Ich schaue grade die Serie meiner Jugendzeit. One tree hill. Sie hat mich durch einige schwere Abende und Nächte begleitet. Mich damals vermutlich noch mehr in Löcher verschwinden lassen. Weil ich damals, als 15/16 Jähriges Mädchen dachte, dass so das Leben ist. Ich habe geweint weil es da beste Freundinnen gab, wie ich sie niemals hatte. Liebende Jungs. Dramatische Musik. Und dieses eine Mädchen. Welches über rote Ampeln fährt und deren Lebensmotto mich in tiefe Krisen stürzte.
"Pepole always leave"
Und das passte so gut. Freundinnen gingen. Liebe die unerwiedert mein Herz brach. Drama. Ich dachte so wäre das Leben. Ich dachte, das wäre die Wahrheit. Dass Menschen immer gehen würden, weil ich es nicht Wert bin geliebt zu werden. Weil ich es nicht wert bin, dass Menschen bei mir bleiben.
Jetzt läuft sie auf netflix, die Serie. Und ich habe lange überlegt ob ich sie schauen sollte. Wo sie mich doch so oft weiter in Krisen stürzte. Und dennoch, wagte ich es sie anzumachen.
Und ja, das heilt etwas in mir. Heute bin ich vermutlich fast doppelt so alt wie die Figuren in der Serie. Doppelt so alt, wie ich es damals war. Und viele der Wunden, die die Serie damals für mich bediente, sind inzwischen verheilt. Sowohl die körperlichen, die meinen Körper damals zierten, wie auch die psychischen, die niemand damals gesehen hat.
Und ich muss an mein 15 Jähriges ich denken. Und möchte sie so gerne in den Arm nehmen, ihr sagen (auch wenn sie das sicher nicht hören wollen würde) dass alles gut wird. Dass die Zeit die Wunden heilt. Und dass das Leben so nicht ist. Weder so wundervoll romantisch, noch so schrecklich dramatisch. Ich möchte ihr sagen, dass auch sie mal geliebt wird, ganz ohne sich in sich zu verlieren. Ich möchte ihr sagen, dass sie auf sich achten soll. Dass sie all das nicht nötig hat, was sie noch so tun wird um geliebt zu werden.
Ich würde ihr nicht sagen, dass das Leben leicht ist. Dass es nie wieder weh tun wird. Weil das wäre gelogen. Leben bedeutet kämpfen. Aber ich habe die Kraft all diese Kämpfe zu gewinnen. Auch wenn es sich oft nicht so anfühlt. Ich möchte diesem jungen Mädchen Mut machen. Denn heute schaut sie diese Serie wieder. Und denkt dabei an die Zeit die vergangen ist. Und sieht. Wie stark sie ist.














