The Sirens' Book [explore] by Bernhard Niedermeier Via Flickr: Baia delle Sirene, Punta San Vigilio, Lake Garda, Italy Malcesine-371
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Herrschaft
"In einer Gesellschaft von verkĂźmnmerter Menschlichkeit kann die Lust, wenn man sie als Gegenstand vor sich hat, in welchem Falle sie fremde, nicht eigene ist, im Prinzip nicht geduldet werden: sie bedroht den Zement der Herrschaft."
Ulrich Sonnemann
Das Allgemeine sorgt dafßr, daà das ihm unterworfene Besondere nicht besser sei als es selbst. Das ist der Kern aller bis heute hergestellten Identität. (Theodor W. Adorno, Negative Dialektik: 306).
Wir weiten mit Gramsci den Blick weg von der repressiven Funktion des Staates und schauen uns an, wie Herrschaft durch Hegemonie aufrechterhalten wird.
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Weiterlesen: Gramsci: Gefängnishefte. Gramsci lesen - Einstiege in die Gefängnishefte. Zeiler: Materialistische Staatskritik.

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Macht ist das Werkzeug. Ob ein Mensch es fĂźr Gutes oder Schlechtes einsetzt, entscheidet er ganz allein.
Dass daraus Herrschaft resultiert, ist keine logische Konsequenz.
Ebenso wenig, dass Menschen sich beherrschen LASSEN, indem sie diese Macht in sich selbst, ihre Eigenverantwortung, ihre Integrität, dem Herrschenden als Pfand fßr eine faul schmeckende Variante angeblicher Freiheit ßbereignen.
Emotionen sind im Recht, doch Meditationen sind im Echt.
26.04.2021 keinjournalist 09:54
FlieĂen die Erfahrungen noch abwärts, obgleich im Grunde alles richtig gemacht wurde, schwappt eine ErschĂśpfung Ăźber die Hoffnung und legt andere Ăberzeugungen offen. Blass quillt eine quälende Begierde nach den nächsten Freuden hervor und mĂśchte maĂlos den Genuss aufbrauchen, da wo sinnfreie Aufgaben warten, jeden Witz der Pflicht zu widerlegen. Innerhalb eines Erlebens käme es nie dazu, dem behinderten Imperativ ernsthaft nachzugehen. Emotionen trugen eine heitere Mutigkeit und jammern, verlassen von dieser Gnade, im geschwächten UrteilsvermĂśgen. Hilfeschrei nach der Erkenntnis des Richtigen, in Folge ihrer naiven Nennung, ohne Ausfall, das Falsche begangen wird. RĂźcksichtslos ergreift die tyrannische Not den Thron der schlummernden Weisheit. Einem will der Machtwechsel in der Selbsterkenntnis gar nicht aufgefallen sein, so unscheinbar zeugt auf einmal der Blick nach hinten von GrĂźnden aufzugeben und frustriert die abwesende Unschuld anzuklagen. Emotionen und das ZurĂźckblicken verkaufen dem Schicksal eine Ersatzleistung, bei der die ZerstĂśrung des Erfolgs erlaubt wird. (Selbstverständlich) Keine Verbesserung, sowie - genauer betrachtet â keine weitere Ăbung, werden von einem vertrauten Sinn zur Degeneration jener kostbaren Konditionen ausgerichtet, unter deren Schlaf sein wĂźtendes Gegenteil erwacht. Auswege sind von blamierendem Alarm zirkulierender Verzweiflung versperrt und  weil emotionale Trauer sich vor dem Besseren, dem gesuchten Herrscher, die Gegenwart, demĂźtigt, fällt es nicht auf und das Auftreten belastender SchuldgefĂźhle erinnert gerade noch so an die hohen AnsprĂźche der ersehnten Leistung. Vorbei ist (natĂźrlich) die Chance auf RĂźckkehr. Ăber die Wahrheit hinweg wurde der Anspruch auf FĂźhrung stattgegeben. KĂźmmerlich wird die Verweigerung einer untragbaren Psychose von einer Beachtung des Idealen dekoriert. Endlich rätseln die ersten Sonnenstrahlen des sorglosen Willens um die VerwĂźstung der lieblosen Einbildung und findet einen bĂśsen RĂźckschlag vor, begleitet von einem aufmĂźpfigen Schmarotzer. Ihm wäre es lieb, wieder die letzte Antwort zu sein, indes sich die gekränkte Gelassenheit in Schmerzen windet, warum er Ăźberhaupt Siege in der Abwesenheit der mächtigen Zuordnung zu erringen glaubte. Musste er wirklich die Selbstachtung angreifen und den Stolz des Daseins als BegrĂźndung vorbringen? Rotes Blut strĂśmt aus den Wunden der Selbstsicherheit. Lächerlich war jener Kummer des geduldeten UnglĂźcks. Träge nähert sich die enttäuschte Kraft dem tragischen Scherz und mĂśchte ihn entwaffnen. Hauptsache er wagt es nie wieder zu bemängeln und beugt sich einer lebendigeren GemĂźtlichkeit. Warten soll er, aufgeben oder mit sich zufrieden sein! Seufzend schaut das Haupt derweilen auf die verdorbenen Ecken seiner Vollkommenheit. Nirgendwo hat dieser nutzlose Halunke Mut Ăźbrig gelassen. Ăber dem Land schwimmt diese vorlaute TrĂźbseligkeit und nach dem Aufwachen, im Schwung ersten Handelns, soll Sorge vorerst fĂźr alle Ewigkeiten verhindern, einen Haufen ĂźberflĂźssigen MĂźll wie vor sich, wieder zu sehen.