Buchvorstellung: Die Dahlienfibel - Pflege • Sorten • Nutzung (Cornelia Gutjahr, Quelle & Meyer)
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Selbstgebaut: Ein Blockhaus für die Vögel
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Die Balkonkästen bekommen Füße
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Vorstellungsgespräch: Botanischer Garten Wuppertal
Ich muss zugeben: Nachdem ich letztes Jahr so einen massiven Reinfall an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf erlebte und nach etlichen Runden im Bewerbungsverfahren den Laufpass bekam und andere botanische Gärten meine Bewerbungen rigoros ignorierten, schwand meine Hoffnung und mein Wille, in eben einem solchen botanischen Garten zu arbeiten, nicht dahin – im Gegenteil: Es erwuchs in mir…
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die täglichen Gedanken: Wie(so) finde ich (k)einen Job?
Ich weiß doch, dass ich früher einige Berufskollegen als Follower hatte. Vielleicht sind diese noch da oder andere Gärner lesen diesen Text. Eine plakative Frage an Gärtner mit Einstellungsbefugnissen, sprich Geschäftsführer etc: Ist ein Schwerbehindertenausweis tatsächlich so ein großes Hindernis bei Bewerbungen als Geselle, oder bilde ich mir das einfach nur ein? Konkreter: Ist ein…
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Frühjahrsputz im Garten
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Echinocactus grusonii in neu geschaffene, monotypische Gattung eingepflegt
Als wir letzte Woche durch den botanischen Garten in Bochum schlenderten, fiel mir im Kakteen- und Sukkulentenhaus etwas auf: Der Schwiegermutterkaktus war nicht – wie gewohnt – als Echinocactus grusonii deklariert. Was war da los? Manchmal verirren sich zwar alte Schilder, mit nicht mehr aktuellen Gattungszuweisungen in den Beeten, doch hier war definitiv ein neues vorhanden. Mit großer Neugier…
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Phönix aus der Asche?!
Ein recht aktuelles Foto von mir. (Sommer 2023) Hallo, liebe Mitmenschen! Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, nach über vier Jahren wieder einen Beitrag auf Vegetation daheim zu verfassen. Es tut mir innerlich weh, wie die Seite in den letzten Jahren ihr Dasein fristete, ich mich nicht mehr dazu begeistern konnte, sie zu pflegen, sie mit Inhalten zu füllen, auf Kommentare zu reagieren, obwohl…
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Auch wenn die IPM bereits vier Wochen zurückliegt, hat sie bleibende Eindrücke hinterlassen: Viele Neuheiten, Innovationen, Wow-Effekte und hier und da wieder einige Trends, die man als eingefleischter Pflanzennerd nicht verstehen muss.
Auf letztere möchte ich gar nicht groß eingehen. Kurz und knapp: Gefärbte Sukkulenten und Kakteen mit aufgeklebten Wackelaugen werden wohl einfach nie aussterben. Immerhin gab es dieses Jahr keinen perversen Partykracher, wie die Echeveria zum selbst lackieren – mit beiliegenden Lackstiften, wie im letzten Jahr. Ansonsten eben der normale Wahnsinn.
Spannender und interessanter hingegen seien die Facetten zu erwähnen, die einem bei jedem Anblick ein “Wow!” ins Gesicht zauberten. Nennenswert zu erwähnen seien hierbei gefüllte “Green Island” Rosen von Tantau, die auf dem ersten Blick an Ranunkeln erinnerten und sicherlich das absolut skurrilste Zuchtergebnis auf diesem Sektor darstellten. Skurril jedoch im positiven Sinne. Schaut selbst:
Ein Trend war in der Vermarktung von Sets zu spüren. DIY steht hoch im Kurs: Anzuchtsets für die Minigärtnerei auf dem Fensterbrett oder Komplette Samenboxen, wie dem Pizza-Set. Ein lustiges Gadget in einem Pizzakarton, das Samen für alle wichtigen Pizzagemüse und Gewürze enthielt.
Auch die Makerszene hat Einzug in die Welt der Pflanzen erhalten. Mit dem Siegeszug des 3D-Druckers war es nur eine Frage der Zeit, bis man selbstgedruckte Töpfe und Vasen auf der Fachmesse bestaunen konnte. Et voila: meine Phantasie wurde in diesem Jahr tatsächlich gezeigt.
