Auflage, 182 Seiten
Erster Satz:
Frau Palm fröhlich: Wir frangen immer mit einer Standardfrage an. Damit wir über die erste Nervosität hinwegkommen.
Letzter Satz:
Marianne: Gute Nacht.
Nachwirkung:
Filmszenarien gehören nicht gerade zu meiner alltäglichen Lektüre. Auch dramatische Texte lese ich kaum – ich sehe ihnen lieber auf der Bühne, im Fernsehen oder im Kino zu. Und so fällt es mir auch schwer, über diesen Text und seine Wirkung etwas zu Bildschirm zu bringen. Am Anfang hat es mich an typische Screwball-Komödien der 80er erinnert. Beziehungen werden mal mehr, mal weniger tief analysiert und ad absurdum geführt. Es werden Szenen einer Ehe durchgespielt, gedanklich wie auch handgreiflich. Desillusion ist wohl das große Wort, das über allem prangt. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass Ingmar Bergman mit diesem Stück die Liebe nicht zum Teufel jagt, sondern versucht, sie vom Ballast unserer Hollywood-Romantik hervorzuholen.

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Video-Tipp: Kreatives Schreiben
epubli und die Autorenschule Schreibhain haben in neun Videos einen konservativen aber ganz passablen Ăśberblick ĂĽber wichtige Punkte im Schreibhandwerk geliefert.
Weitere Videos findet ihr unter folgenden Links:
2/9: Erzählperspektiven
3/9: Dramaturgie und Roter Faden im Roman
4/9: Dialoge schreiben
5/9: Stil und Sprache, Erzählstimme
6/9: Sinnliches Erzählen
7/9: Erzählte Zeit und Erzählzeit
8/9: Von der Biographie zur Fiktion
Die letzte Folge habe ich nicht mit aufgeführt, da es darin nicht mehr ums Schreiben, sondern ums Veröffentlichen über die Firma epubli geht.
Viel SpaĂź beim Schauen und Dagegenanschreiben.
»Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer«
—gefunden an einer Wand in der Zweinaundorfer Straße in Leipzig. Es stammt aus dem Gedicht »Gesänge« von Gottfried Benn.
Gesänge
I     O dass wir unsere Ururahnen wären. Ein Klümpchen Schleim in einem warmen Moor. Leben und Tod, Befruchten und Gebären glitte aus unseren stummen Säften vor. Ein Algenblatt oder ein Dünenhügel, vom Wind Geformtes und nach unten schwer. Schon ein Libellenkopf, ein Möwenflügel wäre zu weit und litte schon zu sehr. II     Verächtlich sind die Liebenden, die Spötter, alles Verzweifeln, Sehnsucht, und wer hofft. Wir sind so schmerzliche durchseuchte Götter und dennoch denken wir des Gottes oft. Die weiche Bucht. Die dunklen Wälderträume. Die Sterne, schneeballblütengross und schwer. Die Panther springen lautlos durch die Bäume. Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer -
Lesen, Schreiben, Zuhören – Literatur-Podcasts
Vielleicht habe ich es schon einmal erwähnt: Ich liebe Podcasts. Sie versorgen mich regelmäßig mit neuen Informationen aus der Welt der Bücher und sind zudem jederzeit und überall abrufbar. Welche Podcasts meines Erachtens für Autoren, Lektoren und Leselüsterne lohnenswert sind, erfahrt Ihr in der folgenden Liste. Viel Spaß beim Nachhören!
Rund ums Schreiben und Publizieren
Suche & Ordnung – Der von mir heißgeliebte Internet-Radio-Sender detektor.fm nimmt sich endlich auch des Literaturbetriebs an.
Papiergeflüster – Autor Oliver Plaschka und Buchhändlerin Simone Dalbert sprechen lockerflockig über den Buchhandel, eBooks und neue Entwicklungen im Literaturbetrieb.
Vom Schreiben leben – Die Autorin Annika Bühnemann bespricht die alltäglichen Tücken des Schreibens und Publizierens.
Der Selfpublisher Podcast – Henri Apell spricht in regelmäßigen Abständen mit Selfpublishern, Dienstleistern und Buchmarktexperten über die neuesten Entwicklungen auf dem Selfpublishermarkt.
Die SchreibDilettanten – Hier reden sich zwei Autoren um Kopf und Kragen: Marcus Johanus und Axel Hollmann diskutieren Woche für Woche leicht chaotisch und dennoch interessant rund um das Thema Schreiben.
Buchgeflüster – Die Autorin Kerstin Rachfahl bespricht eigene Werke, Themen rund ums Schreiben und Publizieren und unterhält sich mit anderen Autoren.
Büchergefahr – Gerade erst entdeckt und schon hier aufgenommen. »Büchergefahr« greift in kurzen Folgen aktuelle Diskussionen aus dem Literaturbetrieb auf.
Dein Buch mit Tom Oberbichler – Tom Oberbichler trifft in seinem Podcast Experten und Sturmerprobte aus den Bereichen Selfpublishing und Marketing – dabei gehts ans Eingemachte. Empfehlenswert für alle, die das Schreiben nicht »nur« als Berufung, sondern auch als Beruf sehen.
Das Neueste vom Neuen – über aktuelle Bucherscheinungen
Thomasius-Club – Ein Mal im Monat sitzt ein Autor aus dem kulturwissenschaftlichen Bereich auf der Bühne des Thomasius-Club und wird charmant in die Zange genommen.
Die Literaturagenten – Unterhaltsame und frische Büchersendung auf Radio Eins. Es gibt Interviews, Buchbesprechungen und Veranstaltungstipps.
