Man darf wirklich nicht ohne Handy rausgehen, nicht mal bis zu den MĂŒlltonnen
Im Traum wohne ich mit Aleks zusammen in einem winzigen Zimmer im Inneren eines Baumarkts, der so groĂ ist, dass er eine stĂ€dtische Infrastruktur enthĂ€lt. Morgen kommt die MĂŒllabfuhr. Ich stopfe die ĂŒberall herumstehenden Reste von Takeaway-Gerichten in mehrere TĂŒten und gehe raus zu den MĂŒlltonnen. Auf dem RĂŒckweg passe ich einmal kurz nicht auf und schon habe ich mich verlaufen.
Stundenlang irre ich durch den Baumarkt, der mehrere kĂŒnstliche Seen enthĂ€lt, auĂerdem VeranstaltungssĂ€le. Was er nicht enthĂ€lt: einen detaillierten Plan von sich selbst. Gelegentlich ziehe ich ein Blatt aus einem Gestell mit Informationsmaterial, aber da sind nicht mal die Seen richtig drauf eingezeichnet. Man darf wirklich nicht ohne Handy rausgehen, sage ich mir, nicht mal den MĂŒll rausbringen! Dabei wĂŒrde mir das Handy gar nicht viel helfen, ich könnte Aleks anrufen, und dann? âIch stehe vor dem Regal mit den Schraubenâ, Aleks weiĂ ja auch nicht, wie man von dort nach Hause findet, und im Baumarkt gibt es alles mehrfach, auch mehrere Schraubenabteilungen. Aber wenigstens könnte ich Aleks erklĂ€ren, warum ich nicht wiederkomme.
Nach langer Suche bin ich so leergeĂ€rgert, dass mir alles egal ist. BarfuĂ wate ich durch die Seeufer aus Kunstrasen, und natĂŒrlich finde ich dann zufĂ€llig nach Hause.
KlĂŒger werde ich davon nicht, im selben Traum verlaufe ich mich ein zweites Mal im Baumarkt und Ă€rgere mich diesmal noch viel mehr.
Dieser Traum ist nur erhalten, weil ich ihn bereits im Traum ins Techniktagebuch geschrieben habe, auf einer elektrischen Schreibmaschine, was so umstÀndlich, unpraktisch und störend laut war, dass ich mich beim Aufwachen daran erinnere.