Anlässlich seines Todes im letzten Jahr wurde der britische Rosenpionier David Austin am firmeneigenen Stand entsprechend geehrt. Gerade wenn man sich mit den bekannten Rosen-/Baumschulen befasst, war dieses kleine Einod im Gewusel des regen Messeverkehrs ein kleiner Ort der Stille, an dem man das Lebenswerk einem der bekanntesten Rosenzüchtern revue passieren lassen konnte. Wirklich gelungen.
Man merkt wohl, die Rosen haben es mir auf der diesjährigen IPM besonders angetan, aber natürlich zeigten sich auch viele andere Highlights, die ich in folgender Galerie zusammengestellt habe:
Rückblick auf die IPM 2018: Trends und Impressionen Auch wenn die IPM bereits vier Wochen zurückliegt, hat sie bleibende Eindrücke hinterlassen: Viele Neuheiten, Innovationen, Wow-Effekte und hier und da wieder einige Trends, die man als eingefleischter Pflanzennerd nicht verstehen muss.
Die Ameisenpflanze war mir bereits von meinen Besuchen im botanischen Garten Bochum bekannt. Es handelt sich dabei um eine scheinbar sukkulente Pflanze, die einen massiven Caudex ausbildet. Eben jener Caudex lässt auch auf vermeintliche Sukkulenz schließen. Jedoch entspricht die Pflanze rein gar nicht dem, was man sich unter einem sukkulenten Caudexgewächs vorstellt. Hier ein paar markante Fakten:
Myrmecodia beccarii ist eine tropische Pflanze, die hohe Luftfeuchtigkeit und feuchtes Substrat liebt.
Das Substrat muss organisch sein und sollte dem Kultursubstrat vieler Orchideen ähneln.
Der vermeintliche Caudex ist kein Caudex im klassischen Sinne. Er dient als Herberge für ein Ameisenvolk, das die Pflanze in freier Natur bevölkert.
Anfang des Jahres fand ich ein solches Exemplar durch Zufall als Einzelstück in einem Gartencenter. Die Damals etwa golfballgroße Pflanze, weckte recht schnell mein Interesse und landete kurzerhand in meiner Sammlung:
M. beccarii im März 2018
Myrmecodia eilt in Kultur ein eher zickiger Ruf voraus. Sicherlich einer der Gründe, weshalb man diese Pflanze so extrem selten findet; In Gartencentern so gut wie gar nicht und selbst auf Börsen ist die Chance eher gering.
Entgegen ihres divenhaften Rufes, kultivierte ich die Pflanze eher halbherzig. Ich befreite sie aus ihrem Kokossubstrat und setzte sie samt Orchideensubstrat in einen Orchideentopf. Fortan stand die Pflanze bei Wind und Wetter draußen. Kalte Frühsommernächte im einstelligen Bereich, aber auch den heißen Hochsommer bei 40°C aufwärts, stand die Pflanze auf der Terrasse und ging im Trubel der Studienplatzsuche eher unter. Ich achtete lediglich darauf, dass sie permanent feucht stand und das Substrat nicht austrocknete. Durch den transparenten Orchideentopf eine recht einfache Aufgabe. Ab Juni begann ich die Pflanze wöchentlich mit flüssigem Volldünger zu düngen. Zusätzlich bekam sie einige Tropfen SuperThrive ins Gießwasser. Diese Mischung wendete ich in der Saison bei allen Topf- und Gartenpflanzen an.
M. beccarii während der Sommermonate.
M. beccarii während der Sommermonate.
Die großzügigen Dünger- und Wassergaben taten der Pflanze gut und sie nahm stetig an Volumen zu. Von Anfangs knapp 4cm mauserte sie sich bis aktuell auf fast 11cm. Als besonderes Highlight zeigte sie kurz nach meinem Umzug erste Blüten! Ein Zeugnis guter und erfolgreicher Kulturführung. Gerade bei einem solch seltenen und zickigen Exemplar ein wunderbares Erfolgserlebnis, auf das ich sehr stolz bin.
