Digitalisierung über alles
Koalitionsvertrag nur Einkaufszettel statt Ideensammlung
Mit der FDP in der Ampel war es nicht besser, aber jetzt sind in der neuen "kleinen" GroKo aus CDU/CSU und SPD wieder die Digitalisierungs-Gläubigen vereint. "Digitaltechnik ist für die Sicherheit und für die Wirtschaft da" ist recht genau das Fazit nach dem Lesen des Koalitionsvertrags.
Was fehlt sind
eine Abschätzung von Kosten und Nutzen
welche Vorteile bringen digitale Innovationen für die Menschen in ihrem Alltag,
welche Risiken bergen die möglichen Anwendungen,
Überlegungen zum Datenschutz und zur Privatsphäre,
was kann aus unbedachten Zulassung von künstlicher Intelligenz folgen?
Ein eigenes Digital-Ministerium in CDU-Hand
Prima - könnte man denken, wenn endlich vor dem Kauf von digitaler Ausstattung nachgedacht wird, statt wie im Digitalisierungspakt 1+2 Hardware und Microsoft Lizenzen zu kaufen. Doch wenn man den Bock zum Gärtner macht, wird es nicht besser sondern schlimmer.
Von Open Source Software ist kaum noch die Rede. Statt dessen wird laut Heise.de geschwafelt von
Wirtschaftsaufschwung durch KI,
Personalmangel beheben mit KI,
Verwaltungsdigitalisierung - Rettungsanker KI
und Polizeiarbeit, die an ihre Grenzen kommt - KI-basierte Automatisierung.
Wer so was in den Koalitionsvertrag schreibt, wird keine Lösungen bringen, sondern kann nur zusätzliche Probleme erzeugen, die Abhängigkeit von den großen US Tech-Konzernen verstärken und wird "nebenbei" weiter die Privatsphäre der Menschen schleifen.
Mehr dazu bei https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zum-Koalitionsvertrag-Schwarz-Rotes-Schlangenoel-10355573.html
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