Berliner Wassertisch: "Mit 13 GrundgesetzÀnderungen in den Zentralstaat"
INSTALLATION FĂR DEMOKRATIE-VERGEGENWĂRTIGUNG: "Mit 13 GrundgesetzĂ€nderungen in den Zentralstaat" Ein Memento vor den Bundestagswahlen Berlin, 19.9.2017. Der Berliner Wassertisch und Gemeingut in BĂŒrgerInnenhand haben heute vor dem Bundesministerium fĂŒr Finanzen einen ĂPP-Frontalunfall in Szene gesetzt. Die Bundesregierung hat am Ende ihrer Amtszeit die schnellste GrundgesetzĂ€nderung aller Zeiten installiert. Zwischen Gesetzentwurf, dessen Beschluss im Bundestag und im Bundesrat lagen ganze 48 Stunden. Bau, Erhalt und Betrieb deutscher Autobahnen und Schulen werden von 2020 an durch eine private GmbH gesteuert, die teure und intransparente Ăffentlich-Private Partnerschaften (ĂPP) nun per Grundgesetz absichert. Massiv getroffen von den 13 GrundgesetzĂ€nderungen sind die Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Vor Ăffentlich-Privaten Partnerschaften (ĂPP) wird gewarnt: Sie hebeln mit privatrechtlichen Geheim-VertrĂ€gen, Gewinngarantien und internationalen Schiedsgerichten die Demokratie aus. Ăkonomin Gerlinde Scherme kritisiert: "ĂPP ist eine Fahrt gegen die Wand! SchĂ€ubles Politik der 'schwarzen Null' und der 'Schuldenbremse' ist der wichtigste Hebel fĂŒr Privatisierungspolitik. Unter dem Vorwand, 'privates Kapital' einzubinden, werden langfristige VertrĂ€ge mit privaten 'Partnern' geschlossen, um notwendige Investititionen in die Daseinsvorsorge ĂŒber Kredite, die die Privaten aufnehmen, zu tĂ€tigen. Doch immer wieder zeigt sich, dass derartige VertrĂ€ge zu Lasten der öffentlichen Haushalte gehen, der Staat wird in Haftung genommen fĂŒr 30 Jahre Garantiegewinne und angeblich von den Privaten ĂŒbernommene Risiken. Diese Erfahrung hat Berlin leidvoll mit dem ĂPP-Modell der ÂŽTeilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe` gemacht. Der Berliner Wassertisch warnt davor, diesen Weg in Deutschland immer wieder neu zu beschreiten." Pressesprecherin Ulrike von Wiesenau konstatiert: "Bei den 13 GrundgesetzĂ€nderungen handelt es sich um einen massiven zentralistischen Eingriff in das StaatsgefĂŒge, der Föderalismus wird zur Farce. Private Konzerne, Investoren und Berater sollen die Aufgaben ĂŒbernehmen, die bisher staatlich durchgefĂŒhrt wurden. Die GrundgesetzĂ€nderungen ermöglichen eine systematische Ausweitung von ĂPP, weil die Bundesverwaltung von nun an AuftrĂ€ge zentral und systematisiert vergeben und das Management der neuen 'Infrastrukturgesellschaft Verkehr' allein entscheiden kann, wo und in welchem Umfang ĂPP eingesetzt werden. Wegen angeblicher Betriebs- und GeschĂ€ftsgeheimnisse kann die Gesellschaft jede Transparenz verhindern. Der Bundestag muss kĂŒnftig nicht mehr zustimmen, er kann nur von aussen versuchen, Einfluss zu nehmen. Auch die Kontrolle durch den Bundesrechnungshof wird massiv erschwert. SpĂ€testens nach der jĂŒngsten ĂPP-Pleite mit Hedge-Fonds beim Autobahn-Projekt A1 wird offenbar: die Bundesregierung muss die gemeinwohlschĂ€digenden GesetzesĂ€nderungen rĂŒckabwickeln." Der BERLINER WASSERTISCH und GEMEINGUT IN BĂRGERINNENHAND Pressekontakt: Gerlinde Schermer +49(0)178-6344985 Ulrike von Wiesenau   +49(0)1573-4077795Â