Ameisenpflanze – Myrmecodia beccarii – im Wandel des Jahres Die Ameisenpflanze war mir bereits von meinen Besuchen im botanischen Garten Bochum bekannt. Es handelt sich dabei um eine scheinbar sukkulente Pflanze, die einen massiven Caudex ausbildet.

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Es ist Weihnachten, das Jahr neigt sich dem Ende zu, das Semester auch. Schaue ich zurück auf die letzten vier Monate, hat sich einiges getan. Handelte der letzte Beitrag noch von der Wohnungssuche, entpuppte sich der Um- und Einzug als wahres Drama. Es passierten viele unvorhergesehene Zwischenfälle, die mich auf ganzer Linie zurückwarfen – und nicht wirklich ans Studieren denken ließen.
Ursprünglich wollte ich zum 15.9. nach Osnabrück gezogen sein. Die folgenden 9 Tage bis zum Semesterbeginn wollte ich in den Einzug und das Erkunden der Stadt investieren. Weit gefehlt. Aus den veranschlagten wenigen Tagen, die der Umzug mich kosten sollte, wurde letztendlich eine Totalsanierung der Wohnung im völligen Alleingang. Das Semester stand bereits in voller Blüte und ich hauste in einer Baustelle, mit aufgeschlagenen Wänden, ohne Möbel, ohne Internet.
Vom Studium hatte ich bis dato kaum etwas mitbekommen, war ich schließlich beschäftigt, den “Zustand” daheim zu beseitigen: Farbreste auf mehrfach überklebten Tapeten der letzten 5 Jahrzehnte, Putz der großflächig von den Wänden fiel, Elektroinstallationen, an denen jeder Vormieter nach Gutdünken eigene Veränderungen vornahm, lose Kabel und aufgequollene Böden und Sockelleisten – Dinge, die bei der Besichtigung nicht zu erkennen waren.. Es gab jeden Tag etwas zu tun.
Um mich herum die ständig wachsende Flut an Unterrichtsmaterialien und dazwischen ich. Der mittlerweile kopflose und völlig überforderte Typ, der schließlich Ende Oktober mit dem Renovieren fertig wurde und langsam aber sicher ans Einrichten der Wohnung denken konnte.
Anfang Dezember dann die nächste Hiobsbotschaft: Das langerwartete Sofa – auf das ich 10 Wochen gewartet hatte – passte nicht durch den Flur. Es war zum Verzweifeln.. Kurzum: Möbelspedition mit Lift beauftragt und wieder hunderte Euros verbraten.
Soviel als kurzer Abriss meiner vergangenen Monate, mit der Erklärung, weshalb ich für vieles einfach keine Gedanken übrig hatte. So auch für die Seite. Mittlerweile ist Weihnachten. Meine Wohnung ist nahezu fertig und hat sich von der schäbigen Baustelle zu einer Puppenstube gewandelt. Während der nächsten Woche komme ich in den Luxus, etwas freie Zeit genießen zu können. Jedoch schlägt sich auch hier der eher suboptimale Start in Osnabrück nieder: Durch die Renovierung hatte ich kaum Zeit für’s Studium. Dementsprechend habe ich viel für die kommenden Prüfungen nachzuholen. Wirklich Zeit zum Abschalten bleibt leider auch nicht.
Zum Glück habe ich mit meiner Vorerfahrung und dem Wissen in der Botanik erhebliche Vorteile, meine Versäumnisse zu kompensieren. Das Semester bestand hauptsächlich aus trockenen Vorlesungen, die eigentlich auch “Ablesungen” hätten heißen können. Auf mein Studium werde ich sicher in Kürze genauer eingehen, doch habe ich einfach noch nicht das Gefühl, dort wirklich “angekommen” zu sein. Wenn ich meine Routine gefunden habe, lässt sich das Studium sicher viel besser ins Leben integrieren. Neben typischen Gärtnerfächern wie “Obstbau und Baumschule”, finden sich im Studium der Pflanzenbiologie auch – man lese und staune: Pflanzenbiologie. Daneben Chemie/Biochemie und der übliche Driss trockener Inhalte, wie BWL, Kommunikation, Statistik und Mathematik. Spannender wird es in den folgenden Semestern, wenn diese Module auslaufen und man sich glücklicherweise weiter ins Thema Pflanzenbiologie einarbeiten kann.
