Traditionelle Herrschaftsformen mit festen hierarchischen Ordnungen waren seit Jahrtausenden prägende Aspekte zivilisatorischer Entwicklungen.
Sie haben jedoch menschlichen Fortschritt nicht nur behindert, sondern wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht sogar gefördert – und sie tragen auch heute noch nicht unerheblich zu gesellschaftlichem Zusammenhalt bei.
Herrschaft beruht auch weniger auf Gewalt, als allgemein gedacht.
Sie war stets auf die Unterstützung der Menschen angewiesen und hat, um sie dazu zu bringen, manipulativ auf deren Denken, die individuellen und kollektiven Denkmuster und Glaubenssätze gezielt.
Religionen haben hierbei eine entscheidende Rolle gespielt.
Mit zunehmendem Fortschritt schlagen die tendenziellen Vorteile von Herrschaft jedoch in ihr Gegenteil um.
Sie begrenzen inzwischen viel mehr, als sie nützen und hindern Menschen an ihrer geistigen Reifung, die für die Wahrnehmung ihrer eigenen Verantwortungen und noch mehr für ihren lebenskompetenten Umgang damit unerlässlich ist.
Deshalb wende ich mich gegen das alte Herrschaftsdenken, das immer noch – oft sehr subtil – in unzähligen gewohnten Überzeugungen und Glaubenssätzen steckt und die Entwicklung zukunftsfähiger Denkweisen blockiert.
Menschliches Wohlergehen braucht Freiheit, die wiederum auf freies lebenskompetentes Denken angewiesen ist – um tatsächlich wohltuend zu wirken.
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