Dradio-Büchermarkt | NDR Kultur Neue Bücher | SWR2 Bücher | Diwan – Interviews, Rezensionen, Diskussionsrunden, Bücher, Bücher und nochmals Bücher. Dank dieser drei Podcast-Feeds seid Ihr immer auf dem Laufenden.
Literaturgespräche wie von nebenan
In trockenen Büchern – Autorin Alexandra Tobor fasst in knapp 20 Minuten scheinbar trockene Sachbücher zu Themenbereichen wie »Vergänglichkeit«, »Männer« und »Scham« knackig und unterhaltsam zusammen.
Mein Freund der Baum – Andreas Baum und Andrea Frey besprechen angenehm locker und in einer fast schon intimen Atmosphäre aktuelle Literatur und Klassiker. War »Die Buchhaltung« (dieser Podcast existiert leider nicht mehr) die WG-Küche unter den Literaturpodcasts, so ist »Mein Freund der Baum« sicherlich der Wohnzimmertisch mit Couchgarnitur an einem regnerischen Abend.
Tsundoku – Lockere Gespräche, interessante Rezensionen, lose Folgen. Andrea Diener macht, was ihr Spaß macht, und das hört man auch.
AuĂźer der Reihe
Litradio.net – Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Litradio ist zwar kein Podcast im klassischen Sinne, aber eine Fundgrube an Lesungen und Diskussionen zu aktuellen Entwicklungen in der deutschsprachigen Literatur.
Zeitreise – Schriftsteller im Gespräch – Leider nicht mehr fortgeführt, ist dieser Podcast dennoch eine wahre Schatzkiste, in der Ihr zahlreiche Interviews mit bekannten Autoren aus dem deutschsprachigen Raum finden könnt.
Duden.de – Ja, auch die Dudenredaktion hat einen eigenen Podcast. Darin geht es kurz und informativ um die Besonder- und Eigenheiten der deutschen Sprache.
Wenn Ihr weitere Literatur-Podcasts kennt, dann schreibt mir diese einfach als Kommentar unter diesen Beitrag oder als Direktnachricht.
Immer wieder gern gehört: Meine Lieblings-Podcasts rund um Literatur.
Neu mit dabei: der Thomasius-Club und die Reihe »Suche & Ordnung« von detektor.fm.
Viel Spaß beim Hören.
»WER HAT LUST AM WOCHEN- ENDE AN EINEN SCHÖNEN ORT ZU GEHEN, UM SMARTPHONES ANZUGUCKEN?«
—gefunden an einer Wand in der Könneritzstraße in Leipzig. Leider fehlt hier ein Komma. Weiß jemand, wo?
future?publish
Ja, ich war auf der future!publish in Berlin. Wie ich dahingekommen bin? Mit dem Zug und einer gewonnenen Eintrittskarte.
Eines vorneweg: Die Zukunft hat sich nicht in allen Vorträgen blicken lassen und wiedermal waren die Pausengespräche (fast) das Beste. Ich habe mich mit vielen Kollegen ausgetauscht, neue kennengelernt und alte Kontakte aufgefrischt. Und wo steckt nun the Future im Publishing?
Stephan Porombka hat in seiner Keynote am ersten Tag etwas gesagt, das mir zunächst etwas seltsam erschien: Wir sollen Öffentlichkeit gestalten. Hmmmm, gut, habe ich mir gedacht und im Programmheft geblättert.
Als dann u.a auch Johannes Ulrich Schneider, Leiter der Leipziger Universitätsbibliothek, die Frage nach der Schaffung von Öffentlichkeit in einer Diskussionsrunde gestellt hatte, kam ich ins Stutzen: Ist die Frage nach der Form literarischer oder anderer Gattungen von Texten überhaupt die Frage nach der Zukunft des Publizierens? Ist sie selbst nicht schon längst überholt? Sollten wir von dieser nicht endlich Abstand gewinnen und weiter denken?
Nichts ist so altbacken und rückwärtsgewandt wie die Frage nach dem Format von Texten. Analog, digital, crossmedial. Dieser Streit macht keinesfalls the Future im Publishing aus. Der Leser hat sich schon entschieden – für alle Formen. Und er bzw. sie unterhält sich über Inhalte in Bibliotheken, Buchläden, bei Lesungen. Diese Öffentlichkeit ist ein gestaltbarer Raum.
Und da haben wir sie wieder: Die Aufgabe, die Stephan Porombka am ersten Tag uns Textschaffenden entgegengeworfen hat: die Gestaltung von Öffentlichkeit – DIE Aufgabe, der sich Verlage und Bibliotheken stellen sollten.
Veröffentlichen kann jeder, Öffentlichkeit gestalten eben nicht. Auf diese Rolle könnten/sollten sich Verlage und Bibliotheken und Buchläden besinnen. Zugegeben: Auch das ist nichts Neues, aber eben etwas, was immer mehr in Vergessenheit geraten ist.
Gestalten wir Text, gestalten wir Ă–ffentlichkeit.
future

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—gefunden auf der Facebook-Profilseite von mikrotext.
Wenn man ein Manuskript bekommt, ist es wie in der Liebe, wie bei einer Begegnung. Manchmal ist es die Liebe auf den ersten Blick. Manchmal nicht. Und wenn es gut läuft, sagt man: okay. Das passt, da machen wir weiter.
Andreas Rötzer (Verlag Matthes & Seitz Berlin) auf die Frage: „Bei der Entscheidung, ob ein Titel ins jeweilige Programm passt – worauf kommt es da an?“ Das ganze Interview gibt es auf boersenblatt.net