Wie eben schon erwähnt, bestand das Semester überwiegend aus trockenen Vorlesungen. Jedoch fanden neben dem Besuch der Baumschule “zu Jeddeloh” bei Oldenburg auch Veredelungskurse statt. Mein Werk dieser Kurse werde ich nächstes Jahr in Empfang nehmen dürfen: Ein Veredelter Apfelbaum und ein Rhodondendron der Sorte “Germania”, welcher auf auf der Unterlage “Cunninghams White” veredelt wurde.
In der nächsten Zeit versuche ich, genauer aufs Studium einzugehen. Allerspätestens zur kommenden IPM gibt es wieder Neues von mir zu lesen. Bis dahin frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Tschüß, 2018: Resümee des ersten Semesters als angehender Pflanzenbiologe Es ist Weihnachten, das Jahr neigt sich dem Ende zu, das Semester auch. Schaue ich zurück auf die letzten vier Monate, hat sich einiges getan.
Endlich eine Wohnung gefunden!
Endlich eine Wohnung gefunden!
Durchs bald beginnende Studium in Osnabrück, wird ein Umzug unumgänglich sein. Seit Wochen zerbreche ich mir den Kopf über die Wohnungssuche; Etliche Wohnungen wurden schon besichtigt, etliche kamen einfach nicht infrage. Entweder stimmten die Annoncen überhaupt nicht mit dem Gebotenen überein oder es traten andere Negativfaktoren auf, die die Wohnungen unattraktiv machten. Auch wenn ich mich…
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Nächster Halt: Studium.
Ich fasse es gar nicht, dass ich hier nicht über die letzten Wochen bloggte. Zwar erwähnte ich nebenbei auf meiner Facebookseite, dass ich mit dem Abi längst fertig bin, doch nahm ich mir anscheinend nicht die Zeit, einen Artikel drüber zu verfassen.
Also nochmal ein kurzer Rückblick:
Ende Mai/Anfang Juni schrieb ich die vier Abschlussklausuren. Wie immer war die Aufregung vorher groß und die…
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Wenn von Pelargonien die Rede ist, werden nicht wenige erst einmal verwundert fragen, was das denn ist. Nimmt man dann das veraltete (und nicht korrekte) Wort Geranien in den Mund, wird an die rote Standard Balkonkastenbepflanzung – mal stehend, mal hängend-, gedacht.
Verständlicherweise kommt die Frage auf, was denn an den meist als langweilig betrachteten Pelargonien interessant erscheint, dass sie gesammelt, kultiviert und oft sehr geliebt werden von ihren Fans.
Plötzlich findet man sich in einer ganz eigenen Welt wieder. Da wird von einer nicht vergleichbaren Blütenfülle gesprochen, von Duftpflanzen, sukkulenten Wildformen, winterwachsenden Arten, Geophyten, die sich in der Natur in die Erde zurückziehen, buntblättrigen Sorten, Miniaturen und Riesen… Pelargonien sind mehr als nur „rote Geranien“!
Pelargonium kommt aus dem Griechischen und bedeutet Storch (Pélargos). Gemeint ist hiermit der schnabelartig verlängerte Fruchtansatz der Pflanzen. Die zum größten Teil aus Südafrika stammenden Gewächse sind in Deutschland nicht winterhart und müssen im Haus kühl überwintert werden. Früher war dies gängige Praxis, heutzutage macht sich kaum jemand, der sie nicht gezielt sammelt diese wirklich geringe Arbeit, da sie im Frühjahr zu Spottpreisen wieder erhältlich sind. Dies ist sehr schade, da durch ein solches Verhalten alte Sorten verloren gehen!
Wie bereits angemerkt, gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Vorzügen, die die Pflanzen besitzen. Insbesondere die Duftpelargonien haben auch noch als Hybride vom Wuchs her einen etwas wilderen Charakter beibehalten. Sie mögen je nach Sorte nicht so blühfreudig sein wie die klassischen, auf ein Blütenfeuerwerk gezüchteten Pelargonien für Balkon und Terasse, jedoch macht ihr Duft einiges wieder wett. Hier lag der Fokus der Züchter nunmal nicht primär auf den Blüten, sondern auf Aromen, wo man u. a. Zitrone, Muskatnuss, Minze und Orange, mal sehr würzig und herb, mal leicht fruchtig und lieblich entdecken kann. Durch die lange Kulturzeit (in Europa seit dem 16. Jahrhundert circa) sind dort auch einige panaschierte Pflanzen entstanden, die sich ebenso sehr gut als Strukturpflanze oder Solitär machen.
Durch den etwas wilderen Charakter lassen sich die „Dufties“ übrigens gleich gut in Bauerngärten, rustikalen Gefäßen oder auch in Ampeln als Eyecatcher pflegen und als duftendes Highlight in die Terassenbepflanzung integrieren.
Am bekanntesten sind allerdings die sog. Pelargonium zonale (stehend) und peltatum (hängend) Hybriden. Die Menge und Vielfalt an stehenden und hängenden Pelargonien-Hybriden und Kultivaren ist auf den ersten Blick nahezu unüberschaubar. Beschäftigt man sich allerdings ein wenig mit diesen Sorten stellt man fest, dass es dort einige Unterschiede in der Blütenform, der Größe und der Wuchsform gibt. Besonders beliebt bei Sammlern sind die so genannten Minis oder Miniatur Pflanzen, die oft nur eine Größe von 20-30 cm erreichen. Im Gegensatz dazu gibt es viele alte Sorten, die sich hervorragend als Hochstamm oder große Schaupflanze innerhalb weniger Jahre selber ziehen lassen.
Es gibt einige sehr schöne buntblättrige Pelargonien, wo die Blätter in bis zu 3 verschiedenen Farben leuchten. Diese Hybriden sind wahre Schmuckstücke, auch ohne Blüten. Bei den Blüten der Hybriden dominieren übrigens rot, weiß, violett- und Orangetöne, ein „richtiges“ Gelb ist leider noch nicht gezüchtet worden obwohl es gelbblühende Wildarten gibt. Mit der Zeit wird es hier aber auch eine gelbe Sorte geben. Es gibt genug Bestrebungen in diese Richtung, die sich zurzeit aber bei den zugelassenen Sorten noch auf cremegelb und weisslich-gelb beschränken (Die Gruppe der zonale x articulatum Hybriden, sog. Zonartics, hat mittlerweile einige gelbe Sorten hervorgebracht, die jedoch noch zu den seltenen Kostbarkeiten unter Sammlern zählen).
Da fast alle Pelargonien gut schnittverträglich und wüchsig sind, kann man sie problemlos verjüngen. Pelargonien lassen sich dann nach dem verjüngen auch leicht über Stecklinge vermehren. Man benötigt dafür vor allem ein sauberes und – vor allen Dingen – scharfes Messer. Sauber heißt: Die Klinge sollte nach jeder Pflanze mit Alkohol oder einer Flamme desinfiziert werden um ggf. gefährliche Bakterien wie das gefürchtete Xanthomonas nicht mit zu vermehren. Dieses Bakterium taucht vor allem bei älteren Pflanzen auf und kann sich unbemerkt über die Schnittstellen vermehren. Dieses Bakterium hat schon ganze Zuchtbetriebe ruiniert! Ein „sauberer“ Schnitt mit einem scharfen Messer beschleunigt die „Heilung“ der Schnittstellen und verhindert das Eindringen von Krankheitskeimen. Ein Steckling sollte mind. 2 Nodien („Augen“) haben. Die unterer Nodie ist für das Wurzelwachstum zuständig, die obere Nodie bildet die Triebspitze.
Abgesteckt werden können die Stecklinge in sog. Jiffytöpfen oder in mit Vermehrungs-(Aussaat-)erde gefüllte kleine Töpfe. Das Substrat sollte nicht zu naß gehalten werden, damit die Wurzeln nach dem Wasser „suchen“ und sich dementsprechend schnell strecken. Im Sommer sind die Stecklinge innerhalb einiger Wochen bewurzelt, im Winter dauert es 2-3 Monate
Zur Pflege: Verwelkte Blütenstiele sollten herausgebrochen werden, dies wird deutlich besser als ein Schnitt vertragen und fördert die Ausbildung weiterer Blüten. Pelargonien sollten immer einen sonnigen Platz bekommen, da sie sog. Lichtsummenblüher sind. Im lichten Schatten lässt die Blühwilligkeit deutlich nach und viele Sorten wachsen dort nicht mehr schön kompakt. Gewässert wird, wenn die Oberfläche etwas abgetrocknet ist.
Beim Giesswasser muss man glücklicherweise nicht auf den Härtegrad achten – Pelargonien sind kalkliebend. Das Substrat sollte nährstoffreich und durchlässig sein, da die Pflanzen Starkzehrer sind, aber Staunässe überhaupt nicht gut vertragen.
Gefüllt blühende, rosenknospige und nelkenblütige Hybriden werden besser nicht dem Regen ausgesetzt, die Blütenköpfe werden dadurch sehr unansehnlich und können verpilzen.
Übrigens, hier zum Schluß noch ein paar Hinweise zum Pelargonien überwintern:
Sie können generell bis zum ersten Nachtfrost im Herbst im Freien stehen bleiben. Vor dem Einräumen sollte man die Pflanzen um 1-2/3 zurückschneiden, durchputzen und nach Schädlingen absuchen. Wenn die Möglichkeit besteht, ist die Überwinterung in einem frostfreiem Gewächshaus oder Wintergarten ideal. Aber – wenn es nicht anders möglich ist – können die Pflanzen auch im Keller überwintert werden.
Generell gilt, je heller und kühler desto besser! Möglich ist das überwintern z.B. in den ursprünglichen Pflanzgefäßen. Aber es gibt auch die Möglichkeit sie aus der Erde zu nehmen und in Zeitungspapier einzuschlagen. Die Pflanzen können bei minimalem Laub recht trocken gehalten werden. Trotzdem sollte man regelmäßig nach ihnen gucken und ggf. wässern. Auch schadhafte Blätter sollten entfernt werden, bevor dort Faulstellen entstehen und Krankheitskeime eindringen können. Die Überwinterung in einem hellen aber kühlen Raum (Gästzezimmer) ist natürlich auch möglich. Die Temperaturen sollten aber nicht über +15° gehen. Gegossen wird nach Bedarf. Im Frühjahr (ab Mörz) können die Pflanzen dann reaktiviert werden. Frische Erde mit Dünger, einem Bodenaktivator oder der regelmäßige Einsatz von Pflanzenstärkungsmittel kann wahre Wunder bewirken! Ein leichter Rückschnitt im Frühjahr ist für die Pflanzen ein Startschuß zum Neuaustrieb.
Alle Bilder sind in der Pelargonien Sammlung Maria Laach entstanden.
Pelargonien (Gastbeitrag von Jan Siegel) Wenn von Pelargonien die Rede ist, werden nicht wenige erst einmal verwundert fragen, was das denn ist.
Vor einer Woche fand ich durch Zufall eine wilde Orchidee in einem benachbarten Naturschutzgebiet. Von dem Fund war ich ziemlich angetan und beschloss, die Pflanze in den folgenden Wochen weiter zu dokumentieren.
Epipactis helleborine – vor einer Woche.
Am Standort angekommen, kam der Schock. Die Überschrift dieses Artikels entspricht leider voll und ganz den dort vorgefundenen Tatsachen. Die Wildwiese, auf der ich das Exemplar fand, wurde in den letzten Tagen gemäht und sämtliche Pflanzen rigoros vernichtet. Darunter leider auch die breitblättrige Stendelwurz, die der Grund meines Besuches vor Ort war, die ich über die komplette Vegetationszeit fotografisch begleiten wollte. Im Gras fand ich umliegend Reste der Pflanze, die Stümpfe der Triebe waren bereits komplett eingetrocknet. Zwar handelt es sich hierbei um eine ausdauernde Pflanze, doch wird sich hier in diesem Jahr sicher nichts mehr tun.
Eine Woche später: die selbe Pflanze.
Die Fassungslosigkeit war mir ins Gesicht geschrieben, doch ebenso die Ratlosigkeit. Es handelt sich um eine Fläche in einem Landschaftspark, von dem weite Teile als Naturschutzgebiete ausgeschrieben sind, jedoch landwirtschaftlich bewirtschaftet werden. Inwiefern kann man nun wem hier Fehlverhalten unterstellen? Wer ist überhaupt für den Kahlschlag verantwortlich? Wem gehören die Flächen eigentlich? Bin ich es, der überreagiert oder ist mein Groll angebracht?
Reste des abgemähten Exemplars
Kahlschlag auf der Wildwiese im NSG.
Von einem Landwirt erfuhr ich, dass solche Flächen in Deutschland bis zum 1.7. nicht gemäht werden dürfen und ich mich bezüglich dieser Entdeckung an die Landwirtschaftskammer wenden sollte. Vielleicht eine Möglichkeit, hier genauere Informationen einzuholen.
ein weiteres abgemähtes Exemplar.
dieses Exemplar überlebte den Kahlschlag.
Bei meiner heutigen Beobachtung fand ich in unmittelbarer Nähe zwei weitere Vorkommen von Epipactis helleborine. Einer davon ebenfalls komplett abgemäht. Die verbleibenden Triebe, ebenfalls bis weit in die Erde hinein eingetrocknet, jegliches oberirdische Pflanzenmaterial augenscheinlich tot. Die Pflanze am dritten Standort überlebte den Kahlschlag – jedoch nur, weil sie abgeknickt wurde und waagerecht auf dem Boden lag.
Glücklicherweise fand ich an anderer Stelle im selben NSG weitere Vorkommen. Jedoch nicht in dem Umfang, wie die Pflanzen ihn boten, die nun dem Kahlschlag zum Opfer fielen. Aufgrund der geschützteren Lage der neu entdeckten Vorkommen, hege ich jedoch die Hoffnung, dass hier keine Gefahr für die Pflanzen besteht und ich diese durch das Jahr begleiten kann.
ich habe gerade regen Gefallen an Instagram gefunden. Mit einigen Gartenfreunden bin ich dort schon vernetzt. Folgt mir doch einfach und ich folge zurück: instagram.com/benjaminbuxbaum/
Dort poste ich auch recht regelmäßig aus meinem Garten 🙂
wilde Orchideen: Kahlschlag im Naturschutzgebiet Vor einer Woche fand ich durch Zufall eine wilde Orchidee in einem benachbarten Naturschutzgebiet. Von dem Fund war ich ziemlich angetan und beschloss, die Pflanze in den folgenden Wochen weiter zu dokumentieren.

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Zugegebenermaßen: Orchideen klingen für die meisten Leute exotisch. In einigen Fällen auch nach Kitsch (vor allem, wenn es sich dabei um blaugefärbte Phalaenopsis aus dem Baumarkt handelt). Doch die Familie der Orchideen ist äußerst breit gefächert und auch hierzulande häufig anzutreffen! Trotzdem hat es etwas “Ungewöhnliches”, wenn man davon spricht, eine wilde Orchidee mitten im Ruhrgebiet, neben einer vielbefahrenen Straße gefunden zu haben.
Klingt auf den ersten Blick erstmal widersprüchlich. Ist es aber nicht: Zum Einen ist das Ruhrgebiet mittlerweile eines der Zentren der Biodiversität (doch das ist ein anderes Thema), zum Anderen gibt es etliche einheimische Orchideen. Die meisten davon sind jedoch unscheinbar und bei weitem nicht so auffällig, wie die exotischen Verwandten, die man im Gartencenter findet. Doch muss es immer Liebe auf den ersten Blick sein?
Die breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) ist eine der verbreitesten einheimischen Orchideen und fällt als Orchidee ersteinmal gar nicht großartig ins Auge – besonders, wenn sie sich noch in der Wachstumsphase befindet und noch keine Blütenansätze trägt. Aus der Distanz könnte man sie durch ihr Laub oberflächlich mit Maiglöckchen, Bärlauch, Aronstäben etc. verwechseln oder erst gar nicht wahrnehmen. Doch Schaut man sich das Gewächs genauer an, finden sich viele Details, die jegliche Verwechslungsmöglichkeiten mit eben genannten Pflanzen ausschließen. Es ist eben eine Orchidee, die im Habitus typisch wächst und bei genauerem Betrachten selbst ohne Blüten “besonders” wirkt und sich von den gewöhnlichen, krautigen Nachbarn abhebt.
Doch obwohl es sich hierbei um eine Orchidee handelt, ist die Pflanze alles andere als zimperlich und wächst sogar in Pflasterfugen in der Bochumer Innenstadt.
Das Exemplar, das mir heute vor die Linse kam, wuchs auf einer Wiese, jedoch am Rande einer Straße, gelegen in einem Naturschutzgebiet. Mit einer Höhe von knapp 15cm fiel die Pflanze pauschal gar nicht großartig ins Auge, doch war es das Laub, das mich neugierig machte. Mein erster Gedanke war: Wer hat hier eine Dracaena fragans hingepflanzt? Doch bei genauerer Betrachtung fiel die Zugehörigkeit zur Familie der Orchidaceae auf.
Epipactis helleborine kann Wuchshöhen von bis zu 80cm erreichen. Das hier gefundene Exemplar ist davon noch weit entfernt. Doch bin ich auf die weitere Entwicklung gespannt und werde der Pflanze in Zukunft öfter mal einen Besuch abstatten 🙂
ich habe gerade regen Gefallen an Instagram gefunden. Mit einigen Gartenfreunden bin ich dort schon vernetzt. Folgt mir doch einfach und ich folge zurück: instagram.com/benjaminbuxbaum/
Dort poste ich auch recht regelmäßig aus meinem Garten 🙂
breitblättrige Stendelwurz: Eine wilde Orchidee im Ruhrgebiet Zugegebenermaßen: Orchideen klingen für die meisten Leute exotisch. In einigen Fällen auch nach Kitsch (vor allem, wenn es sich dabei um blaugefärbte Phalaenopsis aus dem Baumarkt handelt).
Die Fotografie ist neben der Pflanzenwelt eine meiner beiden Leidenschaften, die mich am meisten in den Bann ziehen. Mitunter ringen beide sogar auf meiner persönlichen Beliebtheitsskala um den ersten Rang.
Gut ist es, dass man beides so wunderbar miteinander kombinieren kann. Letztendlich waren es die Pflanzen, die mir den Anreiz zum fotografieren damals gegeben haben.
Fotografie ist für mich mehr, als die Kamera “draufhalten” und den Auslöser drücken. Sicher sind hier im Blog viele Bilder, die weder technisch, noch künstlerisch wertvoll sind und schnell mit dem Handy geknipst wurden, aber bei solchen Aufnahmen geht es ja eh meist nur um den Informationsgehalt. Deshalb differenziere ich in diesem Bereich klar und deutlich zwischen Fotografie und Knipserei.
Seit einiger Zeit fotografiere ich sehr gerne mit teils 60 Jahre alten, manuellen Objektiven, die viel Fingerspitzengefühl benötigen, um eine scharfe Aufnahme zu erstellen. Ein solches Objektiv, das eigentlich ein Weitwinkelobjektiv ist, baute ich nun zu einem Makroobjektiv um. Fotografie ist für mich eben nicht nur “Bilder” machen, sondern auch die Technik dahinter kennen und verstehen: Das Reparieren und Umbauen von Objektiven und Kameras zähle ich daher selbstverständlich ebenfalls in den Bereich der Fotografie, der für mich äußerst Facettenreich ist.
Mit meinem selbstgebauten Makroobjektiv ging ich in den letzten beiden Tagen im Garten auf die Suche nach Motiven. Ich musste nicht lange suchen, jedoch meine Komfortposition verlassen und mich in das ein oder andere Ameisennest legen. Hier sind einige Eindrücke aus der ganz, ganz kleinen Welt der Fotografie:
weitere Aufnahmen gibt es auf meiner Fotoseite (www.bd-foto.de) und auf Instagram: instagram.com/benjaminbuxbaum/
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botanische Makrofotografien Die Fotografie ist neben der Pflanzenwelt eine meiner beiden Leidenschaften, die mich am meisten in den Bann ziehen.